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Newsletter-Archiv



Newsletter-Archiv des DESC

Newsletter 2010-03-01

 

Newsletter des DESC ... Nr. 09 / 2010,  Montag, 01. März 2010 
http://www.desc-online.de/ : Redaktion R.Mulde: mulde@pop.ms 
- - . - - . - - . - - . - - . - - . 

01.) Dein Mannschafts Open 2010 des DESC! Mach mit! 
02.) Josef Schmitz: Finanzministerium. Der Admin. 
03.) Friedrich Irmer: Die Pyramide: Immer noch kein Remis 
04.) Meisterschaft 2007: Friedrich Irmer überragte im Hauptturnier 
05.) Josef Schmitz: Mannschaftspyramide 
06.) Winfried Verbesek: Ein König der Fünfer unter 1800 
07.) Josef Schmitz: Gardeschweizer 
08.) Die Admins: Eintritte / Austritte 
09.) Josef Schmitz: Einzelspiele 
10.) Irres, Wirres und Theoretisches aus der Welt < da draußen > 

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Leider nicht zu ändernder Redaktionsschluss ist Sonntag um 20:00 h. 
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01. Die Admins: Dein Mannschafts Open 2010 des DESC ! 

Es sind nur 18 Tage bis zum Anmeldeschluss ... hast Du schon Dein 
Team für das 11.DESC Mannschaftsopen (Mop2010) angemeldet ?! 

Spätestens  b i s  zum 19.März 2010 meldest Du Dich und Dein Team 
per e.mail an Dein Turnierbüro, turnierbuero@desc-online.de 

Deine Anmeldung muss  u n b e d i n g t  folgendes a-c beinhalten: 

a) den Name der Mannschaft 
b) die Namen, Vorname und auch die e.mail Adressen (achnee ...!) 
aller vier Spieler plus Kapitän und 
c) natürlich die Reihenfolge der Spieler beinhalten; 

d) die Angabe des aktuellen Ratings wäre eine freundliche Zugabe, 
die bei der Einteilung der Teams helfen wird, die aber natürlich nicht 
Bedingung für die Anmeldung ist. 

Wie immer besteht ein Team aus vier Spielern und es wird mit der 
im DESC üblichen Bedenkzeit von 10 Zügen in 30 Tagen gespielt. 

Je nach Größe der Gruppe sind in der Vorrunde (nur darüber reden 
wir hier) lediglich drei bis fünf Partien gleichzeitig zu spielen, also 
kein Problem für Dich. 

Wenn es etwas zu fragen geben sollte, auch, wenn in einem Team noch 
ein Spieler fehlen sollte, e.mail an Ralf Rennert: ralf@desc-online.de 

Ausgelost wird am 20.März 2010 und nach Versand der Paarungen an 
die Team-Kapitäne kann auch gleich losgezogen werden; offiziell 
beginnen die Partien (und damit die Bedenkzeit) am 1.April 2010. 

Sollte jemand mitmachen wollen, aber noch kein Team haben, ist der 
andere Ralf, der Mulde, Dein bester Ansprechpartner: mulde@pop.ms 

Melde Dich jetzt beim Turnierbüro an, turnierbuero@desc-online.de ! 



02. Josef Schmitz: Finanzministerium. Der Admin. 

Eine freudige Nachricht: 

Die Sieger der Mannschaftopen 2003 bis 2006 haben diesr Tage ihre 
wohlverdienten Pokale erhalten. Ebenso erging es den Siegern und 
den Platzierten im Pokalwettbewerb 2002, 2004 und 2005. 



03.) Friedrich Irmer: Die Pyramide: Immer noch kein Remis 

P2009.097: Veit Griesche (Eb.15) -  Wolfgang Grimm (Eb.10)  1:0 

Frei nach dem Landesmotto "Wir können alles, außer Hochdeutsch" 
gewann Veit seine erste Partie in der Pyramide und stieg damit auf 
Ebene 10 auf. Und fast unnötig zu erwähnen - beide lieferten eine 
fehlerfreie Notation ab. 

Veit macht natürlich gleich weiter auf seinem Weg nach oben --- und 
nach einer halben Stunde zähen Verhandelns (etwa in der Form 
"Herausforderung" - "gerne") steht auch seine nächste Partie fest: 

P2010.023: Veit Griesche (Ebene 10) - Peter Bieker (Ebene 6). 
Spielbeginn ist der 09.03.2010. [Uhrzeit? Eintritt? -rm-] 

Wieder einmal Lust auf eine Pyramidenpartie hatte Michael Koenig 
(Ebene 13). Und so forderte er Frank Neumann auf Ebene 11 zur 
Partie P2010.025 ab dem 08.03.2010 heraus. 

Und Frank, wohl weil er gerade dabei war, forderte nun seinerseits 
Volkmar Luecke zur Partie P2010.024 ab dem 08.03.2010 heraus. 

Das folgende werden Michael und Frank mit interesse hören: 
P2009.068: Volkmar Luecke (Eb.10) : Dietmar Schneider (Eb.7) 1:0 

Volkmar Luecke hat also auch seine zweite Partie in der Pyramide 
gewonnen. Dietmar Schneider musste wegen Maschinenschadens 
leider die Box auf Ebene 10 ansteuern. Volkmar steigt auf Ebene 7 
und erreicht damit Regionen, in denen man auf den nächsten Gegner 
warten muss. [Die sog. „Oasen Position“. -rm-] 


Unter den Geburtstagskindern sind heute neben 

+ Alton Glenn Miller (* 1. März 1904 - "In The Mood") und 
+ James David Graham Niven (* 1. März 1910; der einzig wahre 
James Bond in "Casino Royal") auch zwei weniger bekannte 
Schachmeister: 

Erich Cohn (* 1. März 1884 in Berlin) und Harry Golombek 
(* 1. März 1911 in London). 

Erich Cohn studierte zunächst Literatur und Kunstgeschichte, dann 
Medizin, wurde Arzt und dann schließlich doch Schachprofi. In den 
Jahren 1906 und 1910 gewann er die Berliner Meisterschaft. 

In seinem ersten Meisterturnieren Nürnberg 1906 errang Cohn einen 
Achtungserfolg (er wurde 8. vor Tarrasch, Snosko-Borowski, [das 
ist neben Dus-Chotimirski einer meiner Lieblingsnamen! -rm] Vidmar 
und Spielmann). 

