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Newsletter-Archiv des DESC

Newsletter 2010-01-11

Newsletter des DESC ... Nr. 02 / 2010,  Montag, 11. Jan. 2010 
- - . - - . - - . - - . - - . - - . 

01. Die Admins: DANKE !!! 
02. Jörg Kracht: Änderung der Spielordnung SO 6.3 + 9.3 Antrag 
03. Die Admins: Neuzugänge bei den Organisatoren 
04. Fr. Irmer: Pyramide: Mag da draußen Schnee sich türmen ... 
05. Josef Schmitz: Mannschaftspyramide 
06. Admins: Der DESC und seine glasklaren Zahlen 
07. DESC Mitglieder im steten Hin & Her der Gezeiten 
08. Frank Malewicz rezensiert 
09. Hans-J. v.d.Heydt: DESC Meisterschaft 2009 Gruppe 1 
10. Norbert Haubrich: Ein 7er mit sechs Spielern: SE180 
11. Josef Schmitz: Gardeschweizer 
12. Thomas Urlau: Die 4. Liga, Gruppe F 
13. Mulde Thematurniere: Nachfrage im Minutentakt 
14. Heinz Hansen: Ein 4er Turnier drei Spielern 
15. Thomas Urlau übergibt die 3er heute wieder an Hans Krebs. 
16. Josef Schmitz: Einzelspiele 
17. Irres, Wirres und Theoretisches aus der Welt < da draußen > 

---------------------    
Leider nicht zu ändernder Redaktionsschluss ist Sonntag um 20:00 h. 
--------------------- 


01. Die Admins: DANKE !!! 

Wir möchten uns bei Euch allen bedanken, die es dem DESC durch 
ihre Spenden auch in diesem Jahr ermöglicht haben, die Kosten (z.B. 
für den Server und Pokale) zu begleichen und auch weiterhin keine 
Startgelder und Mitgliedsbeiträge erheben zu müssen. 

Eine ähnlich tolle Unterstützung wünschen wir uns auch fürs nächste 
Jahr, damit der DESC in seiner jetzigen Form noch lange erhalten 
bleibt und der Allgemeinheit zur Verfügung steht. Ein kleiner Wink 
mit dem Link zur Brieftasche ... zur Spendenseite ist dieser hier: 
http://www.desc-online.de/spenden/set.htm 

Der Redakteur wurde gebeten, eine nette Aufforderung an die Leser 
zu formulieren, gefälligst zeitnah eine Überweisung zu tätigen ;-). Er 
arbeitet noch dran ... nett ist immer so schwer ... 


02. Jörg Kracht: Änderung der Spielordnung SO 6.3 + 9.3 Antrag 

Ich beantrage die folgende Änderung der Spielordnung. 

In Punkt 6.3 erfolgt die folgende Ergänzung: 

6.3 Eventualzüge. 
= = = = = = = = = 
Es können Eventualzüge (»Falls … dann …«) angegeben werden; sie 
sind klar als solche zu kennzeichnen. Es gibt keine ausdrückliche 
Pflicht, Eventualzüge zu beachten. 

Durch eine Eventualzugabgabe kann eine Zeitüberschreitung nicht 
verhindert werden. 
Für den Absender der Eventualzugfolge geht die Bedenkzeit zu Lasten 
des ersten abgegebenen Zuges, 
für den Empfänger zu Lasten des Antwortzuges auf den letzten 
angenommenen Eventualzug. 

Zur Begründung: 
= = = = = = = = = 
Diese Ergänzung schreibt die auch im DESC ohnehin schon gängige 
Praxis der  Bedenkzeitberechnung bei der Annahme von Eventualzügen 
in der Spielordnung fest. 

Es wird jetzt klargestellt, dass ein Spieler durch die Abgabe einer 
Eventualzugfolge eine eigene Zeitüberschreitung nicht verhindern kann. 
Ebenso wird damit eindeutig festgelegt, bei welchem Zug jeweils die 
Bedenkzeit berechnet wird. 

= = // = = 

Weiterhin beantrage ich eine Änderung der Spielordnung im Punkt 9.3. 

9.3 Stillschweigender Rücktritt 
= = = = = = = = = = = = = = = = 
Ein stillschweigender Rücktritt liegt vor, wenn ein Spieler weder auf 
Erinnerungen seiner Gegenspieler noch auf Anfragen oder 
Aufforderungen des Turnierleiters antwortet. 

Das ist ein schwerwiegender Verstoß gegen die Spielordnung und ein 
grob unsportliches Verhalten. 

Ein Spieler, der einen stillschweigenden Rücktritt begeht, *kann* 
+ eine Startsperre für die Dauer von *bis zu* 12 Monaten, 
+ im Wiederholungsfall für die Dauer von 24 Monaten und 
+ beim dritten Mal eine dauerhafte Startsperre auf Lebenszeit 
*erhalten*. 

*Ein stillschweigender Rücktritt muss durch den Turnierleiter an das 
Admin-Team gemeldet werden und dieses entscheidet über die 
Verhängung einer Startsperre.* 

Eine Startsperre verbietet dem gesperrten Spieler, sich zu irgendeinem 
Turnier des DESC anzumelden, dies gilt ausdrücklich auch für Turniere, 
bei denen für eine Teilnahme die Mitgliedschaft im DESC nicht 
erforderlich ist. 

Dabei ist es auch unerheblich, ob dieser Spieler Mitglied des DESC ist 
oder nicht. Eine Startsperre beeinträchtigt nicht die laufenden Turniere 
des Spielers. 

Zur Begründung: 
= = = = = = = = = 
Derzeit ist im Punkt 9.3 im Grunde gar kein Verhandlungsspielraum 
gegeben: Ein Spieler müsste nach seinem stillschweigenden Rücktritt 
i m m e r  für 12 Monate gesperrt werden. 

Das wurde in der Vergangenheit nicht ganz konsequent gehandhabt. 
In der vorgeschlagenen Fassung wird nun aber der Turnierleiter das 
Admin-Team über einen Stillschweigenden Rücktritt informieren 
müssen und erst das Team wird entscheiden, ob eine solche Startsperre 
verhängt wird oder nicht. 

Der betroffene Spieler hätte dann natürlich auch die Möglichkeit, 
anschließend bei der Revision Widerspruch einzulegen und die 
Entscheidung der Admins überprüfen zu lassen. 


03. Die Admins: Neuzugänge bei den Organisatoren 

Wir freuen uns, das Roland Watson das Team der Wertungskommission 
verstärken wird. Unser lieber Schachfreund Berthold Harbs hingegen 
wird nach einer kleinen Phase der Einarbeitung den Kreis unserer 
Turnierleiter erweitern. Gleichzeitig wird Berthold ebenso wie nun 
auch Udo Totorat die sehr verantwortungsvolle Tätigkeit eines Guides 
aufnehmen. 

Vielleicht möchten noch weitere Schachfreunde eine Aufgabe für und 
bei unserem DESC übernehmen? Dann meldet Euch! Wir warten! ... 
und warten ... und warten ... na looos ! 


04. Friedrich Irmer: Pyramide: Mag da draußen Schnee sich türmen ... 

Nach dem furiosen Jahresauftakt letzte Woche hat sich diese Woche 
anscheinend Tief Daisy und das von ihr hervorgerufene Schneechaos 
(man wird eben alt: in meiner Jugend nannte man es, weniger medien - 
wirksam, einfach nur "Winter") auch Auswirkungen auf die Meldungen 
für die Pyramide gehabt. 

