DESC-Logo [Bild]

Deutscher E-Mail-Schachclub

Turniere ¦ Service ¦ Kontakt ¦ Sitemap

Newsletter-Archiv



Newsletter-Archiv des DESC

Newsletter 2009-09-28

Newsletter des DESC ... Nr. 39 / 2009,  Montag, 28. Sept. 2009 
- - . - - . - - . - - . - - . - - . 

01. Uwe Mueller: Ein Blinder spielt Fernschach per E-Mail 
02. Open 2009 des DESC mit Rekordbeteiligung gestartet 
03. Friedrich Irmer: Gab es in der Pyramide doch schon Computer? 
04. Josef Schmitz: Schachbörse 
05. Admins: Neue & vorübergehend entfleuchte Mitglieder 
06. Joerg Kracht: Jaroslav Pech in SZ076 glücklich über Platz 1 ! 
07. Josef Schmitz: Einzelspiele 
08. Ralf Mulde: Ratings in DESC und dem Rest der Welt 
09. Irres, Wirres und Theoretisches aus der Welt < da draußen > 

---------------------    
Leider nicht zu ändernder Redaktionsschluss ist Sonntag um 20:00 h. 
--------------------- 


01. Uwe Mueller: Ein Blinder spielt Fernschach per E-Mail 

Schachfreund Josef Schmitz bat mich vor längerem, einen Bericht für 
den Newsletter des DESC zu verfassen. Zuvor möchte ich mich kurz 
vorstellen: Mein Name ist Uwe Müller, bin 47 Jahre alt, ledig, seit ca. 
7 Jahren fast blind und wohne im Südwesten, am Oberrhein beim 
Dreiländereck bei Basel. 

Als ich vor vielen Jahren zum ersten Mal ins Internet kam, fand ich 
beim Stöbern auch die Homepage vom DESC (Deutscher E-Mail 
Schachclub) und legte sie zu den Favoriten. Weil ich mich beim Surfen 
und E-Mails noch nicht so auskannte, wollte ich erstmal abwarten. Ich 
hatte ja zu dieser Zeit bereits einige Fernschach-Turniere beim DBSB 
(Deutscher Blinden- und Sehbehinderten-Schachbund e.V.) am Laufen. 

Erst in diesen Tagen, als ein Schachfreund das für sich entdeckte, 
erwachte wieder mein Interesse. Er meldete sich an, spielte die 
Probepartie und hat inzwischen 2 Turniere am Laufen. 

Zu Beginn hatte er die gleichen Schwierigkeiten wie es so vielen 
anderen auch ergehen dürfte, nämlich das Ganze in die richtige Form 
zu bringen, insbesondere die Berechnung der Bedenktage. 

Um das zu erleichtern, empfahl man ihm einige Hilfs-Programme. Die 
habe ich, als sein PC-Lehrer, getestet und musste leider feststellen, dass 
sie für uns blinde PC-Benutzer nicht zu gebrauchen waren, weil sie 
Maus-orientiert sind. Wir benutzen nur die Tastatur und eine 
Sprachausgabe mit Blindenschriftunterstützung, Braille-Zeile genannt 
und können alles erfassen, was in Text vorhanden ist. 

Nach einigen Möglichkeiten, die wir durchgegangen sind, kam ich auf 
die Idee, ihm ein Programm in QBasic zu schreiben. Nach anfänglichen 
Problemen wurde es immer besser und inzwischen dürfte es recht gut 
funktionieren. 

Mein System beruht darauf, für jede Partie eine TXT-Datei zu erzeugen, 
sie in ein Mail einzufügen und zu versenden. 

Man benutzt für jedes Turnier einen eigenen Ordner mit dem Namen 
"Fernschach" und dem Namen des Turniers, z.B. "Fernschach – V0123" 

In ihm befinden sich alle notwendigen Dateien und der Ordner "Beginn", 
in dem ein separates Programm enthalten ist, das für den Beginn eines 
Turniers gebraucht wird, um alle TXT-Dateien mit allen  Turnier-Daten 
einmal zu erzeugen, die man vom Turnierleiter bekommt. 

Bei einem SE-Turnier werden im Ordner "Beginn" 6 Dateien erstellt 
und in den Überordner "Fernschach - V0123" kopiert, die dann für das 
laufende Turnier verwendet werden. 

