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Newsletter-Archiv des DESC

Newsletter 2009-11-23

Newsletter des DESC ... Nr. 47 / 2009,  Montag, 23. Nov. 2009 
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01. Michael Schirmer:  D a s  Turnier. Es kommt. Du bist dabei ! 
02. Ralf Mulde: Blindenschach 
03. Friedrich Irmer: Die Pyramide. Horror und Parametrik 
04. Joerg Kracht: DESC Mannschafts-Open VM 2009 
05. Guenter John : Die Meisterschaft 2008, Rd. 2, SemiFinale Gr.01 
06. Thomas Urlau: Die Meisterschaft MH2009/Rd.1/Gr.C 
07. Norbert Haubrich: Das 15er F0040. Alzheimer war auch da. 
08. Joerg Kracht: Doppel 7er, Christian Wrede siegt im SZ079 
09. Ralf Mulde: Mannschaftskämpfe 
10. Admins: Neue & vorübergehend entfleuchte Mitglieder 
11. Joerg Kracht: Siegerturniere 
12. Josef Schmitz: Gardeschweizer 
13. Joerg Kracht: Thematurnier T0197 
14. Joerg Kracht: 7er Turniere 
15. Lars Milde: 4. Liga 2009 Gruppe C / Joerg Kracht: 1.Liga 
16. Heinz Hansen: 4er Turnier mit Totorat Sieg: V0330 
17. Hans Krebs: Jubiläumswettbewerb bei 3er Turnieren 
18. Josef Schmitz: Einzelspiele 
19. Frank Malewicz: Buchrezension 
20. Irres, Werbung und Theoretisches aus der Welt < da draußen > 

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Leider nicht zu ändernder Redaktionsschluss ist Sonntag um 20:00 h. 
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01. Michael Schirmer:  D a s  Turnier. Es kommt. Du bist dabei ! 

Liebe Schachfreunde, es ist wieder an der Zeit, die Figuren in Stellung 
zu bringen und sich für DAS Turnier im DESC schlechthin bereit zu 
machen ;-) 

Ab sofort könnt Ihr Euch für die Meisterschaft 2010 anmelden, die so 
wie jedes Jahr unterteilt in < Meisterturnier > 
http://www.desc-online.de/st/meisterschaft/2010/set.htm 

und < Hauptturnier > 
http://www.desc-online.de/st/meisterschaft/2010/hauptturnier.htm 
ausgetragen wird. Die genauen Qualifikationsbedingungen könnt Ihr 
auf den entsprechenden Seiten nachlesen. 

Anmeldeschluss ist am 05.01.2010, Turnierstart am 15.01.2010! 

Ich würde mich natürlich freuen, wenn wir auch in diesem Jahr wieder 
den Teilnahmerekord steigern könnten ;-) 

[Michael Schirmer, Turnierdirektor der DESC-Meisterschaften] 


02. Ralf Mulde: Blindenschach 

Zu meiner großen Freude hat der dafür genau richtige, nämlich Josef 
Schmitz, sich dieses Projektes angenommen und hat die Spieler, die 
im DESC als sehbehindert oder blind bekannt sind, kontaktiert. Ob nun 
daraus ein Mannschafts-Wettkampf (gegen wen?) oder eine andere 
Aktivität entstehen wird, vielleicht auch „nur“ ein Erfahrungsaustausch 
über den Umgang mit diesem oder jenem geeigneten Programm etc., 
kann im Moment wohl noch niemand sagen. Es bleibt dabei, dass ich 
dabei helfe, wo immer ich kann. 

Jedenfalls ist man nun schon „höheren Ortes“ auf uns aufmerksam 
geworden, wie ich dankbar dem neuesten Rundbrief des Deutschen 
Schachbundes entnehme: 

********************************* 
Uwe Müller: Ein Blinder spielt Fernschach per E-Mail 
********************************* 
Blindenschach 
22.11.2009 17:30 
Vor einigen Wochen hat der blinde Schachspieler Uwe Müller für den 
Deutschen E-Mail Schachclub (DESC) von seinen Erfahrungen und 
Problemen beim Spielen von Fernschach-Partien berichtet. Da die 
bekannten Programme für das Email- bzw. Fernschach für Blinde 
wegen der Mausbedienung ungeeignet sind, hat er sich selbst an die 
Arbeit gemacht und ein QBasic-Programm geschrieben. QBasic ist 
eine leicht erlernbare Programmiersprache für MS-DOS, die bis 
Windows 98 im Lieferumfang des Microsoft-Betriebssystems 
enthalten war. Der Programmcode (kann) bei Uwe Müller kostenlos 
angefordert werden. Der DESC wird sicher den Kontakt vermitteln. 
Lassen wir jetzt aber Uwe Müller zu Wort kommen: 
http://www.schachbund.de/news/article.html?article_file=1258907434.txt 


03. Friedrich Irmer 
Die Pyramide: Horror und parametrisierte Funktionen 

Die letzte Partie des Jahres 2008 ist beendet - 5 Tage bevor es zur 
Abschätzung gekommen wäre: in der Partie P2008.098 verteidigte 
Ulf Gohla mit einem Sieg gegen Herausforderer Peter O. Knoeppel 
seinen Platz auf Ebene 6. 

Nur ein Vierteljahr dauerte dagegen die Partie P2009.095 zwischen 
Juergen Hitzegrad (Ebene 10) und Steffen Lange (Ebene 9). Dafür 
endete sie auch nur mit einem Remis. 

Mehr gab es diese Woche nicht. [Waaaas ??? -rm-] 
Kommen wir also wie gewohnt zu den Geburtstagskindern des Tages: 

Zuerst vielleicht etwas überraschend [ ... in der Tat ... -rm-] : 
+ Miley Ray Cyrus - geboren am 23. November 1992. 
Besser bekannt als Hannah Montana bzw. Miley Stewart. 
Leidgeprüften Onkel mit Nichten im entsprechenden Alter (oder Eltern) 
noch besser bekannt durch die sauteuren Fanartikel. 

