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Newsletter-Archiv des DESC

Newsletter 2010-03-29

Newsletter des DESC ... Nr. 13 / 2010,  Montag, 29. März 2010 
http://www.desc-online.de/ : Redaktion Ralf Mulde: DESC@uni.de 
- - . - - . - - . - - . - - . - - . 

01.) Joerg Kracht: Mannschafts Open 2009 Gr. 3+5 ; es ist alles aus 
02.) Friedrich Irmer: Die Pyramide: Bekannte und Nichtgenannte 
03.) Josef Schmitz: Mannschaftspyramide 
04.) Ralf Mulde: Der DESC und sein Team gegen den IECC 
05.) Josef Schmitz: Gardeschweizer 
06.) Totorat & Mulde: T0199 Morra-Gambit & Thementurniere 
07.) Josef Schmitz: Einzelspiele 
08.) Irres, Wirres und Theoretisches aus der Welt < da draußen > 
--------------------- 
Leider nicht zu ändernder Redaktionsschluss ist Sonntag um 20:00 h. 
--------------------- 



01.) Joerg Kracht: Mannschafts Open 2009 Gr. 3+5 ; es ist alles aus 

Das Turnier VM2009 Gruppe 3 ist beendet. Für die Zwischenrunde 
qualifizieren sich die ersten drei (!) Teams. 

Diese Gruppe sah einen klaren Sieg der Mannschaft „DESC.1“ , der 
das Team „Springergabel“ und die „FSF Rochade 51“ folgten! 

MOp 2009, Runde 1, Gruppe 3 
[Team / Mannschaftspunkte / Brettpunkte] 

1.)DESC.1 .............. 10:00 ... 15.0 
2.)Springergabel ....... 07:03 ... 12.0 
3.)FSF Rochade 5171 .... 06:04 ... 11.5 

4.)MAPEJK.1 ............ 05:05 ... 11.0 
5.)Brazil.1 ............ 02:08 ... 05.0 
6.)DESC-Schachloewen ... 00:10 ... 05.5 

Und auch im Turnier VM2009 Gruppe 5 wurde die letzte Figur 
gezogen. In dieser Gruppe hat die Mannschaft IQ-Chess Club 
den Sieg davongetragen [wohin? -rm-], gefolgt vom Team 
DESC3 und Brazil.3 Diese Mannschaften haben sich auch für die 
Zwischenrunde qualifiziert. 

MOp 2009, Runde 1, Gruppe 5 
[Team / Mannschaftspunkte / Brettpunkte] 

1.)IQ-Chess Club ... 07:01 ... 12.0 
2.)DESC.3 .......... 06:02 ... 11.0 
3.)Brazil.3 ........ 03:05 ... 07.0 

4.)Mexico .......... 03:05 ... 06.5 
5.)MAPEJK.3 ........ 01:07 ... 03.5 

Den jeweils drei qualifizierten Mannschaften  gratuliere ich ganz 
herzlich zum Weiterkommen und wünsche allen viel Erfolg in der 
Zwischenrunde. Ich danke allen Spielern und Mannschaftsführern 
für den doch weitestgehend [oho! -rm-] komplikationslosen Verlauf. 



02.) Friedrich Irmer: Die Pyramide: Bekannte und Nichtgenannte 

P2009.071: Schlenther, Marco (Eb.11): Schubert,Steffen(Eb.7) 1:0 

Steffen setzt damit seine ungebrochene Siegesserie fort und erklimmt 
mit diesem Sieg weitere vier Ebenen. 
Und Steffen, obwohl er sich auf den Weg nach unten machen musste, 
zeigte sich als würdiger Vertreter der Kämpfer in der Pyramide. Nicht 
nur, dass er einen fehlerfreien Turnierbericht einreichte, nein - er sandte 
auch keine maschinell erstellte Mail - sondern fand sogar ein paar 
persönliche Worte und gratulierte seinem Gegner zum Sieg! 

P2010.02?: Bruening, Ralf (Eb.9) : Schlenther, Marco (Eb.7) 

Und wie Marco jetzt feststellen wird: Er hat den Bereich der Pyramide 
betreten, in dem das Ende einer Partie nicht mehr unbemerkt bleibt. 
Und so muss er ab dem 11.04.10 seinen Platz gegen Ralf verteidigen. 

[Der Redaktion lagen keine weiteren Erkenntnisse vor, um welchen 
Ralf es sich dabei handeln könnte, so dass ein Spannungsmoment 
gewahrt bleibt -rm-] 

Und weil diese Woche auch keine newsletterfüllende Schwemme von 
Ergebnissen vorliegt, muß ich mich wieder auf die Suche von außerhalb 
machen. Was hätten wir denn da? 

Am 29.03.1886 gewann Steinitz in New Orleans die 20. und letzte 
Partie in seinem Wettkampf gegen Zukertort und wurde mit 12,5:7,5 
der erste Schachweltmeister. 

Steinitz, Wilhelm - Zukertort, Johannes [C25]] 
New Orleans, 1.Weltmeisterschaft (Partie 20) am 29. März 1886 
1.e4 e5 2.Nc3 Nc6 3.f4 exf4 4.d4 d5 5.exd5 Qh4+ 6.Ke2 Qe7+ 
7.Kf2 Qh4+ 8.g3 fxg3+ 9.Kg2 Nxd4 10.hxg3 Qg4 11.Qe1+ Be7 
12.Bd3 Nf5 13.Nf3 Bd7 14.Bf4 f6 15.Ne4 Ngh6 16.Bxh6 Nxh6 
17.Rxh6 gxh6 18.Nxf6+ Kf7 19.Nxg4 1-0 

Wolfgang Uhlmann (*1935), Großmeister seit 1959, elfmaliger 
Meister der DDR (1954, 1955, 1958, 1964, 1968, 1975, 1976, 1981, 
1983, 1985 und 1986). So gern ich jetzt auch eine Partie Königsgambit 
zitieren würde - in diesem Fall muss es einfach Französisch sein 

[Die Redaktion hatte schon längst alle Hoffnung fahren lassen, dass 
Friedrich überhaupt auch nur den Namen anderer Eröffnungen als 
Königsgambit kennen würde: Kompliment! -rm-] : 

Bronstein, David - Uhlmann, Wolfgang, Tallinn (3) 1977 [C18] 
1.e4 e6 2.d4 d5 3.Nc3 Bb4 4.e5 Ne7 5.a3 Bxc3+ 6.bxc3 c5 7.Qg4 Qc7 
8.Qxg7 Rg8 9.Qxh7 cxd4 10.Ne2 Nbc6 11.f4 Bd7 12.Qd3 dxc3 
13.h4 O-O-O 14.h5 Nf5 15.h6 Rg6 16.h7 Rh8 17.Rh3 d4 18.Rb1 Be8 
19.Qf3 Qd8 20.g4 Nh4 21.Qh1 Rxg4 22.Ng3 Rxh7 23.Ne4 Nxe5 
24.fxe5 Bc6 25.Bd3 Kc7 26.Kf2 Rh5 27.Rf3 Qg8 28.Bf4 Nxf3 
29.Qxh5 Rxf4 30.Qh6 Ng5+ 0-1 

Nicht erwähnen will ich: 

einen baden-württembergischen MdL (*1946); wenigstens das Niveau 
meines Beitrags soll oberirdisch bleiben, 

Marina Sirtis (*1955), die in der Fernsehserie "Raumschiff Enterprise: 
Das nächste Jahrhundert" die Schiffspsychologin Deanna Troi spielt, 
[von viel mehr kündet allerdings auch die Homepage der Aktrice nicht: 
http://www.marinasirtis.tv/sub/home.htm 
Eigentlich hätte sich doch jederzeit eine Rolle bei Schneewittchen und 
den den Sieben Zwergen finden müssen ... nicht als Schneewittchen. 