Wegen des alten DOS war ich gezwungen, den Dateinamen auf 8 
Zeichen zu begrenzen. Deshalb entschied ich mich, die Dateinamen 
mit "P"+Begegnungs-Nr.+".txt" zu benennen, z.B. "P07.txt". Zum 
Aufrufen benutze ich alte BAT-Dateien, die problemlos funktionieren. 

Wenn jetzt eine Mail eines Gegners eintrifft, hole ich mir seinen Zug 
und die beiden Tage seiner Bedenkzeit. Zusammen mit der 
Begegnungs-Nr. und meinem Zug habe ich nun alle Daten, die ich in 
die Datei "zd.txt" wie folgt einzutragen habe. 

Zum Beispiel: 

******* 
07 
12. Tac1 
12... Dc7 
1819 
******* 

Die vierte Zeile bezieht sich auf die beiden Bedenk-Tage von: 
(Deine Bedenkzeit: 09/18 - 09/19, +1/7) 

Vor kurzem hatte ich noch 8 Ziffern, erkannte aber, dass es immer der 
laufende Monat ist. Selbstverständlich habe ich den Monatsumbruch, 
z.B. 3001, berücksichtigt. 

Mein Programm erstellt aus diesen 4 Zeilen die 2 ja wiederkehrenden 
Zeilen "Mein und Dein Zug", "Meine und Deine Bedenktage", die 
Gesamttage  und die gesamte pflichtgemäße PGN, sowie am Ende 
nach einer Leerzeile ein "Hallo Gustav", falls der Gegner Gustav heißt. 

Jetzt muss man nur noch die Datei "P07.txt" in ein Mail einfügen und 
an Gustav schicken. 

Als drittes Programm ist es mir vor kurzem gelungen, aus der PGN 
ein Diagramm für uns Blinde in eine Datei zu schreiben, damit man 
nach dem ca. 15 Zug die Partie nicht immer nachspielen muss. Darauf 
bin ich besonders stolz, da ich vor vielen Jahren damit gescheitert bin. 

Weil auch ich zu denen gehöre, die die Sache mit den Bedenktagen 
schwierig fanden, konnte ich mich erst durch mein System durchringen, 
beim DESC mitzumachen. Bisher spielte ich E-Mail-Fernschach nur 
mit Freunden. Bei diesen Freundschafts-Partien gab es nur eine 
Kopf-Zeile und die Züge in deutsch untereinander. Auch bei 2 Partien 
schickten wir nur ein Mail, und das unregelmäßig. 

=> Wer es möchte, dem stelle ich gerne mein System kostenlos zur 
Verfügung! 

Seit wir mit unseren Sprach- und Braillesystemen auf das Internet und 
die E-Mails zugreifen können, bekamen wir sehr großen Zugang zu 
vielen, nur nicht zu grafischen Informationen, die wir früher eben nicht 
hatten. 
Gerade das Spiel per E-Mail hat eine ganz besondere Eigenschaft: 
Hier können Blinde und Sehende gleichberechtigt miteinander 
kommunizieren. 
=> Wir Blinde wollen in der Regel weder benachteiligt noch bevorzugt 
werden!! 

Nachdem ich meine Mitglieds-Nr. bekam, meldete ich mich für mein 
erstes Turnier an. Mit den Internet-Seiten des DESC bin ich ohne 
größere Probleme gut klargekommen. Um mir einen guten Eindruck 
zu verschaffen, nahm ich gleich an einem SE - Turnier teil, um viele 
Mitspieler kennenzulernen. 

Bin mit den fünf Kameraden und einer Kameradin bis jetzt recht gut 
zufrieden. Wie früher schreiben einige viel, so einiges und manche 
nichts. Einige würden 2-5 Züge pro Tag schicken, andere 2-3 pro 
Woche. Weil ich es gerne regelmäßig habe, mache ich 1-2 Züge pro 
Tag. Habe auch meinem Turnierleiter ein Mail mit kleinen Problemen 
geschickt, und er konnte mir dabei recht gut helfen. Mein Spielbetrieb 
läuft jetzt nach der Eingewöhnungszeit reibungslos. 

Die Möglichkeit, sich recht viele verschiedene Turniere auszusuchen, 
ist sehr gut. Die Vielfältigkeit von allen Altersklassen, Geschlechtern, 
Regionen und einigen Blinden finde ich belebend und faszinierend. 