Weniger überraschend: 
+ William Henry Pratt - geboren 1887 in London. Besser - sicher 
auch dem Chefredaktör - bekannt als Boris Karloff "the Uncanny" 
(der Unheimliche) - The Master of Horror. Weltruhm erlangte er 
1931 durch seine Rolle als Frankensteins Monster. Weitere großartige 
Horrorfilme folgten, darunter war die "Die Maske des Fu-Manchu", 
in dem er Fu-Manchu spielt, und schließlich auch der Untote 
"Imhotep" in "Die Mumie". 

Dazu passend: 
+ Henry McCarty, oder William H. Bonney, Henry Antrim oder 
auch Kid Antrim; geboren 1859 in New York oder Indiana [sind 
auch nur ein paar Tagesritte dazwischen -rm-]. 
Besser bekannt als Billy the Kid: einer der bekanntesten US-amerikan. 
Revolverhelden, dem zwischen (sicher überlieferten) 4 und bis zu 21 
Morde angelastet werden - und mindestens 9 Filme über ihn. [Ihm die 
gleich mit anzulasten, ist nur gerecht! -rm] 

Und schließlich noch zwei Schachspieler: 
+ Karsten Müller - geboren 1970 in Hamburg. 1987 gewann er die 
deutsche Jugendvereinsmeisterschaft mit dem SC Diogenes Hamburg. 
Seit 1997 trägt er den Titel eines Großmeisters. 

Er ist auch als Schachtrainer und Autor div. Schachbücher bekannt. 
Seine überwiegend auf Englisch verfassten Werke haben ihn in der 
angelsächsischen (Schach-)Welt zu einem äußerst geschätzten Autor 
gemacht. Vom Deutschen Schachbund wurde er als Trainer des Jahres 
2007 ausgezeichnet. 1996 promovierte er zum Doktor der Mathematik 
über das Thema < Arow-Dewilde-Dym-Parametrisierung jpp-innerer 
Funktionen > (ähh?? - worum gehts?). Bei dieser Themenwahl ist es 
wohl nicht weiter verwunderlich, dass keine Partie Königsgambit von 
ihm aufzutreiben ist. [Der Mann kann eben Schach spielen ... -rm-] 

+ Ludwig Adolf Friedrich Hans Rellstab - geboren 1904 in Berlin. 
Auch er begann als Student der Mathematik und Physik in Berlin und 
später München. Nach einigen Semestern gab er sein Studium ohne 
Abschluss auf (kein Wunder bei den Themen s.o) und verdiente sich 
nun seinen Lebensunterhalt als Schachspieler und Schachschriftsteller. 

In den Jahren 1932 bis 1943 war er fest angestellter Journalist beim 
Scherl-Verlag in Berlin und von April 1943 bis Sept. 1944 leitete er 
die Redaktion der Deutschen Schachzeitung. 1950 war er Herausgeber 
des < Schach-Taschen-Jahrbuchs > und blieb der Redaktion zeitlebens 
verbunden. Daneben kommentierte Rellstab mehrere Jahre lang im 
< Schach-Echo > viele Partien. 

Für den Deutschen Schachbund übernahm er fünfzehn Jahre lang 
Aufgaben als Schriftführer, Turnierleiter und Pressewart. 1950 erhielt 
er den neu geschaffenen Titel < Internationaler Meister > und ein Jahr 
später avancierte Rellstab zu einem offiziellen Schiedsrichter der FIDE. 

Im stark besetzten Turnier in Beverwijk, dem Vorläufer des Vorläufers 
(Wijk aan Zee) des Corus Turniers wagte er eine Partie Königsgambit: 

Rellstab, Ludwig - Bouwmeester, Hans, Beverwijk 1952 [C35] 
1.e4 e5 2.f4 exf4 3.Nf3 Be7 4.Bc4 Nf6 5.d3 d5 6.exd5 Nxd5 
7.Bxd5 Qxd5 8.Bxf4 O-O 9.O-O c5 10.Nc3 Qd8 11.Qd2 Nc6 
12.Rae1 b6 13.Qf2 Bb7 14.Qg3 Nd4 15.Nxd4 Bh4 16.Qg4 Qxd4+ 
17.Re3 Bf6 18.Ne4 Bxe4 19.dxe4 Rad8 20.Qg3 Rfe8 21.c3 Qc4 
22.e5 Be7 23.e6 fxe6 24.Bh6 g6 25.Qe5 1-0 


04. Joerg Kracht: DESC Mannschafts-Open VM 2009 

In der Gruppe 3 steht mit der Mannschaft des DESC 1 schon ein 
Qualifikant für die nächste Runde fest. Aber wer wird als zweites ins 
Ziel kommen? MAPEJK 1 und Springergabel liefern sich ein Rennen 
Kopf an Kopf - aber auch die FSF Rochade5171 sieht sicher für sich 
noch eine Möglichkeit. Keinerlei Chancen haben aber die DESC - 
Schachlöwen und Brazil 1 mehr. 

Dagegen sind in der Gruppe 5 schon die Entscheidungen gefallen. 
Der IQ-Chess Club und das Team DESC.3 können für die nächste 
Runde planen [machen wir schon! Trainingslager Malente ... -rm-]. 
Unsere ausländischen Freunde aus Mexiko, von Brazil 3 und auch 
Mapejk 3 hatten dagegen das Nachsehen. 