Und so haben nur zwei Spielpaarungen den Weg durch 7 cm hohen 
Schnee gefunden: 
Josef Semmler will von Ebene 10 auf den Platz von Horst Mueller auf 
Ebene 8. Ihre "James-Bond"-Partie P2010.007 beginnt am 20.01.10. 
http://www.desc-online.de/turniere/pyramide/ 

Und auch eine Partie ging zu Ende: P2009.118: Wilhelm Coché wehrte 
den Angriff des vor ihm auf Ebene 11 stehenden Hans Krebs ab und 
verteidigte seinen Platz auf Ebene 9 mit einem Sieg. [Früher haben die 
Leute eklige Eimer von den Zinnen ihrer angegriffenen Burgen herab 
geschmissen, die mit siedendem Teer, mit Jauche etc. gefüllt waren; 
zumindest so gesehen verzeichnet der DESC einen zivilisatorischen 
Fortschritt. -rm-] 

Somit muss ich den Rest meines Beitrags mit Klatsch und Tratsch 
zum 11.01. auffüllen [was sonst niemals der Fall gewesen wäre! -rm-] : 

+ Ich nehme an, niemand interessiert sich für den 1850 geborenen 
Philipp la Renotière von Ferrary und seine vermutlich größte und 
wertvollste Briefmarkensammlung, die es je gegeben hat 
oder 
+ für George Nathaniel Curzon, 1. Marquess Curzon of Kedleston, 
geboren 1859. Auf größeres Interesse im Kreis der DESCler dürfte da 
schon die Schildkrötensuppe seiner Frau Lady Curzon mit viel Sherry 
(gerne auch ohne Suppe) stoßen. 
[Auf diese Familie und ihre Kröten geht auch die Curzon Linie zurück. 
http://de.wikipedia.org/wiki/Curzon-Linie -rm-] 

Oder für Anton Hößlinger, geboren 1895, den Erfinder der INGO 
Wertung (benannt nach seinem heimatlichen INGOlstadt) [bekannt 
aus der Werbung mit „super, Ingo ...“ -rm-] , nachdem es 1991 durch 
die DWZ abgelöst wurde. Eigentlich schade, weil ich auch eine Chance 
auf eine hohe INGO-Zahl hätte. [Neulich in der Verbandsliga. Beim 
Gegner einer dabei, der vor -zig Jahren aufgehört hatte, damals mit 
Ingo 68 ... ich weiß gar nicht, ob das gut ist ... segensreich, dass keiner 
sofort in rund 2300 Elo plus "Inflationsrate" umrechnen konnte! 
http://de.wikipedia.org/wiki/Ingo-Zahl -rm-] 

Da von all diesen Geburtstagskindern keine Partien aufzutreiben waren, 
greife ich auf eine Partie des zweiten offiziellen und bisher einzigen 
deutschen Schachweltmeisters zurück: Emanuel Lasker - gestorben am 
11.01.1941. Von 1894 bis 1921 stand er 27 Jahre an der Spitze;  bisher 
länger als jeder andere. Und natürlich spielte und gewann er  [wohl als 
Demonstration, dass einer wie er das trotz, nicht wegen dieser Eröffung 
kann ... -rm-] Königsgambitpartien - sogar das Falkbeer Gegengambit: 

Lasker, Emanuel - Wahltuch, Victor Lionel, Manchester 1898 
1.e4 e5 2.f4 d5 3.exd5 Qxd5 4.Nc3 Qe6 5.Nf3 Bd6 6.Bb5+ c6 
7.Ba4 Ne7 8.O-O Nd7 9.Bb3 Nd5 10.d4 f6 11.dxe5 fxe5 12.Nxd5 cxd5 
13.Bxd5 Bc5+ 14.Kh1 Qa6 15.fxe5 Nb6 16.Bb3 Bg4 17.Bg5 h6 
18.Bf7+ Kxf7 19.Nh4+ Ke8 20.Qxg4 hxg5 21.Qe6+ Be7 22.Nf5 Nc8 
23.Rad1 1-0 

(...) Mag es hageln, mag es stürmen, 
Klirrend mir ans Fenster schlagen, 
Nimmer will ich mich beklagen, (...) 

[Dieser damals 23jährige Wahltuch war damals kein Unbekannter 
im Weltschach, man sehe z.B.: 
www.chessville.com/Espanol/NuestroCirculo/Nuestro%20Circulo%20Nro%2 
http://en.wikipedia.org/wiki/Victor_Wahltuch ] 
und dieser Onkel ist auch noch mal unten im Partienteil enthalten -rm-.] 


09. Josef Schmitz: Mannschaftspyramide 

Die Herausforderungsrunde MP75 der Mannschaftspyramide emdete 
am 01.01.2010. Die Mannschaft < Flotte Euros > verteidigte dabei 
ihren Platz auf der 4. Ebene durch einen 2 : 1 Erfolg gegen ihre 
Herausforderer < Fernschachfreunde Rochade 5171 >. Herzlichen 
Glückwunsch dazu! 

FSF Rochade 5171 : Flotte Euros 1.0 : 2.0 
= = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = 
http://www.desc-online.de/turniere/mannschaftspyramide/ 


05. Admins: Der DESC und seine glasklaren Zahlen 

Winfried  Verbesek hat über den Jahreswechsel still und leise die 
Turnierstatistik 2009 auf die Homepage gebracht. Wer wissen möchte, 
wie viele wo wie oft aber nicht warum ... hier wird Dir alles glasklar: 

http://www.desc-online.de/auswertung/statistik9.htm 
Die Admins danken Winfried! Wie immer: Großartig gemacht! 


07. DESC Mitglieder im steten Hin & Her der Gezeiten 

Kai-Uwe Steingraeber ist leider ausgetreten. Es besteht aber 
noch Hoffnung, denn wir sind unterm Strich mehr geworden: 

Bernd Miemelt und Michael Hoeber sind zu uns gestoßen; 
herzlichen Willkommen! Viel Spaß bei Euren Partien! 


06. Frank Malewicz rezensiert 

Korth, Manfred „Gardez!“ ... Frieling 1999 ISBN 3-8280-0914-X 

Uwe Liederjahn spielt und lebt ab seinem vierten Lebensjahr Schach. 
Trainiert und angetrieben von seinem Vater, der gerne selbst 
Großmeister geworden wäre, entwickelt sich Uwe Liederjahn zu 
einem relativ erfolgreichem Spieler, aber ohne jeglichen sozialen 
Kontakte, und geplagt von Selbstzweifeln. 

Mit Beginn seinnes Studiums verliert sich der Kontakt zu den Eltern 
und bricht schließlich ganz ab. Das Studium wird abgebrochen, und 
Liederjahn verdient sich seinen Lebensunterhalt als Kaffeehausspieler. 

Dann tritt die erste „Dame“ in sein Leben, die er im Affekt umbringt, 
ohne jemals mit dieser Tat in Verbindung gebracht zu werden. Nachdem 
er einige Zeit in Angst und noch mehr in sich zurückgezogen verbracht 
hat, begegnet er der zweiten „Dame“: Seiner Traumfrau, die auch nur 
für ihre Leidenschaft, dem Lesen, lebt. 