Falls sich mit der Zeit genügend Blinde anmelden, wäre im DESC eine 
zum Beispiel ein Mannschaftskampf mit dem Deutschen Blinden - 
Schachbund oder mit ähnlichen Teams aus dem Ausland gut denkbar. 
Der DBSB hat sein eigenes Fernschach, aber eben nicht per E-Mail. 
Im Verhältnis zu Sehenden gibt es nicht viele Blinde mit Internet und 
E-Mails. Doch dies dürfte sich  im Laufe der Zeit etwas verbessern. 

Mit diesen Worten verbleibe ich mit den besten Wünschen 
Euer Uwe 


02. Open 2009 des DESC mit Rekordbeteiligung gestartet 

Es sind 147 Teilnehmer im Open des DESC, die um den Sieg in 
diesem bedeutenden Fernschach-Turnier spielen! Sie stammen in 
der Tat aus der ganzen Welt und sind kennzeichnend für die große 
Bedeutung, die der DESC im Korrespondenz-Schach spielt. 

Es ist noch nicht einmal ein einziger Freiplatz nötig gewesen, die 
sage und schreibe 21 Gruppen zu füllen; entgegen aller Gerüchte 
spielt bei 147 Teilnehmern also doch nicht jeder gegen jeden in einem 
dann natürlich auch (sportlich!) doppelrundigen Umlauf. 


03. Friedrich Irmer: Gab es in der Pyramide doch schon Computer? 

Wie immer - beginnen wir mit dem Neuzugang: 

Nachdem Dieter Floren seine Guidepartie überstanden hat, stürzt er 
sich zur Erholung gleich in die Pyramide! 
Also bitte: Einen aufmunternden Applaus für Dieter und Herzlich 
Willkommen und viel Spaß und Erfolg! 

Seinen ersten Zwischenstopp will er auf Ebene 12 einlegen und hat 
sich für die Partie P2009.103, die am 10.10.09 beginnen wird, den 
Uwe Jansen ausgesucht. 

Wie man aus der Partienummer Floren : Jansen sehen kann, wurde 
dieses Jahr die 100. Partie bereits einen Monat früher begonnen. Es 
spielen sie Roland Watson (Ebene 6) mit Sergej Zielinski (Ebene 5). 

Und es endeten auch drei Partien diese Woche: 

In der Partie P2009.065 gewann Kurt Behrendorf gegen Patrick Muhl 
durch technischen KO [äh ... wie??? -rm-] und steigt so von Ebene 13 
auf Ebene 8 auf. Auch im Silicon Valley ist man offensichtlich vor dem 
Crash seiner Festplatte nicht sicher. [Ah ... ! -rm-] 

Frank Malewicz verteidigte in der Partie P2009.059 seinen Platz auf 
Ebene 9 gegen Lukas Tietenberg und Peter Bieker trennte sich in der 
Partie 2009.093. nach nur 11 Zügen mit einem Remis von Christian 
Wrede. [Sich dafür extra hinzusetzen, mag vertane Zeit sein; solche   
Absurditäten des Alltags werden im  Stehen erledigt! -rm-] 

Schließlich gab es dank des Freiplatzes doch noch zwei weitere 
Aufsteiger: Josef Paintner kletterte um eine Ebene. nämlich auf die 
Ebene 8, nach oben. Und der Spezialist für das Ausnutzen von 
Freiplätzen, Peter Bieker, sprang von Ebene 11 auf Ebene 9. 

Weil ich diese Woche ziemlich mit außerschachlichen Aktivitäten 
eingedeckt war (sch#@! Job und der neue Dan Brown < The Lost 
Symbol >, in dem auch eine Pyramide die Hauptrolle spielt) und auch 
kein berühmter Schachspieler Geburtstag hat, beschränke ich mich auf 

=> Seymour Cray (*1925), den Erbauer der legendären CRAY 
Supercomputer in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts. [hmm ... 
verwandt mit Jane Seymour? Der Älteren, also der langhaarigen 
Schauspielgrazie, nicht der Gattin von Heinrich VIII. -rm-] 

1981 gelang es dem darauf laufenden Programm < Cray Blitz > zum 
ersten Mal, einen menschlichen Meister in einer Turnierpartie zu 
schlagen [ins Gesicht ??? -rm-]: 