In Ostende 1907 und in Breslau 1912, spielte Cohn die erste Hälfte 
ganz vortrefflich und fiel in der zweiten gänzlich ab. [Besser als ganz 
schlecht zu beginnen und dann schwächer zu werden. -rm-] 

In Zweikämpfen besiegte er ebenfalls 1906 Horatio Caro [das ist nicht 
der mit dem Kaffee; das ist der mit dem Kann. -rm-] in Berlin 5,5 : 1,5 
(+5, -1, =1), unterlag in München 1909 Rudolf Spielmann mit 1,0 : 2,0 
(+1, -2, =0) und 1909 in Berlin Eduard Lasker mit 1:3 (+1, -3, =0). 

Mehrmals beteiligte sich Cohn an den Berliner „Quartett“ Turnieren 
mit 4 Teilnehmern. Hier belegte er 1909 mit Teichmann den geteilten 
ersten Platz (vor Spielmann und von Bardeleben); 1910 wurde Cohn 
Zweiter hinter Teichmann. 

Im Jahr 1912 gelang Cohn zusammen mit Réti in Abbazia ein dritter 
Platz und in Stockholm belegte er hinter Aljechin den zweiten Rang. 
1914 gewann er letztmals zusammen mit Spielmann das Berliner 
Meisterturnier. 

Erich Cohn fiel 1918 während des Ersten Weltkrieges bei Kämpfen an 
der Westfront in Frankreich. 

Und wie immer, eine Partie Königsgambit, in der er zeigt, 
wie Fehler (12. ... Lb6) sofort und unerbittlich bestraft werden: 

[Site "Abbazia"] 
[Date "1912"] 
[Result "1-0"] 
[White "Cohn, Erich"] 
[Black " Nyholm, Gustaf"] 

1.e4 e5 2.f4 exf4 3.Bc4 Nf6 4.Nc3 Nc6 5.Nf3 Bb4 6.Nd5 O-O 
7.O-O Nxe4 8.d4 Ba5 9.Bxf4 d6 10.c3 Be6 11.Qc2 f5 12.b4 Bb6 
13.Nxb6 1-0 


Harry Golombek siegte 1947, 1949 und 1955 in der britischen 
Meisterschaft. Zwischen 1935 und 1962 nahm er an nicht weniger als 
neun Schacholympiaden teil und war der erste britische Schachspieler, 
der sich für ein Interzonenturnier qualifizieren konnte (1952). 

Dafür erhielt er 1950 von der FIDE den Titel Internationaler Meister; 
1985 wurde er zum Großmeister ehrenhalber ernannt. Mehr als 
40 Jahre lang arbeitete Golombek für die FIDE in deren Kommission 
für Regelfragen. Häufig kam er auch als internationaler Schiedsrichter 
zum Einsatz, unter anderem bei sechs WM-Kämpfen. 

Von 1945 bis 1989 war er Schachkorrespondent für The Times. Von 
1938 bis 1940 arbeitete er als Editor des British Chess Magazine, in 
den 1960er und 1970er Jahren als ausländischer Berichterstatter für 
diese Zeitschrift. Er veröffentlichte mehr als 30 Bücher, "Reti's Best 
Games" und "Capablanca's Best Games" und das im englischen 
Sprachraum bekannte Lehrbuch "The Game of Chess" bei Penguin. 

Während des zweiten Weltkriegs arbeitete er unter der Leitung von 
Alan Turing in der „Hut Eight“, in der sich die britischen Codeknacker 
speziell mit der Entzifferung von Funksprüchen [Stichwort: Enigma 
-rm-] der deutschen Kriegsmarine befassten. 

In ruhigen Momenten spielte er dort mit Alan Turing Schach. Er gab 
dem großen Computerpionier eine Dame vor und gewann trotzdem 
noch. 1966 wurde Golombek von Königin Elisabeth II. mit dem Titel 
„Order of the British Empire“ geehrt - nicht für seine Tätigkeit in 
Bletchley Park, sondern für seine Verdienste um das Schachspiel. 

[Dort fand sich als Codeknacker fast eine ganze Schach GM-Liga 
zusammen; vielleicht an anderer Stelle einmal mehr darüber. -rm-] 

Zum Abschluss eine der interessantesten Partien Golombeks - 
ausnahmsweise mal Holländische Verteidigung (Leningrader 
Variante) aus einem seiner letzten internationalen Turniere in 
Kecskemet 1968, in der er nicht nur einen Großmeister besiegte, 
sondern in dem der Großmeister sich trotz dreier Mehrbauern nicht 
durchsetzen konnte: 

[Site "Kecskemet"] 
[Date "1968.??.??"] 
[Result "1-0"] 
[White " Golombek, Harry"] 
[Black " Gufeld, Eduard"] 
1.Nf3 f5 2.d4 g6 3.g3 Nf6 4.Bg2 Bg7 5.0–0 0–0 6.c4 d6 7.Nc3 Nc6 
8.h3 a6 9.Be3 h6 10.Rc1 g5 11.d5 Ne5 12.Nxe5 dxe5 13.c5 Kh8 
14.Qb3 Qe8 15.Qb4 f4 16.Bd2 Qh5 17.h4 gxh4 18.gxf4 h3 19.Bf3 Bg4 
20.Be4 Bxe2 21.Nxe2 Qxe2 22.Rce1 Qg4+ 23.Kh1 a5 24.Qc4 exf4 
25.Rg1 Qh4 26.Bc3 Qxf2 27.Re2 Qh4 28.Bf3 Ne8 29.Rg4 Qh5 
30.Rxf4 Qxf3+ 31.Rxf3 Rxf3 32.Rxe7 Bxc3 33.bxc3 Nf6 34.d6 cxd6 
35.cxd6 Rg8 36.d7 b5 37.Qxg8+  1-0 



04. Michael Schirmer: Meisterschaft 2007: 
Friedrich Irmer überragte im Hauptturnier 

Das Finale im Hauptturnier der Meisterschaft 2007 ist beendet. 

Überlegener Sieger wurde mit einem 100% Ergebnis Friedrich Irmer ! 

Alle Partien in einem Finale zu gewinnen ist nicht nur eine starke 
Leistung, sondern das wird ihm wohl auch in Zukunft kaum einer 
nachmachen. Zu übertreffen ist diese Leistung in jedem Falle nicht ;-)) 

Die Silbermedaille holte sich Juergen Mack mit 6,5 Punkten. Andere 
Finalturniere hätte er mit dieser Punktzahl gewonnen, aber hier stand 
ihm Goliath Friedrich im Wege ;-) Auf jeden Fall auch eine starke 
Leistung von Juergen! 