Aus zwei Außenseitern wird ein Paar, dass sich gegenseitig zu 
ungeahnten Leistungen antreibt, und beide scheinen ihr gemeinsames 
Leben in den Griff zu bekommen.Sie begleitet ihn zu Turnieren, die er 
sehr erfolgreich bestreitet, und sitzt im Kaffehaus neben ihm und liest, 
während er seinen Gegnern das Geld aus der Tasche zieht. 

Sie wird immer selbstbewusster und führt bald einen Buchladen. Nun 
aber kommt es zu einem tragischen Unfall, der seiner „Traumfrau“ den 
Lebensmut nimmt und sie schließlich Selbstmord begehen lässt. Für 
diesen Selbstmord bekommt Liederjahn dann, unter tätiger Mithilfe 
von ihm selbst, die Strafe, die eigentlich schon für den tatsächlichen 
ersten Mord fällig gewesen wäre. 


07. Hans-Joachim v.d.Heydt: DESC Meisterschaft 2009 Gruppe 1 

Ich gratuliere Sergej Zielinski ganz herzlich zum Turniersieg und 
danke allen Spielern für den komplikationslosen Verlauf :-) 

1.) Zielinski, Sergej (2174) ... 5.5 Pkt. 
2.) Schmitz, Paul (2069) ....... 5.0 Pkt. : 17.50 S/B 
2.) Kracht, Joerg (2280) ....... 5.0 Pkt. : 17.50 S/B 
4.) Arndt, Stefan (2154) ....... 5.0 Pkt. : 17.00 S/B 
5.) Hansen, Heinz (2074) ....... 4.5 Pkt. 
6.) Semmler, Josef (2045) ...... 3.5 Pkt. : 13.75 S/B 
7.) Nittel, Christian (1963) ... 3.5 Pkt. : 12.50 S/B 
8.) Milde, Lars (2085) ......... 3.0 Pkt. 
9.) Schrecke, Volkmar (1973) ... 1.0 Pkt. 
http://www.desc-online.de/st/meisterschaft/2009/set.htm 

Wie die Einteilung der Tabelle schon zeigt, kommen Sergej Zielinski, 
Paul Schmitz und Jörg Kracht eine Runde weiter. 

Herzlichen Glückwunsch dazu :-) Ich hoffe, Euch hat das Turnier 
genauso viel Spaß gemacht wie mir. [Du hast ja auch nicht am Brett 
schwitzen und grübeln müssen, Hans-Joachim! -rm-] 

Allen Teilnehmern alles Gute im neuem Jahr! Hans-Joachim 


10. Norbert Haubrich: Ein 7er mit sechs Spielern: SE180 

Das Turnier SE180, das leider durch den Rücktritt von Guido Preß 
überschattet wurde, ist beendet. Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern 
und wünsche allen weiterhin viel Spaß und Erfolg beim DESC. Als 
Sieger mit 5,5 Punkten beglückwünsche ich Klaus Loeffelbein, dem 
nun die die Teilnahme an einem Siegerturnier zusteht. Ich wünsche 
ihm dabei recht viel Erfolg! 

1.) Loeffelbein, Klaus (2293) .. 5.5 Pkt. 
2.) Grott, Peter (2057) ........ 4.0 Pkt. : 8.00 S/B 
3.) Zielinski, Sergej (2174) ... 4.0 Pkt. : 7.75 S/B 
4.) Wrede, Christian (1984) .... 3.5 Pkt. 
5.) Pech, Jaroslav (2221) ...... 3.0 Pkt. 
6.) Koenig, Michael (1647) ..... 1.0 Pkt. 
7.) Preß, Guido (1349) ......... 0.0 Pkt. weggelaufen 
http://www.desc-online.de/turniere/7er/turniertabelle.php?turnier=SE180 


13. Josef Schmitz: Gardeschweizer 

Es sind nur noch 6 Plätze für das nächste Turnier frei. Also, wer zuerst 
kommt mahlt zuerst oder der frühe Vogel fängt den Wurm oder ... Die 
Anmeldung zum Turnier GS20 findet ihr hier 
http://www.desc-online.de/turniere/gardeschweizer/gsturnier.php?tnr=gs020 
Wer so wie der Redakteur bei dem einen Spruch kurz stutzte, wird hier 
orthographisch kundig gemacht (natürlich war das von Josef korrekt!) 
http://www.wer-weiss-was.de/theme143/article1682487.html 


08. Thomas Urlau: Die 4. Liga, Gruppe F 

Das Turnier ist beendet. Den ersten Platz teilen sich die Schachfreunde 
Papenfuss und Schott. Herzlichen Glückwunsch! Diese beiden steigen 
in der nächsten Saison in die dritte Liga auf. 

1.) Papenfuß, Ingo (2333) ... 5.0 Pkt. : 9.00 S/B 
2.) Schott, Detlef (2162) ... 5.0 Pkt. : 9.00 S/B 
3.) Neumann, Ulf (1740) ..... 2.0 Pkt. 
4.) Neumann, Frank (1452) ... 0.0 Pkt. 
http://www.desc-online.de/turniere/liga/2009/turniertabelle.php?turnier=liga_4_F 
Danke an alle Teilnehmer für die reibungslose Zusammenarbeit! 


11. Mulde Thematurniere: Nachfrage im Minutentakt 

Geradezu dramatische Züge nahm am Sonntag die sehr erfreuliche 
Nachfrage der Thematurnier an. Clemens von Rosenberg meldet sich 
an. Der musste schon vergangene Woche einmal vertröstet werden, 
weil bei einem anderen Turnier nur ein paar Minuten vor seiner mail 
die Anmeldung eines anderen Schachfreundes einging, Turnier voll, 
Clemens (fast) nicht mit dabei. 
Jetzt andersrum. Clemens meldet sich an, Turnier damit voll, exact 
24 Minuten nach ihm meldet sich Arndt Raessler an, Turnier voll ... 

Aber die Maschinerie des DESC arbeitet. Auch bei Schneesturm. Für 
die Spieler. Kunden wieder nach Hause schicken? Niemals! Beide 
Thematurniere finden jetzt mit 6 Spielern statt, bei doppelrundigen 
Turnieren kein Problem, wenn Jörg Kracht einem die Tabellen für die 
veränderte Auslosung drechselt ... ja, so läuft das hier. Geschmeidig. 


12. Heinz Hansen: Ein 4er Turnier drei Spielern 

Das Vierer-Turnier V0311, richtigerweise war es ein Dreier, ist mit 
folgendem Ergebnis beendet worden: 

1.) Cossmann, Robert (2402) ... 3.5 Pkt. 
2.) Berger, Fred (2202) ... 2.5 Pkt. 
3.) Pech, Jaroslav (2221) ... 0.0 Pkt. 
Willi Brennecke bleibt ohne Wertung 

Schachfreund Robert Cossmann gratuliere ich recht herzlich zum 
Turniersieg. Ich hoffe, dass ich Euch wieder bei einem weiteren 
Vierer begrüßen darf. Allen noch viel Erfolg und Spaß hier im DESC! 