05. Guenter John : Die Meisterschaft 2008, Rd. 2, SemiFin. Gr.01 

Bei nur noch 3 laufenden Partien, nämlich 

M2008.292 Jung, Reiner ....... Auch, Stefan 
M2008.295 Leisebein, Peter ... Axmann, Stefan 
M2008.300 Axmann, Stefan ..... Kracht, Joerg 

sieht die Tabelle wie folgt aus: 

1.) Leisebein, Peter .... 5,0 Pkt., 1 noch lfd. Partie(n) 
2.) Kracht, Joerg ....... 3,0 Pkt., 1 noch lfd. Partie(n) 
3.) Auch, Stefan ........ 2,5 Pkt., 1 noch lfd. Partie(n) 
3.) Axmann, Stefan ...... 2,5 Pkt., 2 noch lfd. Partie(n) 
3.) Moeller, Uwe ........ 2,5 Pkt., 0 noch lfd. Partie(n) 
6.) Jung, Reiner ........ 2,0 Pkt., 1 noch lfd. Partie(n) 
7.) Hofsommer, Michael *) 0,5 Pkt., 0 noch lfd. Partie(n) 

*) Michael Hofsommer ist am 27.06.09 aus dem DESC ausgetreten 
und hat 5 seiner noch laufenden Partien nicht fortgesetzt. 


06. Thomas Urlau: Die Meisterschaft MH2009/Rd.1/Gr.C 

Das Turnier MH2009/Rd.1/Gr.C ist beendet. Der Sieger ist unser 
Schachfreund Josef Sistemich, der so in die nächste Runde einzieht, 
während die anderen Plätze mit der Feinwertung ermittelt werden 
mussten. Den zweiten Platz belegt Manfred Hachenthal und den 
dritten Armin Kapfenstein. Auch sie sind in der nächsten Runde. 

Aber auch Rolf-Dieter Liebeskind hat noch die Chance, in die nächste 
Runde zu gelangen, wenn er zu den beiden besten Viertplatzierten 
gehört. Aber das entscheidet sich bekanntlich erst nach Beendigung 
aller Gruppen. Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer und danke 
für die fast [oho! -rm-] reibungslose Zusammenarbeit. 

1.) Sistemich, Josef .......... 4.5 Pkt. 
2.) Hachenthal, Manfred ....... 3.5 Pkt. .. 9.00 S/B 
3.) Kapfenstein, Armin ........ 3.5 Pkt. .. 8.75 S/B 
4.) Liebeskind, Rolf-Dieter ... 3.5 Pkt. .. 8.25 S/B 
5.) Ganzer, Michael ........... 3.0 Pkt. 
6.) Brinkaemper, Maik ......... 2.5 Pkt. 
7.) Hickl, Norbert ............ 0.5 Pkt. 


07. Norbert Haubrich: Das 15er F0040. Alzheimer war auch da. 

Auch Das Turnier F0040 ist beendet; überschattet von den zahlreichen 
Aufgaben durch Jonas Kramer und den gesundheitsbedingten 
Rückzug von Schachfreund August Heineccius. 

01.) Kahl, Fred(2334) ............... 12.5 Pkt. 
02.) Totorat, Udo(2176) ............. 12.0 Pkt. .. 71.25 S/B 
03.) Jung, Reiner(2215) ............. 12.0 Pkt. .. 70.50 S/B 
04.) Krammer, Werner(2156) .......... 11.0 Pkt. 
05.) Haubrich, Norbert(2081) ........ 10.0 Pkt. 
06.) Pech, Jaroslav(2221) ............ 8.5 Pkt. 
07.) Wittal, Werner(2077) ............ 7.5 Pkt. .. 31.75 S/B 
08.) Grott, Peter(2043) .............. 7.5 Pkt. .. 31.25 S/B 
09.) Mani, Christian(1961) ........... 6.0 Pkt. 
10.) Grimm, Wolfgang(1719) ........... 5.5 Pkt. 
11.) von Rosenberg, Clemens(1694) .... 4.5 Pkt. .. 12.25 S/B 
12.) Twardowski, Roman(xxxx) ......... 4.5 Pkt. .. 11.50 S/B 
13.) Koehler, Hans Christian(xxxx) ... 2.5 Pkt. 
14.) Heineccius, August(1536) ........ 0.0 Pkt. .. 00.00 S/B 
14.) Kramer, Jonas(xxxx) ............. 0.0 Pkt. .. 00.00 S/B 

Als Sieger 12,5 von 14 Punkten beglückwünsche ich Fred Kahl. 
Ihm steht somit eine Teilnahme an einem Siegerturnier zu und 
ich wünsche ihm dabei recht viel Erfolg. 

Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern für den reibungslosen 
Turnierverlauf (bin ich vergesslich; Alzheimer?? :-)) und wünsche 
allen weiterhin viel Spaß und Erfolg beim DESC. 


08. Joerg Kracht: Doppel 7er, Christian Wrede siegt im SZ079 

Das Turnier SZ079 wurde erfolgreich beendet. Den Sieg in dieser 
Gruppe konnte Christian Wrede erreichen. Den zweiten Platz belegt 
Blagoy Genov, den dritten Platz Simon Henke. 
Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer! 

1.) Wrede,Christian ........ 10.0 Pkt. 
2.) Genov,Blagoy ............ 9.0 Pkt. 
3.) Henke,Simon ............. 8.0 Pkt. 
4.) Vetter,Udo .............. 6.5 Pkt. 
5.) Koenig,Michael .......... 6.0 Pkt. 
6.) Rosenberg,Clemens von ... 2.5 Pkt. 
7.) Simon,Mario ............. 0.0 Pkt. 

Dieses Turnier habe ich nach dem Ausscheiden des eingesetzten 
Turnierleiters übernommen, der mir leider nicht alle beendeten Partien 
zusandte. Weil auch einige Partien von den Spielern nicht mehr 
archiviert waren, gehen der Nachwelt diese Partien so leider verloren. 

[Unfassbar. Viele Spieler, so auch der Fri ... Redakteur, können jeden 
einzelnen Zug plus Analysen seit 1575 ... naja, bei mir seit 2004 ... 
zurückverfolgen ... was macht Ihr mit Euren Partien, Leute? -rm-] 

Das doppelte 7er Turnier SZ081 hat Udo Totorat mit 100% überlegen 
gewonnen - weiter geht der Kampf um einen Platz auf dem Treppchen ... 