[Event "Mississippi State Championship"] 
[Date "1981"] 
[Round "-"] 
[Result "0-1"] 
[White " Sentef, Joseph"] 
[Black "Cray Blitz (Computer)"] 
[WhiteElo "2262"] 

1.c4 Nf6 2.Nc3 c6 3.Nf3 d5 4.cxd5 cxd5 5.d4 Nc6 6.g3 Ne4 
7.Bg2 Nxc3 8.bxc3 e6 9.O-O Bd6 10.Qc2 O-O 11.Ng5 f5 12.f4 Na5 
13.Qd3 Qd7 14.Bd2 Nc4 15.Bc1 Qa4 16.g4 h6 17.gxf5 hxg5 
18.fxg5 Ba3 19.g6 Bxc1 20.Raxc1 Nd6 21.Qh3 Rxf5 22.Qh7+ Kf8 
23.Qh8+ Ke7 24.Qxg7+ Kd8 25.Rxf5 Nxf5 26.Qf6+ Ne7 27.g7 Qe8 
28.Bf3 Kd7 29.Rf1 Ng8 30.Bg2 Qe7 31.Qg6 Kd6 32.e4 dxe4 
33.Bxe4 Qh4 34.Qg3+ Qxg3+ 35.hxg3 Bd7 36.Rf8 Rc8 37.Bh7 Rxc3 
38.Rxg8 Rg3+ 39.Kf2 Rg5 40.Be4 b6 41.Ke3 e5 42.Ra8 Rg3+ 
43.Kf2 Rxg7 44.dxe5+ Kxe5 45.Bf3 Be6 46.a4 Rf7 47.Ke3 Rxf3+ 
48.Kxf3 Bd5+ 49.Ke3 Bxa8 50.a5 Be4 51.Kd2 Kd4 52.Kc1 b5 
53.Kb2 Kc4 54.a6 b4 55.Ka2 Kc3 0-1 

Übrigens: 
Der Sieger wog etwa 6 Tonnen, verbrauchte 120 kW (und nochmal 
soviel für die Kühlung) und kostete 5 bis 8 Millionen US Dollar. 
Dafür bekam man einen 80 MHz Rechner mit 8 MB Speicher der 
133 Millionen Rechenschritte in der Sekunde ausführen konnte, im 
(aus technischen Gründen) runden Design. [Hui! chic! -rm-] 
Auch wenn es etwas problematisch zu vergleichen ist: Ein heutiger 
PC ist etwa 20 mal stärker und etwas sparsamer. [Aber der scheint 
bei mir nicht so einen riesigen und womöglich noch gut gefüllten 
Kühlschrank gleich mit angegliedert zu haben.-rm-] 

Das Programm wurde seit 1975 von Robert Hyatt, einem Professor 
aus Mississippi, zusammen mit Al Gower, einem Musikprofessor und 
Fernschachspieler, entwickelt [ach, das Programm ... der Kühlschrank 
ist interessant! -rm-] und wurde zweimal, 1983 und 1986, Weltmeister 
im Computerschach. 
Der direkte Nachfahre von Cray Blitz, an dem Robert Hyatt immer 
noch weiterbastelt, läuft heute auch auf PCs und heißt Crafty. 
Inzwischen ist er auch für Großmeister ein harter Brocken und wurde 
im November 2006 in der Rangliste der SSDF mit einer Wertungszahl 
von 2616 auf Platz 36 geführt. 


04. Josef Schmitz: Schachbörse 

Oh Jammer... Es ist beschlossen worden, die Schachbörse zu schließen! 

Leider, leider hat kaum jemand was zu veräußern, zu tauschen oder zu 
verschenken. Ebay lässt grüßen!!! Ihr könnt Euch die Seiten nochmal 
zum Abschied anschauen. Die werden sicher in Kürze abgeschaltet! 
http://www.desc-online.de/service/schachboerse/index.php 



05. Admins: Neue & vorübergehend entfleuchte Mitglieder 

Wir freuen uns sehr, Arnold Hoppe und Stefan Hess als unsere 
neuen Schachfreunde inmitten unserer Bretter begrüßen zu können! 
Viel Freude beim Fernschach im DESC! 

Ausgetreten ist Jukka Joutsi von den finnischen < Northern Lights >. 



06. Joerg Kracht: Jaroslav Pech in SZ076 glücklich über Platz 1 ! 

Das doppelrundige Siebener Turnier SZ076 ist beendet. Unbesiegt und 
mit einer geradezu unglaublichen 100% Ausbeute belegt Jaroslav Pech 
mit 3 Punkten Vorsprung den 1. Platz! Herzlichen Glückwunsch! 