15. Thomas Urlau übergibt die 3er heute wieder an Hans Krebs. 

Ab Montag, 14:37 h (oder einen Wimpernschlag vorher / nachher) ist 
Hans Krebs wieder der 3er Chef. Zurück im Ring. Dem als Turnierleiter 
eingesprungenen Thomas Urlau wird herzlich gedankt: super gemacht! 
http://www.desc-online.de/turniere/3er/ 


14. Josef Schmitz: Einzelspiele 

Keine News [waaaas???? -rm-]. Aber zur Anmeldung für 2010 geht’s 
hier:   http://www.desc-online.de/turniere/einzel/index.php 
Mehr Info? Eine kurze Mail an josef@desc-online.de genügt. 



16. Irres, Wirres und Theoretisches aus der Welt < da draußen > 

Etwas unerwartet endete die folgende Partie: 

Adly (2591) - Gashimov (2759), TeamWch Bursa 2010 (5) [A46] 
1.d4 Nf6 2.Nf3 e6 3.g3 d5 4.Bg2 b5 5.0–0 Bb7 6.a4 b4 7.Ne5 Nbd7 
8.c4 bxc3 9.Nxc3 Nxe5 10.dxe5 Nd7 11.e4 c6 12.exd5 cxd5 
13.Qe2 Rc8 14.Rd1 Be7 15.Be3 Qc7 16.Rac1 Qb8 17.Nb5 a6 
18.Rxc8+ Bxc8 19.Nd4 Bb7 20.Bf4 0–0 21.h4 Rc8 22.h5 Rc4 
23.b3 Rb4 24.Bh3 Kh8 25.Qf3 Nc5 26.h6 g6 27.Bc1 Kg8 28.Ba3 Ba8 
29.Bxb4 Qxb4 30.Qe3 Bb7 31.Rc1 a5 32.Kh2 Bf8 33.Bf1 Be7 
34.Bb5 Bf8 35.Qc3 Qxc3 36.Rxc3 f6 37.f4 Kf7 38.Nf3 g5 39.fxg5 fxg5 
40.Nxg5+ Kg6 41.Rf3 Be7 42.Nxh7 d4 43.Nf8+ Kxh6 44.Rf7 Bxf8 
45.Rxf8 d3 46.Rf4 d2 47.Be2 Ne4 48.Rf3 Kg5 49.Bd1 Nc5 50.Rf4 Ne4 
51.Bc2 Bc6 52.Rf3 Nc5 53.Rc3 Be4 54.Bd1 Nd3 55.Rc2 Kf5 
56.Rxd2 Kxe5 57.Bc2 Kd4 58.g4 Ke3 59.Rxd3+ 1–0 

Sargissian (2680) - Fier (2601), TeamWch Bursa 2010 (4) [A61] 
1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nf3 c5 4.d5 exd5 5.cxd5 d6 6.Nc3 g6 7.Bf4 a6 
8.a4 Bg7 9.h3 0–0 10.e3 Qe7 11.Be2 Nbd7 12.0–0 Ne8 13.Re1 Ne5 
14.Nd2 f5 15.Bh2 Nf6 16.a5 Bd7 17.f4 Nf7 18.Bd3 Rae8 19.Qb3 Bc8 
20.Nc4 Qd8 21.Qb6 Re7 22.Qxd8 Rxd8 23.Bg3 h6 24.Bf2 Bd7 
25.Nb6 Ne4 26.Nxe4 fxe4 27.Be2 Bxb2 28.Ra2 Bf6 29.Nxd7 Rdxd7 
30.Rc1 h5 31.Rc4 Rd8 32.Raa4 Rde8 33.Bd1 Nh6 34.Bc2 h4 
35.Rxe4 Rxe4 36.Rxe4 Rxe4 37.Bxe4 Nf5 38.Bd3 Kf7 39.Bxf5 remis 

Sutovsky (2657) - Mastrovasilis (2510), TeamWch 2010 (4) [B45] 
1.e4 c5 2.Nf3 e6 3.Nc3 Nc6 4.d4 cxd4 5.Nxd4 Nf6 6.Nxc6 bxc6 
7.e5 Nd5 8.Ne4 Qa5+ 9.c3 f5 10.exf6 Nxf6 11.Nxf6+ gxf6 12.Bf4 Qf5 
13.Qd2 e5 14.Be3 d5 15.f4 Rb8 16.fxe5 fxe5 17.Bd3 Qg4 18.0–0 Rg8 
19.Rf2 Rb7 20.Raf1 Be6 21.Rf6 Rbg7 22.Kh1 Be7 23.h3 Qxg2+ 
24.Qxg2 Rxg2 25.Rxe6 R2g3 26.Rxe7+ Kxe7 27.Bc5+ Ke8 28.Bf5 e4 
29.Be6 Rh8 30.Rf7 Rxh3+ 31.Kg2 Rh6 32.Re7+ Kd8 33.Rxa7 Rg6+ 
34.Kf1 Rxe6 35.Ra8+ Kd7 36.Rxh8 1–0 

Malakhov (2716) - Mamedov (2640), TeamWch Bursa2010 (4) [B50] 
1.e4 c5 2.Nf3 d6 3.c3 Nf6 4.Be2 g6 5.0–0 Bg7 6.Bb5+ Nc6 7.d4 cxd4 
8.cxd4 0–0 9.Nc3 Bg4 10.Be3 d5 11.e5 Ne4 12.Rc1 Nxc3 13.Rxc3 Qb6 
14.Bxc6 bxc6 15.Qc2 Rab8 16.b3 Rbc8 17.Rc1 Bf5 18.Qd2 f6 
19.Rc5 Bg4 20.Ne1 Bf5 21.Nd3 Bxd3 22.Qxd3 Qb7 23.exf6 exf6 
24.Qc3 f5 25.g3 Qe7 26.Rxc6 Rxc6 27.Qxc6 Qe4 28.Qd7 Rf7 
29.Rc8+ Bf8 30.Rxf8+ Rxf8 31.Bh6 Qe1+ 32.Kg2 Qe4+ 1–0 

Gashimov (2759) - Grischuk (2736), TeamWch 2010 (4) [B97] 
1.e4 c5 2.Nf3 d6 3.d4 cxd4 4.Nxd4 Nf6 5.Nc3 a6 6.Bg5 e6 7.f4 Qb6 
8.Qd3 Qxb2 9.Rb1 Qa3 10.f5 Be7 11.fxe6 fxe6 12.Be2 Qa5 
13.Bd2 Qc7 14.g4 h6 15.Qh3 Rh7 16.Rf1 Nc6 17.Nxc6 Qxc6 
18.e5 dxe5 19.Bd3 e4 20.Nxe4 Nxe4 21.Qh5+ Kd7 22.Rd1 Rh8 
23.Bf4 Bb4+ 24.c3 Nxc3 25.Bd2 Qd5 26.Rf7+ Kc6 27.Rc1 Kb6 
28.Be3+ Ka5 29.a3 Ka4 30.axb4 Qxd3 31.Qa5+ Kb3 32.Rxc3+ Qxc3+ 
33.Bd2 b6 34.Qxb6 Qe5+ 35.Kd1 Bb7 36.Qxb7 Rhd8 37.Rf3+ Ka2 
38.Rf2 Kb1 39.Qf3 Rac8 40.Qb3+ Qb2 41.Qxb2+ Kxb2 0–1 