09. Ralf Mulde: Mannschaftskämpfe 

Manchmal hat man es in diesen Wettbewerben schon fast mit einem 
Kuriositätenkabinett zu tun, an dem aber der Kapitän des DESC einen 
nicht zu unterschätzenden Anteil an der Verwirrung hatte. 

Der Spielstand gegen die SCCA lautet 21.0 : 07.0. Sehr schön, aber 
im Turniersaal brennt doch noch Licht ...? Am Freitag kam Teamchef 
Mulde plötzlich aufschreckend der Gedanke, bei den verbliebenen 
Aktiven nachzufragen, ob die Dinge überhaupt noch am Laufen seien. 

Die erste daraus resultierende Erkenntnis war, dass Mulde zwar alle 
Ergebnisse eingetragen, aber zwei pgn noch nicht in seine Kollektion 
eingefügt hatte ... hmm ... woher die jetzt nehmen? 

Aber wir sind eine nette Mannschaft und anders als bei den Spielern 
eines oben erwähnten SZ Turniers waren die Notationen in wenigen 
Stunden (danke, Steffen und Kai Uwe!) beim Teamchef. Die beiden 
Partien am Spitzenbrett von Gerhard Limley laufen tatsächlich noch 
... also alles in Ordnung. Aufatmen. 

Lustig ist der gerade begonnene Wettkampf mit der IEEC. Folgende 
Notation mailte der Gegner: 1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.d4 exd4 4.Kxd4 

Es folgte von unserem Mann ein freundlicher Hinweis (unklarer Zug) 
und selbstverständlich eine Kopie davon an den Kapitän. 
... Stille. 
Der Kapitän glaubt weiter, es wird ja wohl nicht so schwer sein ... 
... Weiter Stille. 
Dann ... ein Schrei! zerreißt die Nacht!! 

Naja, eigentlich war es nur die Nachricht per mail, dass nun nicht etwa 
die Notation korrigiert worden sei, sondern, wieder mit 4.Kxd4, ein 
Remis-Angebot erfolgt sei. 

Der nächste Schritt aus der Russland-Abteilung des IECC war dann, 
auch in der zweiten Partie ein Remis-Angebot zu unterbreiten; diesmal 
gleich ganz ohne Zug, vermutlich, weil das ja ohnehin öfters mal 
schiefgeht. ... Tja, so weit aus dem Alltag eines Teamchefs. Und die 
Karnevalszeit hat noch nicht mal richtig begonnen. 

Wir haben, en passent bemerkt, beide Remis abgelehnt und der Chef 
vom IECC hat sichtlich getobt, als er von der Klamotte überhaupt erst 
erfuhr. Wir ahnen: Sibirien. 


10. Admins: Neue & vorübergehend entfleuchte Mitglieder 

Wir freuen uns sehr, dass Willi Beckmann und Michel Velz in den 
DESC eingetreten sind und wünschen Euch interessante Partien! 
Ausgetreten sind Werner Stoelzel und Hartmut Rompf. Schade. 


11. Joerg Kracht: Siegerturniere 

Lars Milde vs. Klaus Fischer - so lautet die Ansetzung in der letzten, 
noch nicht beendeten Partie in der STS091. An der Reihenfolge auf 
dem Treppchen wird sich aber nichts mehr ändern. Udo Totorat vor 
Robert Boehm und Kurt Behrendorf sind die drei ganz vorne. 

Keine Neuigkeiten aus dem STS092 und inzwischen konnte sogar mit 
dem STS093 ein weiteres Turnier gestartet werden. 


12. Josef Schmitz: Gardeschweizer 

Dem allmächtigen Turnierleiter für den Gardeschweizer ist frei nach 
dem Motto < keiner ist unfehlbar > doch tatsächlich ein Missgeschick 
passiert. Zwei unser treuen Gardeschweizer müssen nunmehr innerhalb 
eines Turnieres zum zweiten Mal gegeneinander spielen. Sehr unschön, 
um nicht zu sagen "Schweizer Käse". 

Nun denn, die Regeln waren halt nicht eindeutig. Und so ist es denn 
geschehen, dass Regeln angepasst wurden und zwar unter dem Punkt 6 
heißt es jetzt: 

Ergänzende Regeln (Auszug aus den FIDE-Regeln) 
- Für die Startrangliste werden wertungszahlgleiche Spieler nach Zufall 
sortiert. Dies gilt auch für Spieler, die noch keine Wertung besitzen. 
- Zwei Spieler dürfen nicht mehr als einmal innerhalb eines Turniers 
gegeneinander spielen [sofern sie nicht Stefanie & Stefan heißen -rm-]. 
- Ein Spieler darf nur einmal pro Turnier ein Freilos erhalten. 
- Kein Spieler darf dreimal hintereinander mit der gleichen Farbe 
spielen. 

Ich hoffe sehr, dass Stefanie und Stefan dem TL verzeihen, aber es 
passte halt zu gut (nicht nur vom Namen her..) 


13. Joerg Kracht: Thematurnier T0197 

In diesem Turnier entscheidet die letzte noch laufende Partie über den 
Endstand! Kann Guenter Bischof mit Weiß gegen Jaroslav Pech 
gewinnen? [Und wenn ja, wird er es tun? -rm-] Das wäre sein Sieg in 
diesem Turnier. Aber bereits ein Remis reichte - und schon hätten wir 
zwei Sieger: Michael Tornow führt derzeit mit 8,5 Punkten. 


14. Joerg Kracht: 7er Turniere 

Im SE181 und SE184 laufen nur noch eine bzw. noch zwei Partien. Die 
Entscheidung für den Gruppensieg fiel aber schon vor geraumer Zeit: 
Marco Schlenther (SE181) und Winfried Verbesek sind uneinhobar. 