Christopher Lambert (*1957), der im Film "Knight Moves – Ein 
mörderisches Spiel" den Schachgroßmeister Peter Sanderson spielt, 

oder gar Hobbits oder "Die Rückkehr des Königs" nennen - sonst 
meinen manche, ich würde wirklich zu viel fernsehen. 

Und so schließe ich mit dem bekanntesten Lied von Eric Idle (*1943), 
Mitglied der Monty-Python Truppe, aus dem zur Jahreszeit passenden 
Film "Das Leben des Brian": "Always look on the Bright Side of Life“ 



03.) Josef Schmitz: Mannschaftspyramide 

Thomas Urlau hat die Kapitänsbinde seiner Mannschaft Blockade 06 
abgegeben und sie Lars Milde zugeworfen. Er hat sie gefangen und ist 
ab sofort der neue Kapitän. Ich wünsche viel Erfolg! 

Und ein Ergebnis liegt auch vor: 
Die Herausforderungsrunde 81 der Mannschaftspyramide wurde am 
21.03.2010 beendet. Die Mannschaft Rheinturm Zons verteidigte ihren 
Platz in der 4.Ebene durch ein Unentschieden gegen den Herausforderer 
Blockade 06. Herzlichen Glückwunsch dazu. 

Herausforderung: MP81, 23.09.2009 bis 21.03.2009 

Blockade 06 (5) gegen Rheinturm Zons 04 (4) 1.5 : 1.5 
MP81.1: Milde, Lars .........: Schmitz, Paul ........ 1:0 
MP81.2: Urlau, Thomas (MK/TC): Pluemmer, Rolf (MK/TC) 0:1 
MP81.3: Bieker, Peter .......: Maur, Rainer ...... remis 



04.) Ralf Mulde: Der DESC und sein Team gegen den IECC 

Ich glaube, es sollte einmal vorgeführt werden, mit wieviel Leuten 
(und wieviel Aufwand ...) wir gegen den IECC aktiv sind. Einfach 
nur die Zahl als nackte Summe, das kann nicht genug sein. Hier sind 
die Paarungen, die Ergebnisse, die Erfolge (IECC immer zuerst) 

Habermehl ger 2486 : Cossmann, lux 2417 .. läuft 
Cossmann lux 2417 .: Habermehl ger 2486 .. läuft 
Krueger ger 2476 . : Glotz ger 2388 ...... 0.5:0.5 
Glotz ger 2388 ... : Krueger ger 2476 .... 0.5:0.5 
Petkov scg 2400 .. : Luecke ger 2354 ..... 1.0:0.0 
Luecke ger 2354 .. : Petkov scg 2400 ..... 0.5:0.5 
Mayer chi 2388 ... : Quednau ger 2308 .... 0.0:1.0 
Quednau ger 2308 . : Mayer chi 2388 ...... 0.5:0.5 
Pessoa por 2386 .. : Dietrich ger 2289 ... läuft 
Dietrich ger 2289  : Pessoa por 2386 ..... 0.5:0.5 
Zoubkov rus 2350 . : Gappel ger 2286 ..... läuft 
Gappel ger 2286 .. : Zoubkov rus 2350 .... 0.5:0.5 
Sakic scg 2341 ... : Gburek ger 2284 ..... 0.5:0.5 
Gburek ger 2284 .. : Sakic scg 2341 ...... 0.5:0.5 
Djuric scg 2316 .. : Dorer ger 2281 ...... 0.5:0.5 
Dorer ger 2281 ... : Djuric scg 2316 ..... 1.0:0.0 
Broyles / Hosch eng 2298 : Pilz ger 2200 . 0.5:0.5 
Pilz ger 2200 .... : Broyles / Hosch 2298. 0.5:0.5 
Ingersol usa 2295  : Bischof ger 2239 .... 0.5:0.5 
Bischof ger 2239 . : Ingersol usa 2295 ... 0.5:0.5 
Wosch ger 2283 ... : Weber-W. ch 2212 .... 0.5:0.5 
Weber-W. ch 2212 . : Wosch ger 2283 ...... 0.5:0.5 
Stilman uru 2278 . : Litz ger 2195 ....... 0.5:0.5 
Litz ger 2195 .... : Stilman uru 2278 .... 0.5:0.5 
Alvarez Villar arg 2271 : Zschoch ger 2187 läuft 
Zschoch ger 2187 . : Alvarez Villar arg 2271 läuft 
Trofimov rus 2261  : Markus ger 2186 ..... 1.0:0.0 
Markus ger 2186 .. : Trofimov rus 2261 ... 0.0:1.0 
Muller bel 2260 .. : Krammer ger 2174 .... 0.5:0.5 
Krammer ger 2174 . : Muller bel 2260 ..... 0.5:0.5 
Prevenios gre 2254 : Schmidt ger 2173 .... läuft 
Schmidt ger 2173 . : Prevenios gre 2254 .. läuft 
Muller bel 2260 .. : Zielinski ger 2166 .. 0.5:0.5 
Zielinski ger 2166 : Muller bel 2260 ..... 0.5:0.5 
Amos ger 2221 .... : Pluemmer ger 2140 ... läuft 
Pluemmer ger 2140  : Amos ger 2221 ....... läuft 
Simmelink ned 2192 : Gretencord ger 2125 . 0.5:0.5 
Gretencord ger 2125 : Simmelink ned 2192 . 1.0:0.0 
Vujadinovich scg 2180 : Dorka ger 2179 ... 0.5:0.5 
Dorka ger 2179 ... : Vujadinovich scg 2180 läuft 
Dvoinikov rus 2172 : Nittel ger 1931 ..... läuft 
Nittel ger 1931 .. : Dvoinikov rus 2172 .. läuft 

Und wenn man der besseren Übersicht wegen nur die Gewinnpartien 
betrachten möchte? Geht auch! 