Bologan (2692) - Kamsky (2695), 52. Reggio Emilia 2010 (8) [C18] 
1.e4 e6 2.d4 d5 3.Nc3 Bb4 4.e5 c5 5.a3 Bxc3+ 6.bxc3 Ne7 7.Qg4 cxd4 
8.Qxg7 Rg8 9.Qxh7 Qc7 10.Ne2 dxc3 11.f4 Nbc6 12.Qd3 d4 13.h4 b6 
14.Nxd4 Nxd4 15.Qxd4 Nf5 16.Bb5+ Bd7 17.Qxd7+ Qxd7 
18.Bxd7+ Kxd7 19.Kf2 Rg4 20.Be3 Rag8 21.Rag1 Nxh4 22.g3 Nf5 
23.Rh3 Ke7 24.Kf3 Nxe3 25.Kxe3 Rd8 26.Rh2 Rgg8 27.g4 Rd2 
28.Rxd2 cxd2 29.Kxd2 Rh8 30.f5 exf5 31.gxf5 Rh5 32.Rf1 Rh4 
33.Ke3 Ra4 34.Rd1 Rxa3+ 35.Ke4 Ra4+ 36.Rd4 Rxd4+ 37.Kxd4 f6 
38.e6 Kd6 39.Kc4 a6 40.Kb4 Kc6 remis 

Wie uns http://maskeret.com/cgi-bin/today.cgi anzeigt, fand heute, 
11.Januar, vor gaaanz vielen Jahren ... muss mal eben rechnen ... es 
war 1886: darüber steht WCC, also WC Championat ... „Toiletgate“; 
war das nicht bei Topalow? ... also, 11.Januar, Weltmeisterschaft. 

Und zwar die erste, die zwischen dem (wie ich finde) größten von allen, 
Wilhelm Steinitz und einem seiner heute gewiss zu Unrecht nahezu 
vergessenen Gegenspieler, Herman Zukertort (nein, nix mit Zucker 
oder Torte!) gespielt wurde, in New York & New Orleans, Hauptsache 
also New. 

Der erste Bauer zog am 11.Januar 1886 und die letzte (welche?) Figur 
wurde am 29.März 1886 auf das Schlussfeld gerammt, womit Steinitz 
den Wettkampf mit 12.5 : 7.5 beendete. Diese Partie war zumindest in 
der ersten Spielphase unglaublich packend, mit einem für Steinitz 
geradezu sprichwörtlichen Königstanz: 

Steinitz,Wilh. – Zukertort,Joh., 1.WCh (20) 1886 [JvR] [C25] 
1.e4 e5 2.Nc3 Nc6 3.f4 exf4 4.d4!? d5!? 5.exd5 Qh4+ 6.Ke2 Qe7+ 
7.Kf2 Qh4+ 8.g3!? fxg3+ 9.Kg2 Nxd4 10.hxg3 Qg4 11.Qe1+ Be7 
12.Bd3 Nf5 13.Nf3 Bd7? 14.Bf4 f6 15.Ne4 Ngh6 16.Bxh6 Nxh6 
17.Rxh6! gxh6 18.Nxf6+ Kf7 19.Nxg4  1–0 

Ein paar Anmerkungen dazu von JvR, also Jan van Reek, chessbase: 
= = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = 
a.) 6...Bg4+ 7.Nf3 0–0–0!? 8.dxc6 Bc5 9.cxb7+ Kb8 10.Nb5 Nf6 
11.Kd3! Qh5 12.Kc3 Bxd4+ 13.Nbxd4 Qc5+ 14.Kb3 Qb6+ 15.Bb5+- 
JvR ... Das ganze Abspiel ist ja einfach irre ...!!! -rm- 

b.) 7.Kf3 Qh4 8.Ke2= JvR 
c.) 9...Bd6! 10.Qe1+ Nce7 11.hxg3 Qxd4 unklar, JvR 
d) 12...Kd8! 13.Ne4 Qd7+= JvR 
e.) 13...Kf8 14.Bf4 Bd6 JvR 15.Ne5 -rm- +- 
f1) 15...0–0–0 16.Qa5+-JvR  oder 
f2) 15...Kd8 16.Nf2 Qg6 17.g4+- JvR 

Falls Dich im Fernsehen mal jemand danach fragen sollte: Der letzte 
Zug des Wettkampfs war ein Springerzug und zwar nach g4. Der erste 
Zug der ersten Schachweltmeisterschaft war aber ein Bauernzug, von 
Zukertort und zwar von d2 nach d4. Weiter ging gerade nicht. 

Dass Steinitz mit seinem Sieg Weltmeister war, konnte noch niemand 
wissen. Es gab den Titel vorher noch nicht, er war auch nicht von 
vornherein das, worum die beiden nun wetteiferten. Steinitz, ein Mann 
der Tat, rief sich nach seinem Sieg einfach selbst zum Weltmeister aus, 
gewissermaßen auf den Spuren des sich selbst krönenden Napoleon. 
Nicht nur die Körpergröße verband also diese beiden „Kaiser“. 

Wie die Sache damals tatsächlich ablief, zeigen uns mehrere Artikel, 
in deren Autorenschar mit Fred Kahl und Raymund Stolze auch zwei 
DESCler zu finden sind. 

http://de.wikipedia.org/wiki/Schachweltmeisterschaft_1886#Spielbedingungen 
http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Steinitz#cite_note-8 
Fred Kahl: Wilhelm Steinitz, 
http://www.koenig-plauen.de/Rubriken/Weltmeister/steinitz.htm 
Raymund Stolze: Umkämpfte Krone. 3.Aufl., Sportv., Berlin 1992. 
+ Der Schachwettkampf zwischen Steinitz und Zukertort 1886. 
Edition Olms, Zürich 1986. ISBN 3-283-00122-7 

Auf dieser Zeichnung (?) gefällt mir besonders gut, dass Zukertorts 
http://maskeret.com/cgi-bin/wawp.cgi?tipo=1&cod=newyo00001&nume=1 
Lackschuhe hochglanzpoliert sind und vor allem, dass auf dem Boden 
vor seinem rechten Fuß das Kästchen placiert wurde, in dem wohl die 
Figuren aufbewahrt wurden. Warum man damals (und heute ... seufz ...) 
nicht einfach an nur etwas größeren Tischen spielte, auf denen man 
auch mal die Ellbogen aufstützen und ein Getränk abstellen konnte, 
habe ich noch nie verstanden. 

Die Situation war so: Steinitz war 1883 in die USA ausgewandert. Er 
galt als bester Schachpieler der Welt, als er im Londoner Sommer 1866 
Adolf Anderssen mit 8:6 geschlagen (an heutige Großmeister: Keine 
einzige Partie endete Remis!) und 1872 gegen Hermann Zukertort so 
richtig satt mit 9:3 gesiegt hatte. Ein Jahr später triumphierte er gegen 
beste Gegnerschaft in Wien ... und rührte nun jahrelang keine Figur 
mehr an, von Kaffeehauspartien (von irgendetwas musste er ja leben) 
abgesehen. Was war eigentlich mit dem anderen Giganten des Schachs 
des 19.Jh, mit Paul Morphy, warum kam er nicht für einen Wettkampf 
mit Steinitz in Betracht? 