Sehr gefreut habe ich mich über den Bronze-Rang. Burghard Rusack 
ist ein regelmäßiger Teilnehmer nicht nur am Hauptturnier an sich, 
sondern auch am Finale. Nur Burghard und Armin Kapfenstein ist es 
bisher gelungen, dreimal das Finale des Hauptturniers zu erreichen. 
Zum ersten Mal ist ihm jetzt der Sprung aufs Treppchen gelungen! 

MH2007 / Finaaaaaale 2009 
1.) Irmer, Friedrich .......... 8.0 Pkt. 
2.) Mack, Juergen ............. 6.5 Pkt. 
3.) Rusack, Burghard .......... 5.0 Pkt. 
4.) Liebeskind, Rolf-Dieter ... 4.5 Pkt. 
5.) Ganzer, Michael ........... 4.0 Pkt. : 9.50 S/B 
6.) Martins, Karin ............ 4.0 Pkt. : 9.00 S/B 
7.) Brinkaemper, Maik ......... 2.0 Pkt. 
8.) Hachenthal, Manfred ....... 1.5 Pkt. 
9.) Herbert, Martin ........... 0.5 Pkt. 

Herzlichen Glückwunsch noch einmal an die Medaillengewinner, aber 
auch an alle platzierten Spieler für ihren Einsatz! 

Euch allen weiterhin viel Spaß und Erfolg bei Euren Partien im DESC 
und hoffentlich auf ein Wiedersehen in den Meisterschafts-Turnieren! 

Herzliche Grüße Michael 

[So wünscht sich die Redaktion einen Turnierbericht! Danke!!! -rm-] 

Und, was soll Mulde sagen; der Fan des Königsgambits und Wächter 
der Pyramiden war auch in der entscheidenden Partie wegen seines 
Rufes nun geradezu gezwungen, Rudi Spielmann auf den Pfaden des 
Königsgambits zu folgen ... eigentlich folgte er mehr und bis zum 
14.Zug Klaus Binder vs Helmut Hirscheider, DESC 2001, 0-1 (32). 

Irmer,Friedrich – Mack,Juergen, MH2007 / Finaaaale [C39] 
1.e4 e5 2.f4 exf4 3.Nf3 g5 4.h4 g4 5.Ne5 Nf6 6.d4 d6 7.Nd3 Nxe4 
8.Bxf4 Bg7 9.c3 0–0 10.Nd2 Re8 11.Be2 Qe7 12.Nxe4 Qxe4 
13.Kf2 Nc6 14.Re1 Qg6 15.Kg1 Bf5 16.Nf2 h5 17.Qd2 Bf6 
18.Bg3 Re7 19.Bc4 Rb8 20.Nd3 Rxe1+ 21.Rxe1 Qh7 22.Nf4 Ne7 
23.Qf2 Kg7 24.a4 a6 25.a5 Rd8 26.Rf1 Qh6 27.Nd5 Nxd5 
28.Bxd5 Bd3 29.Rd1 Qg6 30.Bxb7 Re8 31.Qd2 Bc2 32.Rf1 Bd3 
33.Rf2 Rb8 34.Bc6 Bb5 35.Bd5 Re8 36.Qf4 Re1+ 37.Kh2 Re7 
38.b4 Bd3 39.Qd2 Re8 40.Bb3 Re7 41.Qf4 Re4 42.Qd2 Re7 
43.Bd5 Re8 44.Qc1 Re7 45.Qf4 Be2 46.Ba2 Bd3 47.b5 Re4 
48.Qc1 Re7 49.bxa6 Re8 50.a7 Ra8 51.Qb2 Rxa7 52.Qb8 Rxa5 
53.Qxc7 Ra8 54.Bd5 Re8 55.Qxd6 Bf5 56.Qf4 Bd3 57.c4 Re7 
58.Qd6 Bf5 59.Rf4 Re8 60.Qc7 Re7 61.Qa5 Be4 62.Rxf6 Qxf6 
63.Bxe4 Kh6 64.Qd5 Re8 65.c5 Rd8 66.Qf5 1–0 ... Pyramidär! 



05. Josef Schmitz: Mannschaftspyramide 

Nach langer Zeit sind mal wieder ein paar Spiele zu Ende gegangen. 
Die Pyramide steht aber noch! 

Siehe unter 
http://www.desc-online.de/turniere/mannschaftspyramide/mpystart.php 
und dort bei „neueste Ergebnisse“ ! 



06. Winfried Verbesek: Ein König der Fünfer unter 1800 

Es ist geschafft, das Turnier FU051 ist beendet! 
Es ergibt sich folgender Endstand : 

1.) Koenig, Michael .... 4,0 Pkt. : 6,0 S/B 
2.) Rey, Dieter ........ 2,5 Pkt. : 2,5 S/B 
3.) Moritz, Gerd ....... 2,0 Pkt. : 2,0 S/B 
4.) Neumann, Frank ..... 1,5 Pkt. : 1,0 S/B 
5.) Werner, Guenther ... 0,0 Pkt. : 0,0 S/B 

Zu diesem Turnier sind nur zwei Bemerkungen zu machen: 

1. Leider war ein weiterer stillschweigender Rücktritt zu konstatieren 
2. Die Remisquote der Partien blieb mit 20% angenehm niedrig. 

Schachfreund Michael Koenig gelang ein überzeugender Sieg, zu dem 
ich ihm herzlich gratuliere. Nicht zuletzt war dies in diesem Turnier 
seinen nicht auftretenden Zeitproblemen geschuldet. Er hat sich einen 
Startplatz in einem U-1800er Siegerturnier erkämpft, zu dem er noch 
eingeladen werden wird. 

Ich wünsche Euch allen weiterhin viel Freude & Erfolge beim Spielen 
im DESC. Vergesst nicht, Euch zu neuen Turnieren anzumelden! 



07. Josef Schmitz: Gardeschweizer 

Auch hier immer noch nachkarnevalistische Ruhezeit! 

Hier könnt ihr euch für das Turnier GS21 anmelden: 
http://www.desc-online.de/turniere/gardeschweizer/gsturnier.php?tnr=gs021 



08. Die Admins: Eintritte / Austritte 

Tja, wie soll man das jetzt auf packende, interessante, den Leser in den 
Text hineinsaugende Weise sagen ... ich mache es kurz: 

Keiner raus, keiner rein. Neue Zahlen folgen vielleicht nächste Woche, 
diese Woche jedenfalls gab es keine Bewegung. 