Petkov : Luecke 1-0 
Trofimov : Markus 1-0 
Markus : Trofimov 0-1 
= = = = = = = = = = = = = = = 
Mayer : Quednau 0-1 
Dorer : Djuric 1-0 
Gretencord : Simmelink 1-0 
= = = = = = = = = = = = = = = 

Das ergibt ein flottes 3.0 – 3.0 
+ 23 Remisen, jedes für sich wertvoll. Toll, wie unser Team fightet! 



05.) Josef Schmitz: Gardeschweizer 

Hier könnt ihr euch für das Turnier GS21 anmelden: 
http://www.desc-online.de/turniere/gardeschweizer/gsturnier.php?tnr=gs021 

Es sind nur noch 4 Plätze frei! Also meldet Euch, bevor es zu spät ist! 

Die Redaktion wurde (darüber hinaus) einer Partie aus dem 
Gardeschweizer habhaft, brandneu, brandheiß, irre und wirre Theorie, 
gespielt zwischen dem erst seit sehr kurzer Zeit bei uns aktiven Gunnar 
Sieber und dem Internationalen FernschachMeister Joerg Kracht, hier 
in der Rüstung mit dem weißen Federbusch: 

Kracht, Joerg - Sieber, Gunnar, GS017 [B90] 
1.e4 c5 2.Nf3 d6 3.d4 cxd4 4.Nxd4 Nf6 5.Nc3 a6 6.Be3 e5 7.Nb3 Be6 
8.f3 Be7 9.Qd2 0–0 10.0–0–0 Nbd7 11.g4 b5 12.g5 b4 13.Ne2 Ne8 
14.f4 a5 15.f5 a4 16.Nbd4 exd4 17.Nxd4 b3 18.Kb1 bxc2+ 
19.Nxc2 Bb3 20.axb3 axb3 21.Na3 Ne5 22.h4 Ra4 23.Bd4 Qa8 
24.Qe3 Kh8 25.Bb5 Ra5 26.Bc3 Rxa3 27.bxa3 Qxa3 28.Rd2 Nc7 
29.Be2 Rb8 30.Qd4 f6 31.h5 d5 32.exd5 Nb5 33.Bxb5 Nf3 
34.Qe3 Nxd2+ 35.Qxd2 Rxb5 36.d6 Bxd6 37.gxf6 b2 38.fxg7+ remis 



06.a) Udo Totorat:  T0199 Morra-Gambit mit 100% 

1.) Hirscheider,Helmut ... 8,0 Pkt. : 24,00 S/B 
2.) Pech,Jaroslav ........ 6,0 Pkt. : 12,00 S/B 
3.) Neumann,Frank ........ 4,0 Pkt. : 04,00 S/B 
4.) Klawitter,Bernd ...... 2,0 Pkt. : 00,00 S/B 
5.) Schaefer,Erich ....... 0,0 Pkt. : 00,00 S/B 

Helmut gratuliere ich ganz herzlich zum Turniersieg. Er hat eine 
Ausbeute von 100 Prozent (!!!) erzielt und damit natürlich die 
Qualifikation für ein Siegerturnier erworben: Mitmachen! Spielen! 



06.b) Ralf Mulde: Thematurniere 

Die folgenden Turniere sind einfach heiß! Die sind doch was für Dich! 

Du wirst hier Eröffnungstheorie auf spielerische Art lernen, im Kreis 
von Freunden und starken Gegnern. Kein trauriges, stumpfes Büffeln 
inhaltsleerer Theorie mehr in dicken Büchern, was man ja doch gleich 
wieder vergisst, 
=> sondern hier wird spielerisch gelernt und nebenbei auch noch etwas 
für das Elo-Konto getan! Sei mit dabei! Mach mit! Melde Dich an! 

Hier ist der Link und zugleich der Überblick der Turniere: 
Fass ihn! Klick Dir einen! Mach mit! 
http://www.desc-online.de/turniere/thema/ 

T0213: Koenigsindisch, Makogonow Variante [E71] 
=> Noch vier Plätze frei! 
1.d4 Nf6 2.c4 g6 3.Nc3 Bg7 4.e4 d6 5.h3 

T0214: Damengambit, Albins Gegengambit [D08] 
=> Nur noch ein einziger Spieler fehlt !!! 
1.d4 d5 2.c4 e5 

T0215: Spanisch, Worrall – Angriff [C86] 
=> Nur noch 3 Spieler und es geht los! 
1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bb5 a6 4.Ba4 Nf6 5.O-O Be7 6.Qe2 

T0216: Benkö Gambit [A57] 
Trotz zweier lobpreisender Newsletter (der eine ist dieser): 
=> Noch 4 Spieler werden gesucht! 
1.d4 Nf6 2.c4 c5 3.d5 b5 4.cxb5 

T0217: Nimzoindisch, Klassische Variante [E58] 
=> Noch 4 Spieler fehlen auch hier! unfassbar! 
1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nc3 Bb4 4.e3 0-0 5.Nf3 d5 6.Bd3 c5 7.0-0 Nc6 

T0218: Sizilianisch, Haberditz Variante [B33] 
=> Noch 3 Spieler laden wir ein! 
1.e4 c5 2.Nf3 Nc6 3.d4 cxd4 4.Nxd4 e5 5.Nb5 Nf6 6.N1c3 h6!? 
7.Nd6+ Bxd6 8.Qxd6 Qe7 

13.) Die Admins: Eintritte / Austritte 

Der DESC freut sich, drei neue Mitglieder ganz herzlich begrüßen 
zu können: Gerhard Niebergall, Uwe Zidar und Wolfgang Mueller 
sind eingetreten. Schön, dass Ihr bei uns seid! 

Austritte gab es keine: Eine gute Woche. 



07.) Josef Schmitz: Einzelspiele 

Unser neuer Einzelkämpfer Pol Rubí López ist fündig geworden und 
spielt sein erstes Einzel gegen Frank Neumann. 

Na, wer hat denn sonst noch Lust auf ein Einzelspiel? Übrigens kann 
man a l l e Mitglieder des DESC fragen bzw. zu einem Einzelspiel 
herausfordern. Man braucht dazu nicht auf der Liste der Einzelspieler 
stehen. Also einfach seinen Wunschgegner anschreiben (Mailadresse 
gibt es bei mir). Will sie oder er, dann Info an mich und schon kann 
es los gehen. Alles klar?? 

Zur Anmeldung für 2010 geht’s hier: 
http://www.desc-online.de/turniere/einzel/index.php 

Mehr Info? Eine kurze Mail an josef@desc-online.de  genügt. 



08.) Irres, Wirres und Theoretisches aus der Welt < da draußen > 

Einen hübschen Beitrag über Fernschach und seine Spieler entnahm 
ich kürzlich der SZ, der Sueddeutschen Zeitung; viel Spaß damit! 