Der geniale Paul Mophy hatte 1864, spätestens 1869, seine letzten 
ernst gemeinten Partien gespielt und zog sich danach vom Schach 
zurück; keineswegs geistig umnachtet, wie es gelegentlich zu lesen ist, 
sondern als Anwalt arbeitend. Seine Familie lebte in Louisiana und in 
den Jahren 1861 – 65 war gerade diese Gegend vom Bürgerkrieg 
betroffen, so dass Morphy anderes als Schach im Kopf gehabt haben 
dürfte, wie ich vermute, was aber nicht ganz unumstritten ist, siehe 
http://www.chessgames.com/perl/chessplayer?pid=16002 

Erst 1882 spielte Steinitz wieder ernsthaftes Schach und zwar in Wien, 
wo er gemeinsam mit Winawer wiederum siegte und Zukertort nur 
Fünfter wurde ... der aber nur ein Jahr später gleichsam die Tabelle 
drehte und in dem damaligen Superturnier London 1883 siegte und so 
Steinitz distancierte. Ob sich nun wirklich beide oder zumindest einer 
von den beiden tatsächlich als „Champion of the World“ bezeichnete 
oder ob das erst später der Fall war, nachdem sie um genau diesen Titel 
spielen sollten, ist mir ohne Dokumentendurchsicht nicht ganz klar. 

In den USA fanden sich Geldgeber, die 1885 den Wettkampf zwischen 
dem Polen Zukertort und dem zugewanderten Amerikaner Steinitz 
auf die Beine stellten und so saßen die beiden nun an diesem drollig 
winzigen Tischlein und spielten Partien von auch heute noch oftmals 
beeindruckender Qualität um insgesamt 4.000 Dollar, wovon 3.000,-- 
den sich refinanzierenden Geldgebern zuflossen. Die Spieler erhielten 
das Recht, die Partien selbst zu vermarkten (was die Schachzeitungen 
wohl nicht kümmerte) und natürlich wurde auch kräftig auf die Partien 
gewettet. Von Wettskandalen wie später im Fußball hat man nichts 
gehört. 

Ich glaubte einige Zeit, dass Steinitz sich erst nach dem Wettkampf 
und aus eigenem Anspruch die Krone des Schachweltmeisters auf den 
Kopf gesetzt hatte, darin Napoleon gleichend, aber das ist falsch. 
Schon der erste Satz des Vertrages zwischen Zukertort und Steinitz 
nennt den Wettkampf einen um „the Championship of the World“, wie 
es „Chess Monthly, Januar 1886, S.136 f. schrieb und Edward Winter 
zitiert. http://www.chesshistory.com/winter/extra/champion.html 

Das ganze Unternehmen glich dann einer ziemlich schlecht bezahlten 
Tingeltangeltruppe; bis der erste vier Punkte hatte, spielten sie in 
New York City, dann wurden die Koffer gepackt und im 1.580 km 
entfernten St.Louis wieder geöffnet, nach drei Siegen tingelte man in 
das wiederum 1.130 km entfernte New Orleans. Vielleicht hatten die 
auch nur irgendeins dieser Ferientickets der Eisenbahn gekauft. 

Caruana (2652) - Landa (2664), 52. Reggio Emilia 2010 (9) [C42] 
1.e4 e5 2.Nf3 Nf6 3.Nxe5 d6 4.Nf3 Nxe4 5.Nc3 Nxc3 6.dxc3 Be7 
7.Be3 Nc6 8.Qd2 Be6 9.0–0–0 Qd7 10.Kb1 Bf6 11.h4 h6 12.Nd4 Nxd4 
13.Bxd4 Bxd4 14.Qxd4 0–0 15.Rg1 Rae8 16.g4 Qc6 17.Bg2 Qa6 
18.b3 Bd7 19.g5 h5 20.g6 Re7 21.Bd5 Be6 22.Rde1 c5 23.Qd1 Rfe8 
24.Qxh5 fxg6 25.Rxe6 1–0 

Kamsky (2695) - Almasi (2704), 52. Reggio Emilia 2010 (9) [C78] 
1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bb5 a6 4.Ba4 Nf6 5.0–0 b5 6.Bb3 Bc5 7.c3 d6 
8.a4 Rb8 9.axb5 axb5 10.d4 Bb6 11.h3 0–0 12.Re1 h6 13.Be3 Bd7 
14.Nbd2 Re8 15.Qb1 b4 16.Qc2 Na5 17.Rxa5 Bxa5 18.dxe5 dxe5 
19.Nc4 Rb5 20.Ba4 b3 21.Qd1 Qb8 22.Nfd2 Be6 23.Qa1 Rc8 
24.Ba7 Qxa7 25.Bxb5 Bb6 26.Qxa7 Bxa7 27.Nxe5 Rd8 28.Ndf3 Bb6 
29.Bc4 Re8 30.Nd2 Bc5 31.Bxe6 Rxe6 32.Nec4 Bf8 33.e5 Nd5 
34.Nxb3 Nf4 35.h4 Ra6 36.Ra1 Rc6 37.Ra4 Nd3 38.Nd4 Rc5 39.e6 Be7 
40.Ra8+ Kh7 41.Re8 1–0 

Wenn der stärkere Spieler mit Schwarz vor angerührtem Beton steht ... 
Valkovic (2024) - Dabo-Peranic (2315), Bosnjaci Zupanja (4) [D02] 
1.d4 d5 2.Nf3 Nf6 3.Bf4 c5 4.e3 Nc6 5.c3 Qb6 6.Qb3 c4 7.Qxb6 axb6 
8.Na3 Bf5 9.Nb5 Kd7 10.Ne5+ Nxe5 11.Bxe5 Kc6 12.a4 Bc2 
13.Bxc4 dxc4 14.d5+ Kd7 15.Na3 Bb3 16.Bxf6 exf6 17.Nb5 Bc5 
18.Kd2 Rxa4 19.Rxa4 Bxa4 20.Nd4 Bxd4 21.cxd4 Kd6 22.e4 f5 
23.f3 fxe4 24.fxe4 f5 25.exf5 Re8 26.Rf1 Kxd5 27.f6 gxf6 28.Rxf6 Bc6 
29.Rf4 b5 30.Rh4 Re7 31.Kc3 Re3+ 32.Kc2 b4 33.Rxh7 Kxd4 
34.Rh4+ Be4+ 35.Kd2 c3+ 36.bxc3+ bxc3+ 37.Kd1 Kd3  0–1 

Tomashevsky (2705) - Yilmaz (2478), TeamWch 2010 (5), [D10] 
1.d4 d5 2.c4 c6 3.Nc3 dxc4 4.e4 b5 5.a4 b4 6.Na2 Nf6 7.e5 Nd5 
8.Bxc4 e6 9.Nf3 Ba6 10.Bxa6 Nxa6 11.0–0 c5 12.Qd3 Qb6 
13.Bd2 Be7 14.Qb5+ Qxb5 15.axb5 Nac7 16.dxc5 Bxc5 17.Rfc1 Be7 
18.Nxb4 Bxb4 19.Bxb4 Nxb5 20.Bc5 Kd7 21.Ng5 f6 22.exf6 gxf6 
23.Ne4 f5 24.Ng5 a5 25.Re1 Ra6 26.Rad1 Nbc7 27.Bd4 Rg8 
28.Nxh7 Ke7 29.h4 Rg4 30.g3 Rc6 31.Ng5 Rc4 32.Be5 f4 
33.Nxe6 Nxe6 34.Rxd5 fxg3 35.fxg3 a4 36.Kg2 Rg6 37.Kh3 Kf7 
38.Rd7+ Kg8 39.Re7 Rc2 40.Rf1 Re2 41.Re8+ 1–0 