Auf dem zweiten Platz folgte ihm Peter Grott und der dritten Rang teilt 
sich zwischen Peter Ster und Udo Vetter. Auch das ist von allen dreien 
jeweils ein großartiges Ergebnis. 

1.) Pech, Jaroslav .......... (2221) .. 12.0 Pkt. 
2.) Grott, Peter ............ (2051) ... 9.0 Pkt. 
3.) Ster, Peter ............. (1764) ... 5.5 Pkt. .. 19.00 S/B 
4.) Vetter, Udo ............. (1796) ... 5.5 Pkt. .. 18.50 S/B 
5.) Koenig, Michael ......... (1647) ... 5.0 Pkt. 
6.) Rosenberg, Clemens von .. (1694) ... 4.0 Pkt. 
7.) Kramer, Jonas ........... (xxxx) ... 1.0 Pkt. 

Jaroslav möchte ich an dieser Stelle ganz herzlich zum Turniersieg 
und zur Qualifikation für ein Siegerturnier gratulieren, auch und 
vor allem im Namen von Norbert Haubrich, der das Turnier ja fast 
bis zum Ende geleitet hat. 

Euch allen weiterhin viel Spaß und Erfolg bei Euren Partien im DESC! 


07. Josef Schmitz: Einzelspiele 

Es liegen neue Ergebnisse vor. Unter anderem hat unsere < Neue > 
Stefanie unter Beweis gestellt, dass auch das sogenannte schwache 
Geschlecht durchaus sehr starke Momente hat. 
Stefanie Beer war im Vergleich mit Hans Denecke erfolgreich. 
http://www.desc-online.de/turniere/einzel/einzel2009.php 

Zwei neue Namen sind jetzt unter Service dazu gekommen: 

Lukas Tietenberg und Stefan Heß 

Na, Lust bekommen, mal einen Einzelwettkampf gegen die Neuen zu 
bestreiten? Leute, sehr Euch dafür mal auf den Seiten der Einzelspiele 
um! http://www.desc-online.de/turniere/einzel/index.php 

Mehr Informationen? Eine kurze Mail an josef@desc-online.de genügt. 



08. Ralf Mulde: Ratings in DESC und dem Rest der Welt 

Kürzlich erreichte mich eine auch für viele andere interessante Frage. 

< Ist die ELO Wertung innerhalb des DESC mit der ELO Wertung im 
Nahschach vergleichbar ... ? ELO 2000 DESC ca. 1800 FIDE ... ? > 

Muldes Antwort lautet: Nein und nein. Nahschach und Fernschach 
sind zwei völlig unterschiedliche Spiele. Ihnen gemein sind nur die 
Zugarten der Figuren. So sind zum Beispiel ja auch Bogenschießen 
und Pistolenschießen völlig unterschiedlich. 

Deshalb sind auch die Wertungszahlen nicht vergleichbar. Sie sind 
zwar prinzipiell nach demselben System errechnet, aber ein Spieler, 
der im Nahschach gut ist, muss es im Fernschach noch lange nicht 
sein und umgekehrt. 

Es gibt nur sehr, sehr wenige Spieler, die im Nahschach und auch 
Fernschach (gleich) gut waren, die bekanntesten unter ihnen sind 
/ waren Ulf Andersson, Viacheslav Ragozin und Jakov Estrin. 
Wenn ich drei Dutzend vergessen habe, spielt das keine Rolle; wir 
lesen es einfach nach: 
http://www.openingmaster.com/Theory-articles/Correspondence-Chess.html 
Es sei mir gestattet, hier auf die Übersetzung und volle Wiedergabe 
dieses begeisternden Artikels zu verzichten: Klicke ihn an, lohnt sich! 

Also: Zahlen der FIDE (Nahschach) und der ICCF (Fernschach) sind 
n i c h t  vergleichbar, es handelt sich um unterschiedliche Spiele. 
Aber sind denn die Ratings (Elo) des DESC mit denen der ICCF oder 
mit denen der nationalen Fernschach-Organisationen vergleichbar? 
Leider, leider ... eigentlich auch nicht. 