Fernschach-Weltmeister Im Spiel ergraut 
07.03.2007, Von Hans Kratzer, 
http://www.sueddeutsche.de/panorama/586/371399/text/ 

Warum zehn Züge in 60 Tagen Stress bedeuten: Andreas Strangmüller 
aus Landshut ist Weltmeister im Fernschach - die Turniere dauern 
mitunter Jahre. 

Rasante Sportarten heben sich dadurch hervor, dass ein Wettkampf oft 
nur zehn Sekunden dauert (100-Meter-Lauf). Auch jenen Disziplinen, 
die sich über 90 Minuten (Fußball) oder gar vier Stunden (Radfahren) 
erstrecken, wird eifriges Interesse entgegengebracht. 
Von einer solchen Dynamik und Anteilnahme können Denksportler 
wie Andreas Strangmüller vom Schachclub Landshut nur träumen. 

Wenn Strangmüller einen Wettkampf beendet hat, ist er nicht nur 
wegen der Anstrengung sichtlich gealtert. Denn schon eine harmlose 
Partie Fernschach kann sich über Wochen und Monate erstrecken. 
Und wer Weltmeister werden will, der muss im Endturnier sogar einige 
Jahre durchhalten. Strangmüller hat dieses Kunststück fertiggebracht. 

Im Januar 2000 ist er in das Qualifikationsturnier eingestiegen, sieben 
Jahre später hat er das Finale als Weltmeister beendet. "Jetzt bin ich 
erst einmal froh, dass ich ein wenig Ruhe habe", sagt der Champion. 

Ob er seinen Titel verteidigen wird, weiß er noch nicht. Denn das 
nächste Turnier beginnt bereits im Mai. Zwar bliebe ihm als 
Titelverteidiger die Qualifikation erspart, aber er wäre dennoch 
wieder auf Jahre hinaus eingespannt. Dabei ist bei dem 37-jährigen 
Angestellten der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung in den 
vergangenen Jahren auf dem weiten Feld des Privatlebens vieles 
unerledigt liegen geblieben. 

Denn Fernschachturniere sind permanent Zeitfresser. "Mehrere 
Stunden pro Tag muss ich auf die Partien verwenden", sagt 
Strangmüller. Schließlich laufen aus Zeitgründen immer mehrere 
Spiele parallel. Das erfordert Disziplin, man muss ja die limitierten 
Bedenkzeiten einhalten - auch wenn die Spielregeln 45 Tage 
Jahresurlaub hergeben. 

Obwohl es wenig populär ist, so hat das Fernschachspiel doch eine 
lange Tradition. Schon 1804 fand die erste bekannte Fernpartie statt, 
und zwar zwischen zwei Offizieren in Den Haag und Breda. Diese 
mussten ihre Züge noch per Brief austauschen. Aber der Fortschritt 
hat auch vor dem Fernschach nicht halt gemacht. Strangmüller spielt in 
der modernen Liga, in der die Züge per Email weitergegeben werden. 

Natürlich pflegt er auch das normale Brettschach, aber "für die 
Bundesliga reicht's bei mir nicht", gibt er freimütig zu. Bei seinen 
Kollegen im Schachclub Landshut ist er wegen einer Schwäche 
berüchtigt. "Er kommt mit der Bedenkzeit nicht hin." Dieses Problem 
hat er beim Fernschach nicht. Während er beim Normalschach für 40 
bis 50 Züge zwei Stunden Zeit hat, darf er sich beim Fernschach für 
zehn Züge 30 bis 60 Tage Zeit lassen. 

Die lange Bedenkzeit schließt Leichtsinnsfehler, wie sie selbst 
Großmeistern unterlaufen, weitgehend aus. Ganz im Gegenteil: 
Die Qualität der Fernpartien steht auf höchstem Niveau. Denn 
Fernschachspieler dürfen alle Hilfsmittel verwenden, derer sie 
habhaft werden können. 

Sie lassen komplizierte Züge vom Computer durchrechnen und 
schlagen alle möglichen Varianten in Schachbüchern nach. Aber 
das reicht nicht, um ein guter Spieler zu werden. "Man muss viele 
klassische Partien nachspielen, diese sind die Grundlage", sagt 
Strangmüller. Doch ob so oder so: "Das Schachspiel ist und bleibt 
unergründlich", sagt der frischgebackene Weltmeister. 
(Sueddeutsche Zeitung vom 7.3.2007) 

- - - 

Kurz vor Ostern, der Frühling kommt, die Röcke werden kürzer, ein 
ganz besonderer Duft umweht das Land: Sag mir, wo die Blumen 
blühen ... Einerseits also die Jahreszeit, andererseits der schon im 
letzten Newsletter begonnene Hinweis auf „das Ding mit ... b5“, alles 
das mündet doch in einen Namen wie Musik: Blumenfeld. 

Ich bitte das auch als Hinweis auf das Thematurnier mit dem Wolga 
Benkö Gambit, siehe oben, zu verstehen: Mitmachen! 

Und dieser Blumenfeld war kein schlechter Spieler, einer der besten 
Moskaus (also vermutlich auch einer der besten Russlands) seiner 
Zeit. Hier streckt er einen am Beginn seiner Karriere stehenden (am 
7.Nov.1886 geborenen) Balten nieder: 

Blumenfeld, Benjamin - Nimzowitsch, Aaron, Berlin 1903 [C45] 
1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.d4 exd4 4.Nxd4 Nf6 5.Nxc6 bxc6 6.Bd3 d5 
7.e5 Ng4 8.0–0 Qh4 9.h3 h5 10.Bf4 Bc5 11.Qd2 Rb8 12.Nc3 Rb4 
13.Bg5 Qg3 14.hxg4 hxg4 15.Rfe1 Rh2 16.Bf1 Rh8 17.Bd3 Rh2 
18.Bf1 Bxf2+ 19.Qxf2 Rh1+ 20.Kxh1 Qxf2 21.Re2 Qg3 22.Rd1 Bf5 
23.Nxd5 cxd5 24.Rxd5 Rb8 25.e6 fxe6 26.Rxf5 Kd7 27.Rf7+ Kc6 
28.Rxe6+ Kb7 29.Kg1 1–0 

Benjamin Blumenfeld wurde am 24.Mai 1884 in Volkovysk in 
Weißrussland geboren, das bald in Russland aufging. Er war ein starker 
Spieler, der 1905/1906 in St.Petersburg den zweiten und dritten Platz 
mit immerhin Akiwa Rubinstein (hinter Gersz „Georg“ Salwe) teilte. 

1907 gelang ihm ein geteilter zweiter und dritter Platz in Moskau, 
diesmal gleichauf mit dem Wiener Georg Marco und hinter dem 
grandiosen Mikail Tschigorin. 1920 wurde er Achter bei der Ersten 
Meisterschaft der UdSSR, die Alexander Aljechin gewann. 