Nakamura (2708) - Leitao (2620) TeamWch Bursa 2010 (6) [D12] 
1.Nf3 Nf6 2.c4 c6 3.d4 d5 4.e3 Bf5 5.Nc3 e6 6.Nh4 Bg6 7.Nxg6 hxg6 
8.a3 Nbd7 9.g3 Be7 10.c5 e5 11.Bg2 e4 12.b4 Nf8 13.b5 Ne6 
14.Rb1 Qd7 15.a4 Bd8 16.Bd2 g5 17.a5 Bxa5 18.bxc6 bxc6 
19.Nxe4 dxe4 20.Bxa5 g4 21.Qb3 0–0 22.h4 gxh3 23.Bxh3 Nh7 
24.Bf1 Nhg5 25.Bc4 Nf3+ 26.Kf1 Neg5 27.Qb7 Qf5 28.Rb2 Rac8 
29.Kg2 Nxd4 30.exd4 Qf3+ 31.Kh2 Qh5+ 32.Kg1 Qd1+ 33.Bf1 Qxd4 
34.Qb4 Qe5 35.Qc3 Qf5 36.Be2 Rfe8 37.Qe3 Re5 38.Qf4 Qxf4 
39.gxf4 Rxc5 40.Bd2 Ne6 41.Be3 Ra5 42.Kg2 c5 43.Bc4 Ra4 
44.Bxe6 fxe6 45.Rb7 1–0 

Großmeister Kotronias scheint in Bursa gut unterwegs zu sein, 
hier zweimal mit dem selten gewordenen Tarrasch Damengambit: 

Aronian (2781) - Kotronias (2599) TeamWch Bursa 2010 (6) [D30] 
1.d4 d5 2.c4 e6 3.Nf3 c5 4.cxd5 exd5 5.Bg5 Be7 6.Bxe7 Qxe7 
7.Nc3 Nf6 8.dxc5 Qxc5 9.e3 0–0 10.Be2 Nc6 11.0–0 Rd8 12.Rc1 Qb4 
13.Na4 Bg4 14.a3 Qe7 15.Re1 Rac8 16.h3 Bh5 17.Nc3 h6 18.Nd4 Bxe2 
19.Rxe2 Ne4 20.Rec2 Qe8 21.Nce2 Ne7 22.Rc7 Nd6 23.Nf4 Rxc7 
24.Rxc7 Rc8 25.Qc2 Qd8 26.Rc5 Nc4 27.Rxc8 Qxc8 28.Qc3 Nb6 
29.Qb4 Qc1+ 30.Kh2 Nc6 31.Nxc6 bxc6 32.Nh5 Nc4 33.Qb8+ Kh7 
34.Qf8 Qxb2 35.Qxf7 Qe5+ 36.Nf4 Nd2 37.Qg6+ Kg8 38.Qxc6 Nf1+ 
39.Kh1 Qa1 40.Qxd5+ Kh7 41.Qd3+ Kg8 42.g3 Nxe3+ 43.Kh2 Nd1 
44.h4 Nc3 45.Qd8+ Kh7 46.h5 Qb2 47.Qd4 Qxa3 48.Qd3+ Kg8 
49.Nd5 Qd6 remis 

Sasikiran – Kotronias, TeamWch Bursa 2010 (1), 05.01.2010 [D34] 
1.d4 d5 2.c4 e6 3.Nf3 c5 4.cxd5 exd5 5.g3 Nc6 6.Bg2 Nf6 7.0–0 Be7 
8.Nc3 0–0 9.Bg5 c4 10.b3 cxb3 11.axb3 Bf5 12.Bxf6 Bxf6 13.e3 Nb4 
14.Qd2 a5 15.Rfc1 Rc8 16.Ne1 Be7 17.Na4 Qd6 18.h4 b6 19.Nc3 Qd7 
20.Bf1 Bd6 21.Na4 Rb8 22.Rc3 g6 23.Rac1 Rfe8 24.Ng2 Be4 
25.Nf4 Qf5 26.Bh3 Qf6 27.Bg2 Bxf4 28.exf4 Bxg2 29.Kxg2 Kg7 
30.Re3 Re4 31.Nc3 Rxe3 32.Qxe3 Rc8 33.h5 remis 

Akopian (2678) - Harikrishna (2672), TeamWch 2010 (5) [D46] 
1.d4 d5 2.c4 c6 3.Nc3 Nf6 4.e3 e6 5.Nf3 Nbd7 6.Qc2 Bd6 7.Bd3 dxc4 
8.Bxc4 0–0 9.0–0 a6 10.Rd1 b5 11.Bf1 Qc7 12.e4 e5 13.Ne2 Re8 
14.dxe5 Nxe5 15.Nxe5 Bxe5 16.g3 Bb7 17.Bg2 Rac8 18.a4 c5 
19.axb5 axb5 20.f4 Bd6 21.Ra7 c4 22.Rxb7 Bc5+ 23.Kf1 Qxb7 
24.e5 Qa6 25.exf6 Ba7 26.Bd5 Rcd8 27.Nc3 b4 28.Ne4 gxf6 
29.Kg2 f5 30.Ng5 Kg7 31.Nxf7 c3 32.Qxf5 Re2+ 33.Kh3 c2 
34.Nxd8 cxd1Q 35.Qf7+ Kh6 36.Qf8+ 1–0 

Aronian - Gelfand, TeamWch Bursa 2010 (2) [D46] 
1.d4 d5 2.c4 c6 3.Nf3 Nf6 4.Nc3 e6 5.e3 Nbd7 6.Qc2 Bd6 7.Bd3 0–0 
8.0–0 dxc4 9.Bxc4 a6 10.Rd1 b5 11.Bf1 c5 12.a4 b4 13.Ne4 Nxe4 
14.Qxe4 Rb8 15.Qd3 cxd4 16.Qxd4 Be7 17.Qf4 Bf6 18.a5 Qe7 
19.e4 e5 20.Qe3 Nc5 21.Rd5 Ne6 22.Nxe5 Bb7 23.Nd7 Bxd5 
24.Nxf8 Ba8 25.Nxe6 Qxe6 26.Qa7 Rd8 27.Be3 Bxe4 28.Re1 Bxb2 
29.Qb6 Rc8 30.Bf4 g5 31.Bg3 b3 32.Re3 Bf6 33.Rxe4 Qxe4 
34.Qxf6 Qg6 35.Qd4 h6 36.Be5 Re8 37.h4 Qf5 38.Bh8 Qh7 
39.Qd7 Qe4 40.Bc3 gxh4 41.Bd3 1–0 

Réti, Richard – Wahltuch, Victor Lionel, London 1922 [D60] 
1.d4 d5 2.c4 e6 3.Nc3 Nf6 4.Bg5 Be7 5.e3 O-O 6.Nf3 Nbd7 7.Bd3 
c5 8.O-O a6 9.Ne5 Nxe5 10.dxe5 Nd7 11.Bxe7 Qxe7 12.f4 dxc4 
13.Bxc4 b5 14.Bd3 Bb7 15.Qc2 f5 16.exf6 gxf6 17.Be4 Bxe4 
18.Nxe4 f5 19.Nd2 Nf6 20.Rac1 Rac8 21.Nf3 Nd5 22.Qe2 c4 23.Ne5 
Nf6 24.Qf3 Kh8 25.Rfd1 Rg8 26.Rd6 a5 27.Rcd1 Rg7 28.Nc6 Qb7 
29.Rxe6 Ne4 30.Qh5 Rcg8 31.g3 Nxg3 32.hxg3 Rxg3+ 33.Kf1 Qg7 
34.Ke1 Rg1+ 0-1 
Victor Lionel Wahltuch lebte vom 24.Mai 1875 (Manchester) bis 1953. 
Er gilt heute als talentierter Amateur, der 1935-36 Londoner Meister 
wurde und jedenfalls stark genug war, am berühmten Turnier in London 
1922 teilnehmen zu dürfen. 
http://www.chessgames.com/perl/chessplayer?pid=10659 