Im DESC behelfen wir uns gewöhnlich mit der Rennert - Formel: 
> DESC's ratings base on a calculation as following: 
> I=D+(D-2000)/4 
> "I" shall be the aimed ICCF-rating based on DESC's rating 
> „D“ is DESC's rating calculated by a parameter over 4 years. 

Wie man merkt, ist das auch nur ein ' pi mal Daumen ' kalkulieren. 
Das Problem ist u.a. der Eingangswert der Elo - Zahlen, der überall 
anders angesetzt wird; aber auch die Mindestpartienzahl der ersten 
Auswertung etc. sorgen für Unterschiede. Wer in die Tiefe tauchen 
möchte, möge den allgewaltigen Herrscher des mystischen DESC 
Zahlenreiches, Frank Miraculix Wagner, fragen! 

Dazu passt meine Entdeckung einer neuen Internet-Seite: Dass ich die 
Ermittlung bzw. Schätzung von Elo-Zahlen leider längst verstorbener 
Spieler für eine liebenswerte Spielerei, eigentlich aber für Humbug 
halte, hatte ich schon einmal erklärt. Inzwischen gibt es sogar zwei 
Seiten, die sich (wohl mit unterschiedlichen statistischen Methoden) 
diesem skurrilen Hobby widmen, nämlich 
http://members.shaw.ca/edo1/index.html  und Jeff Sonas Klassiker:   
http://db.chessmetrics.com/ 

Vergleiche von Spielern der gleichen Generation mögen noch ungefähr 
klappen, aber zwischen Karpow und Steinitz geht das eben (eigentlich) 
nicht mehr. Trotzdem macht es Vergnügen, ein bisschen zu probieren! 

1964 übernahm die FIDE das nach Prof. Arpad Elo benannte System 
und veröffentlichte die erste Elo-Rating Liste; an der Spitze gleichauf 
Tigran Wartanowitsch Petrosjan & Robert J. Fischer mit je Elo 2690. 

Wer also in Datenbanken mit Partien aus den Jahren vor 1964 nach 
Partien mit Spielern sucht, die eine Elo-Zahl von ... oder größer als ... 
haben sollen, muss leider und leicht erklärbar scheitern. 

Wofür es auch heute überhaupt noch   n a t i o n a l e   Ratings gibt und 
nicht einfach alles, billiger und übersichtlicher, in Elo berechnet wird, 
hat sich mir nie erschlossen. 
+ Aber die FIDE lässt sich doch jede Berechnung einzeln bezahlen, so 
dass dann alles sehr teuer werden würde? 
Natürlich tut sie das. Aber mit einem vernünftigen Pauschbetrag ließe 
sich das Problem lösen und die Berechnung nationaler Turniere in 
< FIDE Elo > ganz genau durch die heutigen DWZ Referenten hier in 
Deutschland erledigen: gut, schnell, zuverlässig. Die DWZ wäre damit 
abgeschafft, die Rechnerei für Elo.lose Spieler bei Open auch. 

Zu diesem Thema passt aber auch und vor allem (das Beste stets zum 
Schluss) eine sehr nette Zuschrift von Hans-Juergen Isigkeit. Sie steht 
im Bezug zum vorletzten NL, in dem es u.a. um Olita Rause ging: 

< Hallo Ralf, Olita Rause spielt seit einigen Jahren nicht mehr und 
Maria Gil ist ebenfalls Mitglied des BdF, wo sie auch mehr als ein 
Jahr Zeit die Funktion der Damenreferentin bekleidete. 

Im übrigen wird die ELO hier nach anderen Kriterien berechnet. Die 
ELO-Berechnung erfolgt hier nicht nach T u r n i e r e n, sondern nach 
Z e i t r ä u m e n. Derzeit geschieht das 3 mal, ab 2010 4 x jährlich. 
Für jede Partie, die in diesem Zeitraum beendet wurde, werden jeweils 
der Erwartungswert und die Abweichung gesondert berechnet. Die 
werden addiert und der alten ELO hinzugerechnet. > 

Das erklärt, warum manche Spieler unglaublich wenige Auswertungen 
aufzuweisen scheinen; die spielen also nicht zu wenige Partien. -rm- 



09. Irres, Wirres und Theoretisches aus der Welt < da draußen > 

Vor genau 80 Jahren, vom 25.Sep. bis 11.Okt. 1929 wurde in 
Barcelona ein heute eher unbeachtetes, aber gut besetztes Turnier 
anlässlich der Weltausstellung am Berg Montjuich ausgespielt. Man 
erinnert sich heute zumeist an den Wettkampf, weil die Veranstalter 
dem Schachjournalisten und Autor Tartakower angeblich einen 
ansprechend gefüllten Umschlag in die Hand drückten, damit er eine 
Eröffnung nach ihrer Region, also Katalonien, benenne; das gesamte 
Turnier war ja Teil der Weltausstellungs-Kampagne. Der Maestro tat 
flugs wie ihm geheißen: Das als Eröffnung eigentlich schon längst 
bekannte „Katalanisch“ war damit durch ihn (wieder) geboren. 