1925 gelang Blumenfeld noch einmal ein großer Erfolg, als er in 
der Moskauer Meisterschaft den zweiten und dritten Platz mit Boris 
Verlinskij teilte, hinter Alexander Sergejew. 

Und er war tatsächlich der Mann, nach dem das heute noch bekannte 
und gespielte Blumenfeld Gambit (1.d4 Nf6 2.c4 c5 3.d5 e6 4.Nf3 b5) 
benannt worden ist. 

Alexander Aljechin kommentierte das so: 
1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nf3 c5 
mit der Absicht, beim nächsten Zug das Blumenfeld-Gambit 
anzuwenden, das nach dem Moskauer Spitzenspieler benannt ist. 
Nach dieser Partie wurde doch festgestellt, dass dieses Gambit für 
Schwarz nicht günstig ist, wenn es von Weiss abgelehnt wird. 
(Alexander Aljechin) 
4. d5 b5!? 
Hier haben wir das Blumenfeld Gegengambit. Die Absicht ist, das 
Zentrum von Weiss erheblich zu schwächen unter Hergabe eines 
schwarzen Bauern (Harry Golombek, Schach-Enzyclopädie). 
5. dxe6 
“Die Annahme des Gambites bewirkt für Schwarz eine sehr starke 
Position im Zentrum (Alexander Aljechin). Der richtige Zug wäre 
Bg5! gewesen. Quelle: der unten noch weiter zu lesende Frank Mayer, 
http://schach-und-kultur.com/?p=1299 

Dus Chotimirski, Fjodor - Blumenfeld, Benjamin Markowitsch, [D45] 
St.Petersburg 1905 
1.d4 e6 2.c4 d5 3.Nf3 Nf6 4.Nc3 c6 5.e3 Ne4 6.Bd3 f5 7.Bxe4 fxe4 
8.Ne5 Qf6 9.O-O Bd6 10.f4 O-O 11.Bd2 Nd7 12.Qh5 Bc7 13.Ne2 Qe7 
14.Rac1 Nxe5 15.fxe5 Bd7 16.Nf4 Rae8 17.a3 a5 18.Qg4 Bb6 
19.c5 Bc7 20.Be1 Rf5 21.Bh4 Qf7 22.Qh3 g5 23.Qg4 Kh8 
24.Bxg5 Rg8 25.Nh3 Bd8 26.Rxf5 exf5 27.Qf4 Bxg5 28.Nxg5 Qg7 
29.h4 h6 30.Kf2 hxg5 31.hxg5 Qh7 32.e6 Be8 33.Qe5+ Rg7 
34.Qb8 Qh4+ 35.g3 Qh2+ 36.Ke1 Qg1+ 37.Kd2 Qf2+ 38.Kd1 Qf1+ 
39.Kd2 Qd3+ 40.Ke1 Qxe3+ 41.Kd1 Qxd4+ 42.Ke2 Qxb2+ 
43.Kd1 Rg8 44.g4 Bh5 45.Qxg8+ Kxg8 46.gxh5 e3 0-1 

Der immer wieder für kurios „recherchierte“ Geschichtchen bekannte 
Hobby-Historiker Frank Meyer, dessen Artikel seltsamerweise auch 
von vielen seriös scheinenden Schachzeitungen (kritiklos) rezipiert 
werden, ließ sich auch zu Blumenfeld herbei: 

„Nach langwierigen Recherchen sind wir leider nicht viel weiter 
gekommen als zu den Angaben, die eigentlich schon bekannt sein 
dürften. Weder war ein Bild von Blumenfeld noch ein Gruppenfoto 
von den Turnieren zu erhalten, an denen er teilnahm. Ausserdem ist 
bis heute noch nicht aufgeklärt, warum das Blumenfeld Gambit 
seinen Namen trägt. 

Es wäre naheliegend gewesen, dass zumindest bei einer von den vielen 
aufgefundenen Blumenfeld-Partien dieses Gambit von ihm angewendet 
worden wäre. Leider Fehlanzeige.“ 

Gut, das kann man ja noch schlucken. Dass es überhaupt kein Bild 
von Blumenfeld geben soll, kann ich mir eigentlich nicht recht 
vorstellen, aber sei's drum. 

Es kommt aber noch viel besser bei Meister Mayer. Er konstruiert 
einen Dialog zweier Schachfreunde. Einer davon enthüllt nun: 

„Ich vermutete es schon und darf es jetzt aussprechen: Es besteht 
nahezu die sichere Annahme, dass es sich bei Blumenfeld um eineiige 
Zwillinge handelte. (...) Aus Moskau höre ich, dass der einzige 
Unterschied darin bestanden habe, dass ihre Augen etwas anders 
waren. 

Der Spezialist für die Eröffnung mit dem Königsbauer hatte “normale” 
Augen, aber der Experte für die Eröffnung mit dem Damenbauer hatte 
das linke Auge auf der rechten Seite und das rechte auf der linken 
Seite. [Das habe ich mehrfach gelesen und noch immer nicht ganz 
verstanden. -rm-] 

Wie mir mitgeteilt wird, rief diese Augenstellung eine besondere 
Anziehungskraft bei Frauen hervor. Es ist eigentlich auch verständlich, 
dass sich das weibliche Geschlecht eher dem Spieler zuneigte, der mit 
dem Damenbauer anzog. 

Das Problem entstand aber bei Turnieren, wenn die Partien nicht mit 
dem Königs- oder Damenbauer begonnen wurden. 

Es kann gut sein, dass wir deswegen bisher kein Foto von Blumenfeld 
gefunden haben wegen der Problematik angesichts einer späterhin 
erfolgten logischen Verwechslung von vertauschten Rollen.” 

Wenn Mayer doch zumindest einen Vermerk machen würde, dass es 
sich hier um einen Scherz handelt ...! In zahlreichen Foren ist dieser 
blanke Unsinn schon als „bare Münze“ rezipiert worden. 