09. Josef Schmitz: Einzelspiele 

Hier tut sich aber rein gar nichts! 

Es sind immer noch Spiele des vergangenen Jahres im Gange, so dass 
der Sieger 2009 zwar schon feststeht, aber die Platzierungen noch 
weiter ausgespielt werden müssen. 

Na, wer hat denn sonst noch Lust auf ein Einzel ? 

Zur Anmeldung für 2010 geht’s hier: 
http://www.desc-online.de/turniere/einzel/index.php 

Mehr Info? Eine kurze Mail an josef@desc-online.de  genügt. 




10.) Irres, Wirres und Theoretisches aus der Welt < da draußen > 

Es gibt Partien, die einem die Augen öffnen. Diese hier zeigte mir, dass 
man gegen das „klassische“ Caro Kann keineswegs mit h2-h4-h5 nach 
vorne dackeln muss, um erfolgreich zu sein und dass auch ein eigener, 
zunächst etwas entblößter König Teil einer siegreichen Konzeption sein 
kann; jedenfalls, wenn man so unglaublich gut ist wie Paul Keres es war. 

Keres,Paul – Golombek,Harry, Aljechin Memo Moskau 1956 [B18] 
1.e4 c6 2.d4 d5 3.Nc3 dxe4 4.Nxe4 Bf5 5.Ng3 Bg6 6.Bc4 e6 
7.N1e2 Nf6 8.0–0 Bd6 9.f4 Qc7 10.f5 exf5 11.Nxf5 Bxh2+ 
12.Kh1 0–0 13.g3 Bxf5 14.Rxf5 Bxg3 15.Rxf6 Qe7 16.Qf1 Qe4+ 
17.Qf3 Qh4+ 18.Kg2 Qh2+ 19.Kf1 Qh3+ 20.Qg2 Qxg2+ 
21.Kxg2 gxf6 22.Nxg3 Nd7 23.Bh6 Rfe8 24.Kf3 Kh8 25.Nh5 Rg8 
26.Bxf7 Rg6 27.Bxg6 hxg6 28.Ng3 Re8 29.Bf4 Kg7 30.Ne4 g5 
31.Nd6 Re6 32.Bg3 b6 33.Re1 Rxe1 34.Bxe1 Kg6 35.Nc8 c5 
36.dxc5 Nxc5 37.Nxa7 f5 38.Bf2 Nd7 39.Bd4 Kh5 40.Nc8 Nf8 
41.Ne7 f4 42.Nf5 Ng6 43.Ng7+ Kh6 44.Kg4 Nf8 45.Nf5+ 1–0 


Wir erinneren uns an die Fernpartie Hansen – Chopin [D85] aus dem 
letzten Newsletter, zu der wir bemerkten, noch nie gesehen zu haben, 
dass sich jemand auf höchster Meisterebene des Fernschach tatsächlich 
mattieren ... mattsetzen ... lässt. Unser Schachfreund, DESC Mitglied 
Großmeister Matthias Rüfenacht wies nun freundlich darauf hin, dass 
ihm gleichfalls gegen genau diesen Mads Smith Hansen und in eben 
diesem Turnier dieses Kunststück mit Schwarz gelungen sei 

So schließt sich nun also an Chopin mit dem „Petit chien“ sozusagen 
Sibelius mit dem „valse triste“ an; ein Mattwalzer im Fernschach, mit 
Damenopfer! Das klingt jetzt allerdings nach frauenmordendem Tango: 
http://www.textlog.de/39335.html 

Großmeister Matthias Rüfenacht war so freundlich, seinem DESC 
die von ihm kommentierte Partie zur Verfügung zu stellen und wir 
veröffentlichen die höchst beeindruckende Partie unseres Mitglieds 
natürlich sehr, sehr gerne kommentiert auf der DESC Homepage. 
Hier zunächst mal „nur“ die pgn ... Damenopfer matt ... toll! 

IM Hansen, Mads Smith (2505) – GM Rüfenacht, GM Matthias (2390) 
Fernpartie, Harald Malmgren 100 years, corr ICCF 2004 [D07] 
1.d4 d5 2.c4 Nc6 3.cxd5 Qxd5 4.e3 e5 5.Nc3 Bb4 6.Bd2 Bxc3 
7.bxc3 Nf6 8.f3 0–0 9.e4 Qd6 10.d5 Ne7 11.c4 Nd7 12.Ne2 f5 
13.Nc3 a6 14.Be2 Nc5 15.0–0 Bd7 16.Be3 Ng6 17.Re1 Nf4 
18.Bf1 fxe4 19.fxe4 b6 20.Kh1 Qg6 21.Bxc5 bxc5 22.Qd2 Rf6 
23.Qe3 Bg4 24.Qxc5 Nh3 25.Qxc7 Raf8 26.Rab1 Qh6 27.Qa7 Nf2+ 
28.Kg1 Qxh2+ 29.Kxh2 Rh6+ 30.Kg3 Nh1+ 31.Kxg4 Rf4+ 
32.Kg5 Rg6+ 33.Kh5 Ng3# 0–1 Damenopfer ... matt ... großartig! 

Das in 9 Runden ausgetragene 26. Schachfestival von Cappelle La 
Grande fand dieses Jahr vom 13. - 20. Februar statt. 13-20 February. 
Sieger wurde der erst 16-jährige Ukrainer Jaroslaw Serebuch mit 
7.5 Pkt. aus 9. Er hatte einen Vorsprung vor dem breiten Verfolgerfeld. 
http://www.chessvibes.com/reports/underdog-zherebukh-wins-in-cappelle/ 

Gespielt wurde jene FIDE Art von „internat. Edel-Blitz“, die mitunter 
ulkige Partien zu produzieren hilft, natürlich einen Qualitätverlust der 
Partien bedeutet und dennoch allerorten Platz greift: 90 Min.+30 Sek. 
pro Zug für die ersten 40 Züge und danach 30 Min. plus 30 Sek. pro 
Zug bis zum (gelegentlich bitteren) Ende. 