< Die wohl erste überlieferte Katalanische Partie wurde schon 1894 
zwischen Joseph Henry Blackburne und John Washington Baird im 
9. DSB-Kongress in Leipzig gespielt. > 
http://www.schachbund.de/intern/archiv/mayer/barcelona/barcelona.pdf 
Das Dokument trägt keinen Autorennamen, doch (ver)zweifle ich 
nicht, dass es von Frank < Schachkultur > Mayer, Barcelona, stammt. 

Jedoch wollen wir uns nicht in die Irre führen lassen. Es gelingt mir 
nämlich nicht, in den noch aufzutreibenden Partien dieses Turniers 
auch nur eine einzige „katalanisch“ eröffnete zu finden. Tartakower, 
der mit dem Umschlag, spielte zweimal mit Weiß 1.d4 d5 2.g3 Bf5 
3.Bg2 gegen die eher schwächeren Font und Marin y Llovet, aber ... 
sonst keine Spur davon! Das kann daran liegen, dass mir nicht alle 
Turnierpartien zugänglich sind, aber auch anderswo findet sich stets 
nur der namensgebende Hinweis auf Tartatakower / Barcelona 1929, 
nirgends jedoch mindestens eine Partie, in der in diesem Turnier so 
eröffnet worden wäre. Vielleicht ein Irrtum mehr in der Geschichte? 

Capablanca,Jose – Torre,Carlos, Barcelona 1929 (11) [A05] 
1.Nf3 Nf6 2.c4 c5 3.d4 cxd4 4.Nxd4 e5 5.Nb5 Bb4+ 6.Bd2 Bxd2+ 
7.Qxd2 O-O 8.N1c3 Na6 9.g3 Nc5 10.Bg2 a6 11.Nd6 Qa5 
12.O-O Rb8 13.Rfd1 b5 14.cxb5 axb5 15.Qg5 Na4 16.Nf5 Ne8 
17.Nh6+ Kh8 18.Qe7 1-0 

Meier,Georg (2664) - Safarli (2587), Paks Memo (3), 2009 [A16] 
1.Nf3 Nf6 2.c4 g6 3.Nc3 d5 4.cxd5 Nxd5 5.g3 Bg7 6.Bg2 Nb6 
7.d3 0–0 8.Be3 Na6 9.Qd2 h5 10.0–0 Re8 11.Rab1 c6 12.Bh6 Bh8 
13.Rfc1 Nc7 14.b4 a6 15.Ne4 Nbd5 16.a4 Ne6 17.Nc5 Nxc5 
18.bxc5 a5 19.Ng5 f6 20.Ne4 Nb4 21.Qb2 Be6 22.Bd2 f5 
23.Bc3 Bxc3 24.Nxc3 Qd4 25.Nd1 Red8 26.Qd2 Na2 27.Rc2 Nb4 
28.Rcc1 Na2 29.Rc2 remis 