Allerdings: Anscheinend kann man zu Blumenfeld über das Gesagte 
hinaus tatsächlich nichts beitragen. Der Mann scheint eine Art 
„Bielefeld“, die Stadt, die es bekanntlich eigentlich gar nicht gibt, des 
russischen Schachs gewesen zu sein. Und schon die phonetische 
Ähnlichkeit zwischen Bielefeld und Blumenfeld weist uns auf die nun 
doch vollkommen klare Spur ... oder nicht? 
http://schach-und-kultur.com/?p=1299 

Salwe, Georg - Blumenfeld, Benjamin, St.Petersburg 1905 [C12] 
1.e4 e6 2.d4 d5 3.Nc3 Nf6 4.Bg5 Bb4 5.e5 h6 6.exf6 hxg5 7.fxg7 Rg8 
8.Qh5 Qf6 9.Nf3 Qxg7 10.O-O-O Bd6 11.Ne1 g4 12.f3 Nd7 
13.Qh4 Rh8 14.Qxg4 Qh6+ 15.f4 Qxf4+ 16.Qxf4 Bxf4+ 17.Kb1 Rxh2 
18.Rxh2 Bxh2 19.Nf3 Bf4 20.Bd3 c5 21.Bb5 Ke7 22.Bxd7 Bxd7 
23.dxc5 a5 24.Nd4 Rc8 25.Nb3 a4 26.Na5 Rxc5 27.Nxb7 Rc7 
28.Na5 Be5 29.Rd3 Bxc3 30.Rxc3 Rxc3 31.bxc3 Bb5 32.Kc1 Kd6 
33.Kd2 Bf1 34.g3 Kc7 35.c4 Kb6 36.cxd5 exd5 37.Nb3 axb3 
38.axb3 Kc5 39.c3 Bg2 40.Ke3 Be4 41.Kd2 Kd6 42.Ke3 Ke5 
43.b4 Bf5 44.b5  Bd7 45.b6 Bc6 46.Kd3 Bb5+ 47.Kd2 Ba6 
48.Ke3 Bb7 49.Kd3 Kf5 50.Kd4 Kg4 51.Ke5 Kxg3 52.Kd6 f5 
53.Kc7 Ba6 54.Kb8 f4 55.Ka7 f3 56.Kxa6 f2 57.b7 f1=Q+ 0-1 

Es gibt ja manchmal Namen, die man einfach toll findet. Ganz oben 
auf meiner Hitliste steht jedenfalls Eugene  Snosko-Borowskij: 

Blumenfeld – Snosko-Borowskij,  St.Petersburg 1905 [C10] 
1.e4 e6 2.d4 d5 3.Nc3 dxe4 4.Nxe4 Nf6 5.Bd3 Be7 6.Bg5 Nxe4 
7.Bxe7 Qxe7 8.Bxe4 Qb4+ 9.c3 Qxb2 10.Ne2 c6 11.O-O Nd7 
12.Qd3 Nf6 13.Ng3 Qa3 14.f4 O-O 15.Rf3 Re8 16.Qe2 Qd6 
17.Bc2 Bd7 18.Qd3 g6 19.Qe3 Rac8 20.Qe5 Qe7 21. Re1 c5 
22.f5 Bc6 23.fxg6 Bxf3 24.gxh7+ Nxh7 25.Bxh7+ Kxh7 
26.gxf3 Qh4 27. Re4 Qh6 28.Nh5 Rg8+ 29.Rg4 Rg6 30.Rxg6 Qxg6+ 
31.Kf2 f5 32.Nf4 Qg5 33.Nxe6 Qd2+ remis 

Magath gegen van Gaal, das ist wie Kasparow gegen Karpow, 
bloß ohne Schach. 
"11 Freunde Magazin für Fussball Kultur" http://www.11freunde.de/ 

Rubinstein - Blumenfeld, Benjamin, St.Petersburg-ch 1906, [D04] 
1.d4 d5 2.Nf3 Nf6 3.e3 Bf5 4.c4 e6 5.Qb3 Nc6 6.c5 Rb8 7.Bb5 Be7 
8.Ne5 O-O 9.Bxc6 bxc6 10.Nxc6 Rxb3 11.Nxd8 Rb8 12.Nc6 Rbe8 
13.Nc3 Nd7 14.b4 Bf6 15.a4 e5 16.Nxd5 Be4 17.Nxf6+ gxf6 
18.Nxa7 c6 19.f3 Ra8 20.fxe4 Rxa7 21.d5 Rd8 22.O-O 1-0 

Es gibt Spieler wie Lionel Kieseritzky oder Johann Hermann Bauer, 
derer man sich zumeist erinnert, weil sie in einer tollen Opferpartie das 
Opfer ... der unterlegene Spieler waren. Bei Blumenfeld ist das etwas 
anders, aber die folgende Partie gehört eben doch ein wenig in diese 
Kategorie; und sie zeigt uns auch, warum heute zwar noch das Gambit 
des Meister Blumenfeld mehr oder weniger bekannt ist, weniger aber 
eine Erinnerung an ihn selbst in der Schachwelt fortlebt. 

Blumenfeld - Aljechin, Moskau ch (02) 1908 [C41] 
1.e4 e5 2.Nf3 d6 3.d4 Nd7 4.b3 c6 5.Bb2 Qc7 6.Nbd2 Ne7 7.Be2 Ng6 
8.0–0 Be7 9.a4 0–0 10.Nc4 Rd8 11.Qc1 Nf4 12.Re1 Nxe2+ 13.Rxe2 f6 
14.Nh4 Nf8 15.Ne3 Ne6 16.dxe5 dxe5 17.Nhf5 Bb4 18.c3 Nf4 
19.Rd2 Bxf5 20.Nxf5 Bc5 21.b4 Bf8 22.Rxd8 Rxd8 23.Qc2 Qd7 
24.Rf1 Qd3 25.Qb3+ Kh8 26.Ng3 h5 27.Bc1 h4 28.Bxf4 exf4 
29.Nf5 h3 30.Qe6 hxg2 31.Kxg2 f3+ 32.Kg1 Qxf1+ 33.Kxf1 Rd1# 0–1 

Und auch gegen einen anderen ganz Großen konnte Blumenfeld 
jedenfalls in dieser Begegnung nicht bestehen: 

Blumenfeld – Botwinnik, UdSSR 1931 [ECO "B20"] 
1.e4 c5 2.c4 Nc6 3.f4 g6 4.Nf3 Bg7 5.Nc3 e6 6.b3 Nge7 7.Bb2 d5 
8.e5 b6 9.d4 cxd4 10.Nb5 O-O 11.Nfxd4 Nxd4 12.Bxd4 Nf5 
13.Bf2 Bb7 14.g4 Nh4 15.Nd6 Bc6 16.g5 dxc4 17.Bxh4 Bxh1 
18.Bxc4 Qe7 19.Qg4 Bd5 20.Rd1 Rad8 21.Bxd5 exd5 22.Rxd5 Bxe5 
23.fxe5 Rxd6 0-1 
Quelle: http://www.chessgames.com/perl/chessplayer?pid=20462 

Das Blumenfeld Gambit gilt heutzutage den einen als dubios und den 
anderen als doch noch ausreichend; jedenfalls wurde es vom Benko 
Gambit überschattet, ohne aber widerlegt zu sein. 

Wenn Du nicht gerade gegen Anand antreten musst, ist es gut spielbar. 
Das Blumenfeld Gambit ist dem Benkö Gambit sehr ähnlich. 