Vovk (2546) - Zherebukh (2531), 26.Cappelle la Grande Open [C88] 
1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bb5 a6 4.Ba4 Nf6 5.0–0 b5 6.Bb3 Bb7 7.d3 Be7 
8.a4 0–0 9.Re1 d6 10.Nbd2 Nd7 11.axb5 axb5 12.Rxa8 Bxa8 
13.Nf1 Nc5 14.Ba2 Ne6 15.Ne3 Ncd4 16.Nxd4 Nxd4 17.c3 Ne6 
18.Qg4 Nf4 19.Nf5 Ng6 20.Re3 Re8 21.Rh3 d5 22.Qh5 Nf8 
23.Nxg7 Kxg7 24.Bh6+ Kg8 25.Bxf8 1-0 

Remisen für Partien mit weniger als 20 Zügen waren verboten, mit den 
natürlichen Ausnahmen. Als ich begann, spielten wir mit 150 Minuten 
für 40 Züge, danach irgendwas und dann irgendwann Hängepartie ... 
und heute spiele ich in der Verbandsliga Nord mit gewiss nicht langen 
180 Min. für 40 Züge + 60 Min. für 20 Züge für 30 Min. für den Rest. 
Aber wir wissen: Alles, was weniger als drei Tage Bedenkzeit pro Zug 
ausweist, ist ohnehin Blitzschach. 

Die Hoffnungen auf ein größeres Interesse der Medien am Schach, die 
sich damals doch mit den verkürzten Bedenkzeiten verbanden, sind 
selbstverständlich nicht in Erfüllung gegangen; was könnte auch für 
einen Außenstehenden an einem Schachspieler interessanter sein, der 
nun eben alle zwei statt drei Minuten mit fünf bis sieben Fingern zuckt, 
um einen Turm von c7 nach c6 zu schieben? 

Das deutsche Schach in Gestalt von Falko Bindrich (2512) erreichte 
einen schönen 30.Platz ... es mögen weitere deutsche Spieler dabei 
gewesen sein, besser war aber keiner. 

Wer sich deutlich macht, in welch großzügiger Weise der Deutsche 
Schachbund die Mitgliedsbeiträge (die zahlt überwiegend der Spieler 
in der Kreisklasse mit DWZ 1200) verwendet, um seine sehr wenigen 
"Elitespieler" zu fördern (Training, Hotel, Startgeld, Reise, Computer) 
und den Ertrag für deren Hobby gegenüberstellt, kommt da schon mal 
auf die eine oder andere Frage. Egal, im Fernschach gibt es so etwas 
eben nicht; Reisekosten waren für uns zumindest noch nie ein Problem. 


Es gibt Spieler, mit denen (und mit ihren Partien) ich mich aus 
irgendeinem Grund nie so recht beschäftigt habe; Leonid Stein gehört 
zu ihnen. Es ergab sich bisher einfach noch nicht. Seltsamerweise aber 
befindet sich auch der sehr lange in der absoluten Weltspitze spielende 
Großmeister Samuel Herman Reshevsky, den alle Welt „Sammy“ 
nannte, mit in diese Reihe. 

[Event "Playoff Sousse izt"] 
[Site "Los Angeles"] 
[Date "1967 .??.??"] 
[EventDate "1967"] 
[Round "1"] 
[Result "½–½"] 
[White "Stein, Leonid"] 
[Black "Reshevsky, Samuel Herman"] 
[ECO "C93"] 

1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bb5 a6 4.Ba4 Nf6 5.0–0 Be7 6.Re1 b5 7.Bb3 0–0 
8.h3 d6 9.c3 h6 10.d4 Re8 11.Nbd2 Bf8 12.Nf1 Bb7 13.Ng3 Na5 
14.Bc2 Nc4 15.a4 d5 16.b3 dxe4 17.Nxe4 Nxe4 18.Rxe4 f5 19.Re1 e4 
20.bxc4 exf3 21.axb5 Qf6 22.bxa6 Qg6 23.g4 Be4 24.Bxe4 fxe4 
25.Qa4 h5 26.Qd7 hxg4 27.Qxg4 Rxa6 28.Bf4 Qxg4+ 29.hxg4 Rg6 
30.g5 Bd6 31.Bd2 Kf7 32.Ra5 Rge6 33.c5 Be7 34.Ra7 c6 35.Kh2 Kg6 
36.Kg3 Rg8 37.Kg4 Rh8 38.Bf4 Rh5 39.Be5 Rxg5+ 40.Kf4 Bf6 
41.Rxe4 Rf5+ 42.Kg4 Rg5+ 43.Kxf3 Bxe5 44.Ke3 Kf6 
45.dxe5+ Rgxe5 46.Rxe5 Rxe5+ 47.Kd4 Rd5+ 48.Kc4 Rf5 
49.Rc7 Rf4+ 50.Kd3 Ke5 51.Rxg7 Rxf2 52.Rd7 Ke6 53.Rd6+ Ke7 
54.Kc4 Rb2 55.Rxc6 Kd7 56.Rb6 Rc2 57.Kb5 Rxc3 58.Rb7+ Kc8 
59.Rh7 Rc1 60.Kc6 Kb8 61.Rh8+ Ka7 62.Rd8 Rc2 63.Kd6 Kb7 
remis 

Als Reshevsky vor achtzehn Jahren im Alter von achtzig Jahren, war 
das der New York Times einen langen Artikel wert; es handelte sich 
also um eine in den USA bekannte Persönlichkeit. Dieser Mann, der 
sich vielleicht lebenslang als „das jüdische (Schach)Wunderkind“ im 
Bewusstsein der Welt befand, hatte im Laufe seiner langen Karriere 
mit  a l l e n  Weltmeistern zwischen Em.Lasker und Anatolij Karpow 
gespielt, deutlicher gesagt: mit dem Deutschen, der 1894 Weltmeister 
wurde und jenem Russen, der 1975 den Titel erlangte. Klingt nach 
einer langen Zeit ... und das war es auch. 

Was ich von  Reshevsky wusste, stammte wesentlich aus dem nicht 
sehr guten Buch „A.V.R.O. 1938“ von Dr.Arthur S.Antler, das wohl 
schon zu seiner Entstehungszeit 1993 nicht dem höchsten Niveau der 
Analysekunst entsprach, aus Aljechins Turnierbuch „Nottingham 1936“, 
in dem er sich gerade Reshevsky aber wenig zuwendet (wie wir 
spätestens heute wissen, könnte das mit Aljechins Aversion Juden 
gegenüber zu tun gehabt haben) und aus einigen Artikeln, die immer 
wieder auf Reshevsky und seine dauernde Zeitnot rekurierten. Ebenso 
wie Fritz Sämisch war Reshevsky offenbar nicht in der Lage, sich 
trotz aller Begabung am Brett zu einem Entschluss durchzuringen. 