Mamedyarov (2741) - Morosewitsch (2732), TWch 2010 (4) [D85] 
1.d4 Nf6 2.c4 g6 3.Nc3 d5 4.Nf3 Bg7 5.cxd5 Nxd5 6.e4 Nxc3 
7.bxc3 c5 8.Rb1 0–0 9.Be2 cxd4 10.cxd4 Qa5+ 11.Bd2 Qxa2 12.0–0 b6 
13.Qc1 Bb7 14.Bc4 Qa4 15.Bb5 Qa2 16.Bc4 Qa4 17.Bb5 Qa2 
18.Re1 Rc8 19.Qd1 Qc2 20.Qe2 Qc7 21.Rbc1 Qd8 22.Rxc8 Bxc8 
23.Bc4 a5 24.Ng5 e6 25.d5 h6 26.dxe6 hxg5 27.exf7+ Kh7 28.e5 Nc6 
29.Bd3 Bf5 30.Bxf5 gxf5 31.e6 g4 32.h3 Nd4 33.Qe3 Nc2 34.Qf4 Qd5 
35.Qg5 1–0 

Almasi (2704) - Vocaturo (2500) 52. Reggio Emilia 2010 (8) [E18] 
1.Nf3 Nf6 2.c4 e6 3.g3 d5 4.d4 Be7 5.Bg2 0–0 6.0–0 b6 7.cxd5 exd5 
8.Nc3 Bb7 9.Ne5 Na6 10.Bf4 c5 11.Rc1 Rb8 12.Nb5 Qe8 13.a4 Ra8 
14.e3 Ne4 15.h4 f6 16.Nf3 h6 17.Nd2 Rd8 18.dxc5 Bxc5 19.Nb3 g5 
20.hxg5 fxg5 21.Nxc5 bxc5 22.Bc7 Nxc7 23.Nxc7 Qe5 24.Nb5 Qxb2 
25.Qh5 Qf6 26.Bxe4 dxe4 27.Rxc5 Rd2 28.Qh2 Rfd8 29.g4 Rd1 
30.Nd4 Rxf1+ 31.Kxf1 Ba6+ 32.Kg1 Qb6 33.Qe5 Bc8 34.Rc6 1–0 

Vescovi (2660) - Kotronias (2599)m TeamWch Bursa 2010 (5) [E90] 
1.d4 Nf6 2.c4 g6 3.Nc3 Bg7 4.e4 d6 5.Nf3 0–0 6.h3 e5 7.d5 Na6 
8.Be3 Nh5 9.Ng1 Qe8 10.Be2 f5 11.exf5 Nf4 12.Bxf4 exf4 
13.fxg6 Qxg6 14.Bg4 Bxg4 15.hxg4 Bxc3+ 16.bxc3 Qe4+ 17.Qe2 Rae8 
18.Qxe4 Rxe4+ 19.Kd2 Rfe8 20.Rh5 Nc5 21.Rg5+ Kh8 22.Rf5 Rxc4 
23.f3 Ra4 24.Ne2 Re5 25.Nd4 Rxf5 26.gxf5 Kg7 27.Kc2 Kf6 
28.Kb2 Nd3+ 29.Kb3 Nc5+ 30.Kb2 Nd3+ 31.Kc2 Nc5 remis 

Gelfand (2761) - Nakamura (2708), TeamWch Bursa 2010 (5) [E97] 
1.d4 Nf6 2.c4 g6 3.Nc3 Bg7 4.e4 d6 5.Nf3 0–0 6.Be2 e5 7.0–0 Nc6 
8.d5 Ne7 9.Nd2 Ne8 10.b4 f5 11.c5 Nf6 12.f3 f4 13.Nc4 g5 14.a4 Ng6 
15.Ba3 Rf7 16.b5 dxc5 17.Bxc5 h5 18.a5 g4 19.b6 g3 20.Kh1 Bf8 
21.d6 axb6 22.Bg1 Nh4 23.Re1 Nxg2 24.dxc7 Nxe1 25.Qxe1 g2+ 
26.Kxg2 Rg7+ 27.Kh1 Bh3 28.Bf1 Qd3 29.Nxe5 Bxf1 30.Qxf1 Qxc3 
31.Rc1 Qxe5 32.c8Q Rxc8 33.Rxc8 Qe6 0–1 

Vor jetzt genau 100 Jahren, zwischen 7.Januar und 10.Februar 1910, 
saßen sich in Wien und Berlin zwei Meister gegenüber, die ihrerseits 
um den Titel des Schachweltmeisters spielten. Es waren der finanziell 
wohl gerade etwas knappe Weltmeister Dr. Emanuel Lasker und der 
in jeder Beziehung tragische Österreicher Carl Schlechter. 

Bekanntlich gewann Schlechter die fünfte Partie, hielt sogar bis in die 
Schlusskurve alle anderen recht überzeugend remis und stand in der 
letzten, der zehnten Partie gegen Lasker glatt auf Gewinn, fand das 
(für einen Meister wie ihn) nicht gerade schwer zu sehende Matt nicht, 
verlor die Partie und damit den eigentlich schon eroberten Titel des 
Schachweltmeisters und starb ein paar Jahre später in bitterster Armut 
den Hungertod. 

Hingegen wären Schlechter als Weltmeister wohl gar lebenslänglich 
Gagen etc. in ganz beträchtlicher Höhe sogar nur für die Teilnahme an 
einem Turnier zugeflossen; das war etwas, was Emanuel Lasker zum 
ersten Mal in stolzer Höhe für sich in St.Petersburg 1914 durchsetzte. 
Das 5:5 ließ dann aber „Amtsinhaber“ Lasker Weltmeister bleiben. 
Das war vor genau 100 Jahren. 

Auf der im Stundentakt aktuellen Seite http://www.chessvibes.com/ 
fand ich die Information, dass gleichsam ein Schachspieler von uns 
gegangen sei, genauer: eine Schachkolumne. Die < Washington Post > 
scheint mittlerweile in solchen Problemen zu stecken, dass sie sich 
nicht mal mehr Lubomir Kavalek leisten kann. Nach 760 Kolumnen 
für die Post haben sie ihm das Büro zugesperrt; die letzte erschien am 
4.Jan. 2010 . Hier ist sie: 
http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2010/01/04/AR2010010400973.html 

Wer das Schachgeschehen in aller Welt aber w i r k l i c h aktuell haben 
möchte, clickt natürlich auf: http://chesszilla.com/ Die Seite besteht aus 
14 Blöcken, jeder von ihnen spiegelt die gerade aktuellen Überschriften 
von wiederum anderen Schachseiten, mit Datum und Uhrzeit. Praktisch. 

- Ralf Mulde - 

Zuletzt geändert am 08.10.2011