1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nf3 c5 4.d5 b5!? Hingegen funktioniert der Benkö 
so:  1.d4 Nf6 2.c4 c5 3.d5 b5 

Der Unterschied ist hier, dass der schwarze e-Bauer noch nicht 
gezogen hat und genau das gilt für Schwarz als deutlich besser. Zwar 
hilft Blumenfelds -e6 dabei, rasch -d5 durchzusetzen, wenn Weiß das 
Gambit akzeptiert, aber leider muss er das nicht tun. Als bester Zug 
gegen Blumenfeld gilt 5.Bg5 mit der Fesselung des Springers auf f6. 

Fuehrende Theoretiker bestaetigen Schwarz genuegend Kompensation 
bei Annahme des Opfers. Bei richtiger Ablehnung soll Weiss jedoch 
Vorteil in Aussicht haben. 

5.dxe6 

[5.Bg5 soll das Beste sein. exd5 6.cxd5 h6 7.Bxf6 Qxf6 8.Qc2 c4! 
9.e4 Bb4+ 10.Nc3 O-O nach Bukic - Ljubojevic] 

[5.e4 ein originelles Gegenopfer von Rubinstein 5. ... Nxe4 
6.dxe6 fxe6 7.Bd3 Nf6 8.Ng5 bxc4 (8...Qe7 nach Euwe die richtige 
Verteidigung 9.cxb5 Bb7 10.O-O g6) 9.Bxh7 Nxh7 10.Qh5+ und 
gewinnt] 

5...fxe6 6.cxb5 d5 7.e3 folgte in der Stammpartie 

[7.g3 und auch 7.Bg5 werden heute als staerker angesehen.] 

7...Bd6 8.Nc3 Bb7 9.Be2 O-O 10.b3 Nbd7 11.Bb2 Qe7 
mit kompensierenden Raumvorteil fuer Schwarz 
http://www.sk-kaltenkirchen.de/chesschool/openings/b6.htm 


Es gibt eine berühmte Partie, in der Weiß anders verfuhr und das war 
auch gleich die Uraufführung des Gambits: 

Tarrasch – Aljechin, Bad Pistyan 1922 
1.d4 Nf6 2.Nf3 e6 3.c4 c5 4.d5 b5 5.dxe6 fxe6 6.cxb5 d5 7.e3 Bd6 
8.Nc3 0–0 9.Be2 Bb7 10.b3 Nbd7 11.Bb2 Qe7 12.0–0 Rad8 13.Qc2 e5 
14.Rfe1 e4 15.Nd2 Ne5 16.Nd1 Nfg4 17.Bxg4? Nxg4 18.Nf1 Qg5 
19.h3 Nh6 20.Kh1?! Nf5 21.Nh2? d4! 22.Bc1 d3 [22...Ng3+!] 
23.Qc4+ Kh8 24.Bb2 Ng3+ 25.Kg1 Bd5 26.Qa4 Ne2+ 27.Kh1 Rf7 
28.Qa6 h5 29.b6 Ng3+ 30.Kg1 axb6 31.Qxb6 Ne2+ 32.Kh1 Ng3+ 
33.Kg1 d2 34.Rf1 Nxf1 35.Nxf1 Be6 36.Kh1 Bxh3 37.gxh3 Rf3 
38.Ng3 h4 39.Bf6 Qxf6 40.Nxe4 Rxh3+ 0-1 
http://www.chess.com/article/view/brother-of-the-benko---the-blumenfeld-gambit-part-1 

- - - 

Eine traurige Nachricht von Dagobert Kohlmeyer erreichte uns 
gestern über den Deutschen Schachbund: 

********************************* 
Wassili Smyslow (1921 - 2010) 
********************************* 

Wassili Smyslow ist tot. Der 7. Weltmeister der Schachgeschichte 
starb in der Nacht zum Samstag mit 89 Jahren in Moskau. Erst am 
Mittwoch hatte der letzte noch lebende Champion des 20. Jahrhunderts 
Geburtstag. 

Smyslow spielte drei WM-Matches mit seinem Landsmann Michail 
Botwinnik. 1957 eroberte er die Schachkrone, aber ein Jahr später 
verlor er den Titel wieder. Dennoch gehörte der Moskauer über 
Jahrzehnte hinweg zur absoluten Weltspitze. 

Mit knapp 63 Jahren spielte er noch ein Kandidatenfinale gegen 
Garri Kasparow. 

Neben Viktor Kortschnoi ist Smyslow das markanteste Beispiel dafür, 
dass man Schach bis ins hohe Alter auf höchstem Niveau spielen kann. 
http://www.schachbund.de/news/article.html?article_file=1269794633.txt 

Smyslow – Reshevsky, Den Haag/Moskau,WCh 22.1.1948 [C75] 
1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bb5 a6 4.Ba4 d6 5.c3 Nge7 6.d4 Bd7 7.Bb3 h6 
8.Nbd2 Ng6 9.Nc4 Be7 10.0–0 0–0 11.Ne3 Bf6 12.Nd5 Re8 
13.dxe5 Bxe5 14.Nxe5 dxe5 15.Qf3 Be6 16.Rd1 Bxd5 17.Rxd5 Qe7 
18.Qf5 Nf8 19.Be3 Ne6 20.Rad1 Red8 21.g3 Rd6 22.Rxd6 cxd6 
23.Qg4 Kh8 24.Bb6 Nb8 25.Bxe6 fxe6 26.Qh4 Qd7 27.Qd8+ Qxd8 
28.Bxd8 Nd7 29.Bc7 Nc5 30.Rxd6 Rc8 31.Bb6 Na4 32.Rxe6 Nxb2 
33.Rxe5 Nc4 34.Re6 Nxb6 35.Rxb6 Rxc3 36.Rxb7 Rc2 37.h4 Rxa2 
38.Kg2 a5 39.h5 a4 40.Ra7 Kg8 41.g4 a3 42.Kg3 Re2 43.Kf3 Ra2 
44.Ke3 Kf8 45.f3 Ra1 46.Kf4 a2 47.e5 Kg8 48.Kf5 Rf1 49.Rxa2 Rxf3+ 
50.Kg6 Kf8 51.Ra8+ Ke7 52.Ra7+ 1-0 

Botwinnik – Smyslow, WCh, Moskau (14), 15.1.1954 [E67] 
1.d4 Nf6 2.c4 g6 3.g3 Bg7 4.Bg2 0–0 5.Nc3 d6 6.Nf3 Nbd7 7.0–0 e5 
8.e4 c6 9.Be3 Ng4 10.Bg5 Qb6 11.h3 exd4 12.Na4 Qa6 13.hxg4 b5 
14.Nxd4 bxa4 15.Nxc6 Qxc6 16.e5 Qxc4 17.Bxa8 Nxe5 18.Rc1 Qb4 
19.a3 Qxb2 20.Qxa4 Bb7 21.Rb1 Nf3+ 22.Kh1 Bxa8 23.Rxb2 Nxg5+ 
24.Kh2 Nf3+ 25.Kh3 Bxb2 26.Qxa7 Be4 27.a4 Kg7 28.Rd1 Be5 
29.Qe7 Rc8 30.a5 Rc2 31.Kg2 Nd4+ 32.Kf1 Bf3 33.Rb1 Nc6 0-1 