15. Lars Milde: 4. Liga 2009 Gruppe C / Joerg Kracht: 1.Liga 

Die 4. Liga C wurde heute mit einem eindeutigen Sieger beendet : 

1.) Becker, Godelind .......... 5.5 Pkt. 
2.) Schmitz, Josef ............ 4.5 Pkt. 
3.) Kreuchauf, Olaf ........... 2.0 Pkt. 
4.) Schafranietz, Sebastian ... 0.0 Pkt. 

Herzlichen Glückwunsch an die Siegerin Godelind Becker und an den 
Zweitplatzierten Josef Schmitz! Beide sind im nächsten Jahr für die 
dritte Klasse spielberechtigt! Ich wünsche beiden dann spielfreudigere 
Gegner [... huch ...? -rm-]. Danke für die Geduld! 

Joerg Kracht: In der 1. Liga hat Manfred Dorer seine Partien bereits 
mit 4,5 Punkten beendet. Noch lässt sich nichts über einen Endstand 
sagen. Von 14 Partien endeten 12 mit Remis 
[Erinnert an Italien ... Fußball ... 60er Jahre ... Helenio Herrera ... 
Catenaccio ... Riegel-Rudi ... -rm-]. Spannend wird es auf jedem Fall. 


16. Heinz Hansen: 4er Turnier mit Totorat Sieg: V0330. 

Das Vierer-Turnier V0330 wurde mit folgendem Ergebnis beendet: 

1.) Totorat, Udo ........ 5.5 Pkt. 
2.) Schuster, Gerd ...... 3.5 Pkt. 
3.) Ebisch, Joachim ..... 2.0 Pkt. 
4.) Tietenberg, Lukas ... 1.0 Pkt. 


17. Hans Krebs: Jubiläumswettbewerb bei 3er Turnieren 

Am 28.11.2009 startet das Jubiläumsturnier der 3er! Wie bereits 
angekündigt, wurden die Teilnehmer ausgelost. Insgesamt 7 Spieler 
wollten an diesem bedeutenden Event des DESC teilnehmen. Es gibt 
unter unseren Mitgliedern wohl einige, die auf so etwas achten und 
ganz heiß sind. 

Zwei Spieler zogen auf Anfrage [lautete die: Wenn Du nicht bis ... 
dann ... ? -rm-] ihre Anmeldung wieder zurück. So musste letztlich 
das Los entscheiden. Im stillen Kämmerlein wurden dann folgenden 
glückliche Gewinner ausgelost: 

Grott, Peter (NRW / 2055) 
Beer, Stefanie (BRA / ---) 
Wittal, Werner (BAY / 2025) 

Neben dem immer aktiven Peter Grott (NRW) ergatterte auch 
Stefanie Beer (BRA [nicht Brasilien :-)]) und Werner Wittal (BAY) 
ein Ticket.  Ich hoffe jetzt auf hochinteressante Jubiläumspartien und 
einen spannenden Verlauf. 

Vielleicht kann der DESC ja dem Sieger eine Urkunde oder so was 
Ähnliches spendieren. Vielleicht hab ich ja auch noch eine Tafel 
Schokolade oder was anderes? 

Und passend zum Fest: Ab dem Jubel-Turnier erscheinen die 3er 
Tabellen auch im "neuen" DESC Look. Der TL hofft, es gefällt den 
Spielern! 


18. Josef Schmitz: Einzelspiele 

Leider gab es in dieser Woche keine neuen Spielpaarungen. Denkt 
dran, jetzt kommen die langen Winterabende und die sind doch 
prädestiniert für das ein oder andere Einzelspiel oder? Guckst Du hier: 

http://www.desc-online.de/turniere/einzel/index.php 
Mehr Info? Eine kurze Mail an josef@desc-online.de genügt. 


19. Frank Malewicz: Buchrezension 

Glavinic, Thomas „Carl Haffners Liebe zum Unentschieden“ 
Verlag Volk und Welt 1998, ISBN 3-353-01111-0 

In seinem ersten Roman adaptiert Thomas Glavinic  den 
Weltmeisterschaftskampf Lasker - Schlechter 1910 . 
Aus Carl Schlechter wird dabei Carl Haffner, Lasker bleibt Lasker. 
Haffner war der Künstlername von Schlechters Großvater, ist also 
nicht ganz aus der Luft gegriffen. 

Der Weltmeisterkampf Haffner - Lasker bildet die eine Handlungs- 
und Erzählebene, eine zweite wird durch Rückblenden auf Haffners 
Lebensweg und Familiengeschichte gebildet. 

Vor der entscheidenden letzten Partie der Weltmeisterschaft, die auf 
10 Partien angesetzt war, fünf in Wien und fünf in Berlin, hatten acht 
Partien mit einem Remis geendet. Haffner lag durch einen unerwarteten 
Sieg in der fünften Partie in Führung. Ein Remis in der letzten Partie 
würde zum Titel reichen, aber die Angst vor dem Titel und die damit 
verbundenen Erwartungen, sowie der Glaube, mit einem Remis den 
Titel nicht zu verdienen, führen zu einer Änderung seiner Spielanlage 
und zur Niederlage. 

Ob die zweite Erzählebene sich stark an Schlechters Vorbild orientiert, 
vermag ich nicht zu beurteilen, weil ich noch keine Biographie über 
Schlechter gelesen habe. Ich fand dieses Buch insofern interessant, dass 
es einen Weltmeisterschaftskampf mit literarischen Mitteln beschreibt; 
so werden die Notationen der Partien  gar nicht erst erwähnt. 

[Besonders froh bin ich, dass wir nun mit Franks außerordentlich 
interessantem Artikel vielleicht den Beginn einer neuen, ständigen 
Rubrik starten können. Ich bitte  j e d e n,  etwas beizutragen. -rm-] 


20. Irres, Werbung und Theoretisches aus der Welt < da draußen > 

Als Premiere in diesem Bereich weisen wir auf ein sinnvolles und gut 
erprobtes Produkt hin. Also, Schachspieler, aufgepasst und zugelangt! 