Lasker spielte in Nottingham gegen Reshevsky, gemessen an seinen 
Möglichkeiten, außerordentlich schwach und verlor schnell. Natürlich 
war Lasker kein junger Mann mehr, aber kurz davor, in Moskau 1935, 
hatte er schließlich noch der Schachwelt gezeigt, dass er auch in dieser 
Lebensphase noch großartig sein konnte. 

Laskers Nachfolger als Champion, der als unschlagbar geltende 
Capablanca, ging einmal 1935 gegen Reshevsky im britischen Margate 
baden – und das mit einem klassischen Damengambit. Der Mann, der 
Capablanca im Damengambit geradezu trainiert hatte, war Aljechin. 
Gegen den spielte Reshevsky im AVRO Turnier ausschließlich Remis, 
besiegte ihn jedoch (er, der Jude!) in Nottingham. 

[Event "Großmeistertunier"]
[Site "Nottingham"]
[Date "1936 .08.17"]
[EventDate "1936"]
[Round "7"]
[Result "0–1"]
[White "Aljechin, Alexander"]
[Black "Reshevsky, Samuel Herman"]
[ECO "D05"]

1.Nf3 d5 2.d4 Nf6 3.e3 c5 4.c3 Nbd7 5.Nbd2 Qc7 6.Qa4 g6 7.c4 Bg7 
8.cxd5 Nxd5 9.Qb3 N5b6 10.a4 cxd4 11.exd4 a5 12.Bb5 0–0 
13.0–0 Nf6 14.Re1 Bf5 15.Nf1 Qd6 16.Qa3 Qxa3 17.Rxa3 Nfd5 
18.Ng3 Bd7 19.Rb3 Rfd8 20.Bd2 Nxa4 21.Ra1 Nab6 22.Rxa5 Bxb5 
23.Rbxb5 e6 24.b3 Rd7 25.Ne4 Rxa5 26.Bxa5 Nc8 27.Ne5 Bxe5 
28.dxe5 Nc7 29.Nf6+ Kg7 30.Nxd7 Nxb5 31.Bd2 Ne7 32.Kf1 Nd4 
33.b4 Nd5 34.Nc5 b5 35.Nd3 f6 36.Bc1 fxe5 37.Nxe5 Nc2 
38.Bb2 Ncxb4 39.Ke2 Kg8 40.g3 Ne7 41.Nf3 Ned5 42.Ng5 Nc7 
43.Ke3 Nc6 44.f4 h6 45.Nf3 Kf7 46.Kd3 Nd5 47.Bc1 Nf6 
48.Bb2 Nd7 49.Ba3 e5 50.Ke3 Ke6 51.Bb2 Kd5 52.Nh4 Nb6 
53.Bc1 Nc4+ 54.Kf2 Nb4 55.Ke2 Na2 56.Bd2 b4 57.fxe5 b3 
58.Kd1 Nxe5 59.Ng2 Ke4 60.h4 Nd3 61.Ba5 Nb2+ 0–1

So ähnlich ging die Reihe weiter: Gegen Euwe Sieg und Niederlage, 
gegen Botwinnik viele Remis und Niederlagen und nur ein, zwei volle 
Punkte (dennoch konnte der Russe den Amerikaner nicht ausstehen; 
aber es gab vermutlich auch eine Menge Leute, die Botwinnik, den 
Schachzaren des KGB Politbüros, mit weit mehr Berechtigung nicht 
ausstehen konnten); gegen Karpow endlich ein sehr kurzes Remis, 
das ihm der Russe als eine Geste, mit der die Lebensleistung des 
ehemaligen Kinderstars anerkannt wurde, zugestanden haben mag. 

Reshewsky dominierte über vierzig Jahre das amerikanische Schach, 
wie Robert McG. Thomas jr. in der New York Times in seinem 
Nekrolog vom 7.April 1992 schrieb. 
http://www.nytimes.com/1992/04/07/nyregion/samuel-reshevsky-is-dead-chess-grandmaster-was-80.html?pagewanted=1 
Das mag angesichts von Reuben Fine, Isaac Kashdan, Bobby Fischer 
etc. ein wenig geschmeichelt sein, aber nur selten wird eben so viel 
„gelogen“ wie bei einer Beerdigung. Als Reshevsky im April 1992 an 
einer Herzattacke starb, hatte er sich längst vom „großen“ Schach 
zurückgezogen, tauchte aber doch immer noch bei Turnieren auf. 

Am 4.Nov. 1920 segelte ein achtjähriger jüdischer Junge in den Hafen 
von New York ein, mit blonden Haaren und in einem Matrosenanzug 
und dieser kleine Sammy Reshevsky wurde sofort die Sensation des 
amerikanischen Schachs. Von da bis zum 7.Jan.1958, als ein gewisser, 
erst 14jähriger Bobby Fischer ihn verdrängte, war Sammy Reshevsky 
die Topadresse des Schachs in den USA, so Robert McG. Thomas jr. 

Reshevsky überwand damit eigentlich eine Phase des Stillstands des 
amerikanischen Schachs in den 20er Jahren. Als Erwachsener trat er, 
jetzt Vollblut-Amerikaner, die Nachfolge von Marshall & Pillsbury an. 
Neben diesem (reifenden) Wunderkind gab es eben die erwähnten 
Kashdan und vor allem Reuben Fine, aber der eigentliche Vergleich 
des Wunderkindes war immer der mit Paul Morphy; ein Vergleich, 
dem standzuhalten allerdings auch für einen Reshevsky schwer war.  

Zu Beginn seiner Karriere war Reshevsky eine Art Zirkusattraktion. 
Das  Kind wurde in Amerika in den großen Städten von Küste zu Küste 
verfrachtet, um dort mit seinen Schachkünsten ausgestellt zu werden, 
wie man es einige Jahre früher noch mit dem Schachautomaten (in dem 
ein Meister steckte) machte, insgesamt an den eigentlich traurigen 
Wildwest - Zirkus des Buffalo William Cody erinnernd, in dem man 
sonderbar erscheinende Menschen aller Art zum Gaudium des zahlenden 
Publikums ausstellte. [Kleiner Exkurs: „Buffalo Bill“ war in nur einer 
deutschen Stadt und zwar in Karlsruhe zu Gast. Zwei Brunnen mit 
Indianerköpfen erinnern an dieses Gastspiel aus dem April 1891.] 