Smyslow – Karpow, UdSSR ch, Leningrad 1971 [D41] 
1.c4 c5 2.Nf3 Nf6 3.Nc3 d5 4.cxd5 Nxd5 5.e3 e6 6.d4 cxd4 7.exd4 Be7 
8.Bd3 0–0 9.0–0 Nc6 10.Re1 Nf6 11.a3 b6 12.Bc2 Bb7 13.Qd3 Rc8 
14.Bg5 g6 15.Rad1 Nd5 16.Bh6 Re8 17.Ba4 a6 18.Nxd5 Qxd5 
19.Qe3 Bf6 20.Bb3 Qh5 21.d5 Nd8 22.d6 Rc5 23.d7 Re7 24.Qf4 Bg7 
25.Qb8 Qxh6 26.Qxd8+ Bf8 27.Re3 Bc6 28.Qxf8+ Qxf8 29.d8Q 1-0 
http://www.chessgames.com/perl/chessplayer?pid=14676 

- - - 

Einige aktuelle Partien der letzten Tage zum Schluss: 

Vavrak (2470) - Mikhalevski (2611), Österr. Buli 28.03.2010 [A57] 
1.d4 Nf6 2.c4 g6 3.g3 c5 4.d5 b5 5.Bg2 d6 6.e4 bxc4 7.Qa4+ Nbd7 
8.Bd2 Qb6 9.Bc3 Bg7 10.Nd2 0–0 11.Nxc4 Qa6 12.Qxa6 Bxa6 
13.Na5 Ng4 14.Bxg7 Kxg7 15.f3 Nge5 16.Ne2 Nd3+ 17.Kd2 Nxb2 
18.Rhb1 Rfb8 19.Nc6 Rb6 20.Nc1 e6 21.Kc3 Na4+ 22.Kd2 exd5 
23.exd5 Nf6 24.f4 Nb2 25.Na5 Re8 26.Bf3 Nc4+ 27.Nxc4 Bxc4 
28.Rxb6 axb6 29.Rb1 b5 30.Be2 Bxe2 31.Nxe2 Nxd5 32.Rxb5 Rxe2+ 
0–1 

Adams,Michael (2704) - Conquest,Stuart (2551) 28.03.2010 [B27] 
1.e4 c5 2.Nf3 g6 3.c3 Bg7 4.d4 cxd4 5.cxd4 d5 6.e5 Nh6 7.h3 Nc6 
8.Bb5 0–0 9.0–0 Bd7 10.Nc3 Na5 11.Bd3 Kh8 12.Re1 Rc8 
13.Bf4 Nc4 14.Qc1 Ng8 15.b3 Nb6 16.Qd2 Rc6 17.a4 Bf5 18.Bb5 Rc8 
19.Rac1 Na8 20.h4 Nc7 21.Bd3 Bxd3 22.Qxd3 Qd7 23.Ne2 Nh6 
24.Qd2 Nf5 25.h5 gxh5 26.Qd3 Na6 27.Bd2 h4 28.Nf4 Nc7 29.Ng5 e6 
30.Nh5 Qe7 31.Nf3 h6 32.b4 Rfd8 33.b5 Ne8 34.Kh2 Bf8 35.Rc3 Rxc3 
36.Qxc3 Qa3 37.Qc2 Be7 38.Rd1 Rd7 39.Qc8 Rd8 40.Qxb7 Qxa4 
41.Rc1 Kg8 42.Bxh6 Ba3 43.Rc8 Rxc8 44.Qxc8 Nxh6 45.Qxe8+ Bf8 
46.Nf6+ Kg7 47.b6 Qa6 48.Nd7 Bb4 49.Qd8 Ng4+ 50.Kh3 Nxf2+ 
51.Kxh4 Ne4 52.Nf6 1–0 

Wolokitin (2687) - Beljawskij (2657), Österr. Buli 27.03.2010 [C41] 
1.e4 d6 2.d4 Nf6 3.Nc3 e5 4.Nf3 Nbd7 5.Bc4 Be7 6.0–0 0–0 7.a4 c6 
8.Re1 a5 9.b3 exd4 10.Nxd4 Nb6 11.Bd3 Nfd7 12.Ba3 Nc5 13.Bf1 Re8 
14.Qd2 Bf8 15.g3 Bd7 16.Bg2 Qc8 17.Re3 Bh3 18.Bh1 Nbd7 
19.Nde2 Ne5 20.Nf4 Bg4 21.Bg2 Qc7 22.h3 Bd7 23.Nh5 Rad8 
24.f4 Ng6 25.Rae1 Qb6 26.Qf2 Na6 27.Na2 Nb4 28.Nxb4 axb4 
29.Bc1 d5 30.exd5 Bc5 31.Kh2 Nf8 32.f5 cxd5 33.Qf4 Bxe3 
34.Rxe3 Bxf5 35.Qxf5 Rxe3 36.Qg5 Rxg3 37.Qxg3 Qg6 38.Qe5 Rc8 
39.Nf4 Qxc2 40.Bb2 f6 41.Qxd5+ Kh8 42.Qxb7 Rd8 43.Qe7 Rc8 
44.Bd4 Ng6 45.Nxg6+ hxg6 46.Qxb4 Qc7+ 47.Kh1 Qf4 48.Bc5 Qg3 
49.a5 Qg5 50.Bf2 Qe5 51.a6 Rc1+ 52.Bg1 Qe3 53.Qh4+ Kg8 54.Qc4+ 
1–0 

Buhmann (2591) - Ribli (2553), Österr. Buli 28.03.2010 [D17] 
1.Nf3 Nf6 2.c4 c6 3.d4 d5 4.Nc3 dxc4 5.a4 Bf5 6.Ne5 Nbd7 
7.Nxc4 Qc7 8.g3 e5 9.dxe5 Nxe5 10.Bf4 Nfd7 11.Bg2 g5 
12.Bxe5 Nxe5 13.Qd4 f6 14.Ne3 Bg6 15.a5 a6 16.Ne4 Rd8 
17.Qc3 Qe7 18.0–0 Bxe4 19.Bxe4 Qb4 20.Bf5 Kf7 21.Ra3 Qxc3 
22.Rxc3 Bb4 23.Rb3 c5 24.Be4 Nc6 25.Bxc6 bxc6 26.Nc2 Rhe8 
27.e3 Bxa5 28.Ra1 Rd2 29.Rxa5 Rxc2 30.Rxa6 Rd8 31.Rc3 Rxb2 
32.Rxc5 Rdd2 33.Rf5 Rbc2 remis 


- Ralf Mulde - 

Zuletzt geändert am 08.10.2011