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Aus irgendeinem Grund wollte ich nur ganz kurz das Jahresdatum des 
ersten Schachturniers nachschlagen und erwartete den Eintrag ' London 
18xx ' zu erhalten. Ich lag lediglich um rund dreihundert Jahre daneben. 
Weil das anderen vielleicht auch so geht, hier ein kurzer Blick auf das 
wohl erste Schachturnier aller Zeiten. Es war in Madrid und zwar 1575. 

Weil wir gerade Schiller – Jahr haben, besteht die Hoffnung, dass hier   
und da Assoziationen aufkommen: genau, Don Carlos, Philipp II, sein 
(dort) schurkenhafter Herzog Alba, das Escorial – wir sind im Film. 

Teilnehmer dieses 4er Turniers (die FIDE hat dieses Modell bei diesen 
Super-Turnieren ja wieder eingeführt ...) waren Ruy Lopez de Segura, 
Alfonso Ceron, Paolo Boi und Giovanni di Cutri Leonardo. Im Forum 
von Chessopedia glaubte ein Diskutant erst, dass 1575 am Königlichen 
Hof von Madrid das Team < Polerio & Leonardo > in einer von König 
Phillip II. (wohl nicht gerade persönlich) ausgerichteten Match - Serie 
das Duo < Ruy Lopez de Segura & Ceron > besiegten. 

Schon der nächste Beitrag aber weist darauf hin, dass es doch der 
Italiener Giovanni di Cutri Leonardo und Paolo Boi gewesen seien, 
die Spaniens Ruy Lopez und den Portugiesen Alfonso Cerón in 
Madrid geschlagen hätten. 

Giulio Cesare Polerio ("l'Abruzzese") hingegen, der ein Schüler von 
Leonardo war, fuhr zwar als Begleiter mit Boi und Leonardo nach 
Madrid, spielte dort jedoch nicht mit. 

Um die Verwirrung zu komplettieren, finden sich auch Angaben mit 
dem Jahr 1574 bzw. 1574/75 als Zeit des Turnieres. Wegen der milden 
mediterranen Temperaturen auch in der Winterzeit ist es einerseits 
möglich, dass die Gruppe in Spanien überwinterte, zumal es dem 
Gastgeber ja nicht gerade an finanziellen Voraussetzungen mangelte, 
einige Gäste für längere Zeit mit dem Nötigsten zu versorgen, und es 
ist andererseits wahrscheinlich, dass man die lange Reise nicht nur für 
ein paar Tage Aufenthalt unternommen hatte. Die Angabe von 1574/75 
muss also nicht falsch sein. Und hier ist endlich eine Partie: 

[Event "Madrid, Koenig Phillip II."] 
[Site "Sora"] 
[Date "1575.??.??"] 
[EventDate "?"] 
[Round "?"] 
[Result "1-0"] 
[White "Polerio, Giulio Cesare"] 
[Black " Lorenzo, Giovanni di Cutri"] 
[ECO "C53"] 
1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bc4 Bc5 4.c3 Qe7 5.O-O d6 6.d4 Bb6 
7.Bg5 Nf6 8.a4 a6 9.Bd5 Nb8 10.Nbd2 c6 11.Ba2 Bg4 12.Qb3 Ba7 
13.Qd1 g6 14.dxe5 dxe5 15.Bxf7+ Kd8 16.Nxe5 Qxe5 17.Bxf6+ Kc8 
18.Qxg4+ Nd7 19.Bxh8 Qxh8 20.Be6 Qe8 21.Nc4 Kc7 22.Qf4+ Kd8 
23.Qd6 Bb8 24.Qxd7+ Qxd7 25.Bxd7 Kxd7 26.Nb6+ Kd6 
27.Nxa8 Ba7 28.Rfd1+ Kc5 29.Rd4 a5 30.Rad1 b5 31.b4+ axb4 
32.cxb4# 1-0 http://chess.eusa.ed.ac.uk/Chess/Trivia/firsts.html 

Nach dem Turnier reisten die Italiener wohl noch ein wenig durchs 
Land, um hier und da noch weitere Schachmeister für einige Partien 
zu treffen; man darf annehmen, dass die Herrschaften dabei um Geld 
spielten oder an Wetteinsätzen partizipierten, schließlich mussten sie 
ja von irgend etwas leben. Leonardo spielte sogar im (von Madrid) 
recht weit entfernten Barcelona mit Tomaso Caputo, genannt Rosces. 
http://www.chess.com/chessopedia/view/tournament 

Wikibooks erwähnt, dass die Ruy Lopez schon 1560 in Rom gewesen 
sei und di Cutri geschlagen hatte. Ich finde jedoch eine Partie von 1572, 
also „nur“ drei Jahre vor der Revanche, was auch schlüssiger klingt: 

Lopez de Segura,Ruy – Leonardo,Giov. da Cutri, Rom 1572 [C40] 
1.e4 e5 2.Nf3 f6 3.Nxe5 fxe5 4.Qh5+ g6 5.Qxe5+ Qe7 6.Qxh8 Nf6 
7.d4 Kf7 8.Bc4+ d5 9.Bxd5+ Nxd5 1–0 

„dank der besseren Vorbereitung“, wie immer die ausgesehen haben 
mag, gewann Ruy Lopez de Segura mit 3:2, wie ' Schachfeld ' weiß. 
Im ausschließlich bei Wikibooks erwähnten „italienischen“ Finale 
spielten (wohl nicht zum Gaudium des spanischen Königs, der ja die 
Zeche zahlte) Leonardo und Boi gegeneinander und Ersterer gewann. 
http://de.wikibooks.org/wiki/Schach:_CHAP6 und 
http://www.schachfeld.de/f61/entwicklung-schach-italien-1059/   

Leonardo,Giov. da Cutri - Lopez de Seg.,Ruy, Madrid 1575 [C41] 
1.e4 e5 2.Nf3 d6 3.Bc4 f5 4.d3 Be7 5.Qe2 c6 6.h3 f4 7.g3 fxg3 
8.fxg3 Qc7 9.Nc3 Nf6 10.b4 1–0 

Kurz bemerkt sei nur, dass der Kalabrese Gioacchino Greco ( also eig. 
Joachim der Grieche) geb. um 1600, gest. schon 1634 auf den Antillen 
erst eine Generation  n a c h  den oben Genannten am Brett saß. 