Der Knirps Reshevsky spielte also gegen 40 oder auch mal 75 Gegner 
simultan, gab Schaupartien gegen Leute (die gegen Charlie Chaplin 
gespielte, „erhalten gebliebene“ Partie soll jedoch eine Fälschung sein) 
und schob in de luxe Vorstellungen auch zahlungswillige Millionäre 
zusammen. 

Aber er war mehr als nur eine irgendwie possierliche Attraktion. 
Samuel Herman Reshewsky war ein Schachmeister. Als Erwachsener 
wurde er siebenmal Amerikanischer Meister und war in sehr vielen 
internationalen Turnieren auf Weltniveau (woran erinnert mich jetzt 
bloß gerade dieser Ausdruck ...?) erfolgreich. 

[Event "Großmeistertunier"] 
[Site "Kemeri"] 
[Date "1937 .??.??"] 
[EventDate "1922"] 
[Round "?"] 
[Result "0–1"] 
[White "Fine,Reuben"] 
[Black "Reshevsky, Samuel Herman"] 
[ECO "D73"] 

1.Nf3 d5 2.g3 Nf6 3.Bg2 g6 4.d4 Bg7 5.c4 c6 6.cxd5 Nxd5 7.e4 Nb6 
8.0–0 Bg4 9.Be3 c5 10.e5 Nc6 11.dxc5 Qxd1 12.Rxd1 Nc4 
13.Nbd2 Nxe3 14.fxe3 0–0–0 15.Nc4 Be6 16.Bf1 Bd5 17.Be2 Kc7 
18.Nd4 Rhf8 19.Nb5+ Kb8 20.Kf2 Bxc4 21.Bxc4 Nxe5 22.Be2 Nc6 
23.Nc3 Bxc3 24.bxc3 Kc7 25.e4 Ne5 26.Rd5 Nd7 27.Bb5 Nf6 
28.Rxd8 Rxd8 29.Ke3 Nd7 30.Bxd7 Rxd7 31.Rf1 e6 32.g4 Kc6 
33.g5 Kxc5 34.Rf4 Kd6 35.Rh4 f6 36.gxf6 Ke5 37.Rf4 Rf7 
38.Rf1 Rxf6 39.Rb1 Rf7 40.Rb5+ Kd6 41.a4 a6 42.Rg5 Rf8 0–1 

Reshevsky war sicher, eines Tages Weltmeister werden zu können, was 
ihm aber bekanntlich versagt blieb. Mehr noch, als Bobby Fischer die 
Bühne betrat, schob das amerikanische Publikum Reshevsky in den 
Hintergrund; auf der noch immer schmalen Szene des Schachs in 
diesem Land konnte es nur einen Star geben. 

Zum Glück musste Reshevsky nicht hungern; er war ein erfolgreicher 
Analyst für Vermögensanlagen und Versicherungen. Obwohl seine 
Spielstärke natürlich nachließ, blieb er ein starker Meister; 1981 war 
er 59 und wurde Champion der USA. 1981 war er 69 und rückte ins 
Finale der Ausscheidung der USA vor, wer das Land in den Matches 
der Weltmeisterschaft zu vertreten habe. Drei Jahre später, die Erfolge 
Bobby Fischers waren inzwischen schon seit zwölf Jahren Geschichte, 
teilte Reshevsky den dritten Platz im Großmeisterturnier von Reykjavik. 

Geboren wurde er am 26.Nov. 1911 in Ozorkow in Polen als Samuel 
Herman Rzeszewski. Die für die USA umständliche Schreibweise des 
Namens änderten seine Eltern 1924. Die waren Juden und so war auch 
Reshewsky Jude, jedoch nicht nur qua Geburt, sondern ganz gewiss qua 
Überzeugung. So spielte er z.B. niemals am Sabbat eine Partie Schach. 

Sein Vater hatte ihm, als „Schmulke“ gerade erst fünf Jahre jung war, 
die Züge gezeigt und natürlich gibt es die üblichen Geschichten, dass 
Sammy gleichsam sofort einen schwachen Zug des Vaters verbessern 
konnte etc. Dergleichen wird auch von Capablanca erzählt und, mit 
Verlaub: Es glauben nur wenige daran. 

1918 ging es los, dass er (schon) in Europa allerorten als „Wunderkind“ 
herumgereicht wurde; dutzende Simultanvorstellungen, oft auch gegen 
starke Gegner, führten ihn in die euopäischen Metropolen – ein gerade 
erst 6- oder 7-jähriges Kind! Auf den Fotos sieht das natürlich putzig 
aus; der lütte Sammy im Matrosenanzug, kaum an die Figuren auf den 
Tischen heranreichend und sozusagen eine Etage höher, hinter ihren 
vielen, vielen, im Kreis aufgestellten Tischen eine ganze Armada von 
zumeist älteren Herren (20jährige scheinen da nicht gefragt gewesen 
zu sein) mit oftmals langen Bärten, wohl auch wegen des Kontrastes. 

Bei einer anschließenden Tour durch die USA spielte Reshewsky sage 
und schreibe 1.500 Partien und verlor lediglich 8 (!!). Er ging nach 
New York, ein Jahre Pause, Englisch lernen, wo die Lehrer wiederum 
Wunderdinge über seine Fähigkeit, mit komplexen Texten umzugehen 
und über sein mathematisches Verständnis berichteten. 

Irgendwie beängstigend, so ein Bursche. So einem stand absolut jede 
Laufbahn offen ... aber Reshevsky blieb beim Schach. 1922 begannen 
die seriösen Turniere und sein Sieg mit Schwarz gegen Janowsky 
ging um die Welt. Schönheitspreis, klar. Für die Partie, nicht für den 
Spieler. 