Das war das erste Schach t u r n i e r. Was aber war die erste P a r t i e ? 

Marcus Hieronymus ( = Marco Girolamo) Vida,, Bischof v. Alba und 
nebenberuflich zum Glück auch Dichter, schuf mit < Scacchia ludus > 
1527 das Epos einer Schachpartie und zwar ein < Duell der Götter > 

„Nach Vidas Erzählung ist (sie) die allererste Schachpartie überhaupt. 
Die Götter spielen daher wie Anfänger. Die beschriebenen Züge galten 
lange Zeit als völlig fiktiv und nicht rekonstruierbar. Ende der 90er 
Jahre haben zwei Bochumer Wissenschaftler* jedoch einen (...) 
Versuch zur Rekonstruktion gemacht: 
(* Professor Dr. Reinhold F. Glei / Dr. Thomas Paulsen, "... und sie 
spielt sich doch!" Zur Rekonstruierbarkeit der Schachpartie in Vidas 
"Scacchia Ludus", erschienen im Neulateinischen Jahrbuch Band 1 
(1999 / S. 65-97) - - [Bis auf die erste stammen die Anmerkungen aus 
der bezeichneten Quelle -rm-] 

Apoll – Merkur, Ort: vermutlich Olymp, Jahr: ??, [A00] 
1.d4 d5 2.f3 c6 3.e4 e5 
{Gott spielt also Blackmar Diemer Gambit ... Peter Leisebein wird 
das schon lange gewusst haben. Aber jetzt:} 
4.b3 dxe4 5.fxe4 Qc7 6.Nf3 Nf6 7.Nxe5 Nxe4 8.Nd3 Nf6 9.Nc5 Nd5 
10.Qf3 Nb4 11.c3 Nc2+ 12.Kd1 Nxa1 13.Qd3 Nc2 14.Qxc2 a6 
15.a4 b5 16.axb5 axb5 17.Qe2+ Be7 18.h4 b4 19.cxb4 Ba6 20.Qc2 
{An dieser Stelle spielt Apoll zuerst 20.g3, doch als er merkt, dass 
seine Dame hängt, nimmt er den Zug kurzerhand zurück und bringt 
die Königin in Sicherheit. Merkur protestiert, aber vergeblich. 
Jupiter führt daraufhin die Regel «Berührt –geführt» ein.} 
20. … Bf6 
{Merkur versucht mit 20. … Bg6 zu schummeln, wird aber ertappt.} 
21.g3 Bc8 22.Bg2 Na6 23.Bd2 Nb8 24.d5 Ra1 25.Re1+ Kf8 
26.Ne6+ Bxe6 27.dxe6 fxe6 28.Re4 c5 29.Be3 Na6 30.h5 g6 
31.Qf2 gxh5 32.Qxf6+ Kg8 33.Qxa1 Nb8 34.Qa8 Kf8 35.bxc5 Ke8 
36.Qa4+ Kd8 37.Bf1 h6 38.b4 Qh7 39.Rh4 Qxb1+ 40.Kd2 Qxf1 
41.Rf4 Qg2+ 42.Kd1 Qd5+ 43.Bd4 Qc4 44.Bxh8 Qd5+ 45.Kc1 e5 
46.Rh4 Qd3 
{Mars will Merkur helfen und versucht, zwei schon geschlagene 
Figuren wieder aufs Brett zu setzen. Vulkan verrät ihn aber.} 
47.Qd1 Qd7 48.Qxd7+ Nxd7 49.Rh1 e4 50.Bb2 Ke7 51.Kc2 Kf7 
52.Kb3 Nf6 53.Rb1 Ng8 54.c6 e3 55.c7 e2 56.c8Q Ne7 57.Qc3 Kg8 
58.Qd4 
{Dass Weiß hier und im nächsten Zug auf g7 mattsetzen könnte, wird 
sowohl von Vida wie den beiden Wissenschaftlern übergangen.} 
58. … Kh7 59.Qd8 Ng8 60.Qa8 h4 61.gxh4 Kg6 62.Qc6+ Nf6 
63.Qc5 Ne4 64.Qc8 Nd2+ 65.Ka3 Nxb1+ 66.Kb3 e1Q 67.Qf8 Qe3+ 
68.Ka4 Qe2 69.Bc1 Qd3 70.Qxh6+ Kf7 71.Qh5+ Qg6 72.Qb5 Nc3+ 
{Apoll verliert bereits die dritte Schwerfigur durch Springergabel!} 
73.Ka5 Nxb5 74.Kxb5 Qf5+ 75.Ka4 Qd7+ 76.b5 Qd1+ 77.Kb4 Qxc1 
78.b6 Qc6 79.Kb3 Qxb6+ 80.Kc3 Qf6+ 81.Kd3 Qxh4 82.Ke3 Ke6 
83.Ke2 Kd5 84.Kd1 Qh2 85.Kc1 Kc4 86.Kd1 Kc3 87.Ke1 Kd3 
88.Kf1 Ke3 89.Ke1 Qh1# 
http://www.ruhr-uni-bochum.de/rubin/rbin2_97/rubin2.htm 
und vor allem,  s e h r  zu empfehlen 
http://www.schachfeld.de/f61/entwicklung-schach-italien-1059/ 