[Event "CCI"] 
[Site "New York"] 
[Date "1922.??.??"] 
[EventDate "1922"] 
[Round "?"] 
[Result "0–1"] 
[White "Janowsky, David Markelowicz"] 
[Black "Reshevsky, Samuel Herman"] 
[ECO "D53"] 

1.d4 Nf6 2.Nf3 d5 3.c4 e6 4.Nc3 Nbd7 5.Bg5 Be7 6.e3 c6 7.Bd3 a6 
8.0–0 dxc4 9.Bxc4 Nb6 10.Bd3 Nfd5 11.Bxe7 Qxe7 12.Qd2 Nxc3 
13.bxc3 c5 14.Rab1 Nd7 15.a4 0–0 16.Qc2 h6 17.Rfe1 b6 18.Rb2 Rb8 
19.Reb1 Qd6 20.Qe2 a5 21.Bb5 Rd8 22.h3 Qc7 23.e4 Nf8 24.Qe3 Bd7 
25.Ne5 Be8 26.Bxe8 Rxe8 27.f4 f6 28.Nf3 Nd7 29.e5 f5 30.g4 g6 
31.gxf5 gxf5 32.d5 Nf8 33.Rg2+ Kh7 34.c4 Qf7 35.Kh2 Ng6 
36.Rbg1 Rg8 37.d6 Qb7 38.h4 Qc6 39.h5 Nh8 40.Ng5+ hxg5 
41.fxg5 Ng6 42.Rg3 Kg7 43.Rh3 Rh8 44.hxg6 Rxh3+ 45.Kxh3 Rh8+ 
46.Kg3 Qxa4 47.Qf3 f4+ 48.Kg4 Qc2 49.Qxf4 Qe2+ 50.Kg3 Qd3+ 
51.Kg2 Qe2+ 52.Kg3 Qh2+ 53.Kf3 Rf8 54.Qf6+ Kg8 55.d7 Rxf6+ 
56.gxf6 Qd2 57.Rh1 Qd3+ 58.Kg2 Qxg6+ 59.Kf2 Qf5+ 60.Kg2 Qg4+ 
61.Kh2 Qe2+ 62.Kh3 Qd3+ 63.Kh4 Qxd7 64.Rg1+ Kf8 65.Kg5 Qd4 
0–1 

Endlich wurden 1922 auch einmal die Behörden in den USA (ja, gibt 
es!) tätig, als das Kind einmal mehr spät abends Simultanvorstellungen 
gab. Damit war das Thema erledigt. 

Reshewsky ließ das mit dem Schach erstmal sein und ging in Detroit 
in die High School und später in Chicago in die Universität, wo er 
Buchhaltung studierte. 1933 war auch das erledigt, zurück zum Schach. 

1934 durfte er in den großen Turnieren spielen und schlug im Jahr 
darauf und absolut sensationell den übergroßen Capablanca. 

[Event "Großmeisterturnier"] 
[Site "Margate"] 
[Date "1935.04.27"] 
[EventDate "1935"] 
[Round "?"] 
[Result "0–1"] 
[White "Reshevsky, Samuel Herman"] 
[Black "Capablanca, José Raul"] 
[ECO "D62"] 

1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nc3 d5 4.Bg5 Nbd7 5.cxd5 exd5 6.e3 Be7 
7.Bd3 0–0 8.Qc2 c5 9.Nf3 c4 10.Bf5 Re8 11.0–0 g6 12.Bh3 Nf8 
13.Bxc8 Rxc8 14.Bxf6 Bxf6 15.b3 Qa5 16.b4 Qd8 17.Qa4 a6 
18.b5 Re6 19.Rab1 Rb8 20.Rb2 Be7 21.bxa6 Rxa6 22.Qc2 Ne6 
23.Rfb1 Ra7 24.a4 Nc7 25.Ne5 Qe8 26.f4 f6 27.Ng4 Qd7 28.h3 Kg7 
29.Nf2 Ba3 30.Ra2 Bd6 31.Nfd1 f5 32.Nb5 Ra5 33.Nxc7 Bxc7 
34.Nc3 Qd6 35.Qf2 b6 36.Qf3 Rd8 37.Rab2 Qe7 38.Rb4 Rd7 
39.Kh1 Bd8 40.g4 fxg4 41.hxg4 Qd6 42.Kg1 Bc7 43.Kf2 Rf7 
44.g5 Bd8 45.Ke2 Bxg5 46.Rxb6 Qa3 47.Kd2 Be7 48.Rb7 Rxa4 
49.Qxd5 Ra5 50.Qxc4 Rh5 51.Kd3 Qa8 52.Qe6 Qa3 53.Rd7 Rhf5 
54.Rb3 Qa1 55.Rxe7 Qf1+ 56.Kd2 1–0 

Zwischen 1936 und 1971 (!!) errang Reshevsky insgesamt 7x den 
Titel des Amerikanischen Meisters, also in einer Spanne von 35 Jahren. 
Vorstellbar ist so etwas in der Art nur noch von Lilienthal, Kortschnoj, 
Portisch und Smyslow. 

„Wie David Bronstein später einräumte, kam es beim Kandidatenturnier 
in Zürich 1953 auf Druck von Funktionären zu Partieabsprachen unter 
den sowjetischen Teilnehmern, um einen Turniersieg Reshevskys zu 
verhindern.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Samuel_Reshevsky 

Was bleibt, sind unter anderem zwanzig Kombinationen von Reshevsky : 
http://www.wtharvey.com/resh.html Eine davon dürfte diese sein: 

[Event "USA"] 
[Site "The Swindle of the Century"] 
[Date "1963.??.??"] 
[EventDate "?"] 
[Round "?"] 
[Result "1/2-1/2"] 
[White "Evans, Larry Melvyn"] 
[Black "Reshevsky, Samuel"] 
[ECO "E55"] 

1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nc3 Bb4 4.e3 c5 5.Bd3 0–0 6.Nf3 d5 7.0–0 dxc4 
8.Bxc4 Nbd7 9.Qe2 a6 10.a3 cxd4 11.axb4 dxc3 12.bxc3 Qc7 13.e4 e5 
14.Bb2 Nb6 15.Bb3 Bg4 16.Ra5 Rac8 17.c4 Nbd7 18.h3 Bxf3 
19.Qxf3 Rfe8 20.Rd1 Ra8 21.c5 Rad8 22.Ba4 Re7 23.Rd6 b5 
24.Bc2 Nxc5 25.Rxd8+ Qxd8 26.Qe3 Ncd7 27.Qd3 Qb6 28.Bc1 h6 
29.Be3 Qb7 30.f3 Nb8 31.Ra2 Rd7 32.Qa3 Kh7 33.Kh2 Qc7 
34.Bd3 Nh5 35.Rc2 Qd8 36.Bf1 Rd1 37.Rc1 Rd6 38.Qa2 Qf6 
39.Rc7 Nd7 40.Ra7 Nf4 41.Qc2 h5 42.Qc8 Rd1 43.Bxb5 Qg5 
44.g3 axb5 45.Rxd7 Re1 46.Rxf7 Rxe3 47.h4 Re2+ 48.Kh1 Qxg3 
49.Qg8+ Kxg8 50.Rxg7+ remis 
{49. Qh8+ amazingly also leads to a draw. Try it out!} 

- Ralf Mulde - 

Zuletzt geändert am 08.10.2011