Zweifel sind aber angebracht, dass dies die erste (natürlich sowieso 
gestellte) Partie gewesen sein kann. Man findet leicht eine Seite über 
die Historie des englischen Buchdrucks mit Hinweisen auf das (noch) 
Manuskript < De Ludo Scachorum >, das schon im Jahr 1347 auf 
französisch übersetzt wurde. Es existierte also vor 1347 und wurde 
1474 von französisch in englisch übersetzt und zwei Jahre später unter 
dem Titel < The Game of Chess > gedruckt, womit es das erst zweite 
jemals gedruckte Buch in England war ... ein Schachbuch! 
http://chessaleeinlondon.wordpress.com/2009/01/31/the-playe-of-chess/ 

Dieselbe Quelle sagt, dass das Epos < Eschacs d'amor > aus Valencia 
um 1490 entstand, einer Zeit, in der die neuen, nämlich unbeschränkt 
langen Zugarten von Dame und Läufer sich durchsetzten, man aber 
noch keine Bauernumwandlung und auch noch keine Rochade kannte. 
Die erste notierte (erhaltene) Schachpartie befände sich somit in 
< Eschacs d'amor > [Die Erfindung der Rochade und auch der 50 Züge 
Regel wird für das Jahr 1561 als Erfindung bzw. Vorschlag von Ruy 
Lopez vermutet. Zuvor rochierte man in zwei getrennten Zügen. 
http://www.chess-poster.com/english/chesmayne/brief_notes_on_the_history_of_chess_1500.htm ] 

Der Witz ist, dass es sich bei < Eschacs d'amor >, also circa 1490, um 
eine ganz gleiche Situation wie 1527 < Scacchia ludus > zu handeln 
scheint. Die drei Valenzianer Francí de Castellví, Narcís Vinyoles und 
Bernat Fenollar schufen es in 567 Zeilen, in dem Mars, Venus und 
Merkur Schach spielen; also der Gott des Krieges gegen die Göttin der 
Liebe. Merkur, Gott der Händler, war Schiedsrichter. Die Eröffnung 
war Skandinavisch; die Partie wurde aber im Blick auf die literarische 
Situation hin ersonnen und nirgendwo real gespielt. 

[Event "Scachs d'amor"] 
[Site "Valencia"] 
[Date "1490.?.?"] 
[White "Castellvi (Mars), Francisco"] 
[Black "Vinoles (Venus), Narcisco"] 
[ECO "B01"] 
[Result "1-0"] 
1.e4 d5 2.exd5 Qxd5 3.Nc3 Qd8 4.Bc4 Nf6 5.Nf3 Bg4 6.h3 Bxf3 
7.Qxf3 e6 8.Qxb7 Nbd7 9.Nb5 Rc8 10.Nxa7 Nb6 11.Nxc8 Nxc8 
12.d4 Nd6 13.Bb5+ Nxb5 14.Qxb5+ Nd7 15.d5 exd5 16.Be3 Bd6 
17.Rd1 Qf6 18.Rxd5 Qg6 19.Bf4 Bxf4 20.Qxd7+ Kf8 21.Qd8# 1-0 

Es mag von Interesse eines ständigen und brillanten Mitarbeiters des 
Newsletters sein, dass es Polerio war, der 1590 die erste uns erhaltene 
Königsgambit - Partie spielte. Immerhin dauerte es danach 400 Jahre, 
bis es wieder (nahezu) verschwand. Im selben Jahr weist eins seiner 
Manuskripte die Caro Kann Eröffnung aus. Warum hat man eigentlich 
nie eine Eröffnung (statt nur einer Variante) nach Polerio benannt? 
http://www.chess-poster.com/english/chesmayne/brief_notes_on_the_history_of_chess_1500.htm 

Eine unglaublich gute, farbige, detaillierte und gut recherchierte Seite 
zum Thema ist http://batgirl.atspace.com/Renplayers.html . 

Polerio, Giulio Cesare – Busnardo, Rom 1590 [C33] 
1.e4 e5 2.f4 exf4 3.Bc4 Qh4+ 4.Kf1 g5 5.Nf3 Qh5 6.d4 d6 7.h4 g4 
8.Ng5 Nh6 9.Bxf4 f6 10.Ne6 Bxe6 11.Bxe6 1-0 

Polerio, Giulio Cesare – Domenico, Rom 1610 [C57] 
1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bc4 Nf6 4.Ng5 d5 5.exd5 Nxd5 6.Nxf7 Kxf7 
7.Qf3+ Ke6 8.Nc3 Ne7 9.d4 c6 10.Bg5 h6 11.Bxe7 Bxe7 
12.O-O-O Rf8 13.Qe4 Rxf2 14.dxe5 Bg5+ 15.Kb1 Rd2 16.h4 Rxd1+ 
17.Rxd1 Bxh4 18.Nxd5 cxd5 19.Rxd5 Qg5 20.Rd6+ Ke7 21.Rg6 1-0 

Rellstab,Ludwig – Mitchell,Grah. Russ., BCCA corr 1948 [C91] 
1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bb5 a6 4.Ba4 Nf6 5.0–0 Be7 6.Re1 b5 7.Bb3 d6 
8.c3 0–0 9.d4 Bg4 10.Be3 exd4 11.cxd4 Na5 12.Bc2 c5 13.Nbd2 Nc6 
14.Qb1 Qc7 15.a3 Rac8 16.Rc1 Rfe8 17.d5 Ne5 18.Ne1 g5 19.f3 Bd7 
20.Bxg5 Nxd5 21.Bxe7 Nxe7 22.Nf1 c4 23.Rd1 Qc5+ 24.Kh1 Qf2 
25.Ng3 h5 26.f4 Ng4 27.Nf3 c3 28.bxc3 Rxc3 29.Rd2 Qc5 
30.Nd4 Nc6 31.Nge2 Nxd4 32.Nxd4 Ne3 33.Bb3 Rc8 34.Ne2 Nc2 
35.Nxc3 Nxa1 36.Nd5 Nxb3 37.Qxb3 Be6 38.h3 Bxd5 39.Qg3+ Kf8 
40.Rxd5 Qb6 41.Rd1 Rc2 42.f5 d5 1–0 

- Ralf Mulde - 

Zuletzt geändert am 08.10.2011