Ernst,Sipke – Bitalzadeh,Ali, NKA 2009 Haaksbergen (5) [A32] 
1.Nf3 c5 2.c4 Nc6 3.d4 cxd4 4.Nxd4 e6 5.g3 Nf6 6.Bg2 Qb6 
7.Nb5 a6 8.Nd6+ Bxd6 9.Qxd6 Qb4+ 10.Qxb4 Nxb4 11.Na3 d6 
12.0–0 Ke7 13.Rd1 Rd8 14.Be3 Nc6 15.Bb6 Rh8 16.Rd2 Ne8 
17.Rad1 f5 18.e4 fxe4 19.Bxe4 Ne5 20.c5 d5 21.Bxd5 exd5 
22.Re1 Nf6 23.Rxe5+ Kf7 24.Rde2 Bg4 25.Re7+ Kg6 26.Re1 Rhe8 
27.Nc2 Rxe7 28.Rxe7 Re8 29.Rxe8 Nxe8 30.Nd4 Kf6 31.f3 Bd7 
32.Kf2 g6 33.Bd8+ Kf7 34.Nb3 Ng7 35.Na5 Bc8 36.Bb6 Nf5 
37.c6 bxc6 38.Nxc6 Nd6 39.b3 Ke6 40.Bc5 Nf5 41.g4 Nh6 
42.Be3 Nf7 43.Bf4 Bb7 44.Nd4+ Kd7 45.Ke3 Nd8 46.Nc2 Nc6 
47.Nd4 a5 48.Bg3 Ba6 49.Nc2 a4 50.bxa4 Bc4 51.f4 Bxa2 52.Nd4 Bc4 
53.f5 Nxd4 54.Kxd4 Be2 55.h3 Bf1 56.f6 Ke6 57.g5 Bxh3 58.a5 Bf1 
59.Be5 Bc4 60.Kc5 Kd7 61.Bd4 Ke6 62.Kb6 1–0 

Bitalzadeh – Swinkels, NKA 2009 Haaksbergen (7) [A40] 
1.c4 b6 2.d4 Bb7 3.Nc3 e6 4.e4 Bb4 5.Bd3 f5 6.d5 fxe4 7.Bxe4 Qh4 
8.Qd3 Nf6 9.Bf3 Na6 10.Be3 Nc5 11.Bxc5 Bxc5 12.g3 Qd4 
13.Qxd4 Bxd4 14.Nge2 Bc5 15.0–0 0–0–0 16.a3 Rhf8 17.b4 Bd6 
18.Nd4 exd5 19.cxd5 Be5 20.Rfd1 Ne8 21.Bg2 Nd6 22.Rac1 Ba6 
23.Ne4 Rde8 24.Nxd6+ Bxd6 25.Bh3 g6 26.Nc6 Rf7 27.Re1 Ref8 
28.Re3 Kb7 29.Nd4 Kb8 30.Rce1 Bc4 31.Re8+ Rxe8 32.Rxe8+ Kb7 
33.Nc6 Rf8 34.Rxf8 Bxf8 35.Bxd7 Bxd5 36.Nd8+ Ka6 37.Kf1 b5 
38.Ne6 Bd6 39.Ke2 Kb6 40.Kd3 a5 41.Kc3 Be5+ 42.Kd3 Bc4+ 
43.Kc2 Bd5 44.f4 Be4+ 45.Kd2 Bd6 46.Kc3 Bf5 47.Kb3 Be7 
48.Kc3 Bf6+ 49.Kb3 Be7 50.Kc3 h5 51.Kb3 Bg4 52.Kc3 Bf6+ 
53.Kc2 Bf5+ 54.Kb3 Be7 55.Kc3 Bg4 56.Kc2 axb4 57.axb4 Bxb4 
58.Kb3 Bd6 59.Kc3 Bf5 60.Kd4 c5+ 61.Kd5 Be7 62.Be8 b4 
63.Ba4 c4 64.Nd4 Bd3 65.Bc2 Bf6 66.Bd1 c3 67.Nc6 Kb5 
68.Na7+ Kb6 69.Nc6 Be2 70.Bc2 Bf3+ 71.Kc4 Bxc6 72.Kxb4 Be8 
73.h3 Kc6 74.Be4+ Kd6 75.g4 h4 0–1 

Reinderman – Swinkels, NKA 2009 Haaksbergen (5) [C13] 
1.d4 Nf6 2.Nc3 d5 3.Bg5 e6 4.e4 dxe4 5.Nxe4 Be7 6.Bxf6 gxf6 
7.Qd3 f5 8.Nc3 b6 9.d5 c6 10.dxe6 fxe6 11.Qe3 Bc5 12.Qg3 Qd6 
13.Nf3 Nd7 14.Qxd6 Bxd6 15.0–0–0 Bc5 16.Nd4 Bxd4 17.Rxd4 Ke7 
18.Rd2 a5 19.g3 Nc5 20.Bg2 Bb7 21.Rhd1 Rhd8 22.Rxd8 Rxd8 
23.Rxd8 Kxd8 24.f4 Kc7 25.Ne2 Bc8 26.Kd2 Bd7 27.Ke3 Kd6 
28.Bf3 Be8 29.h3 h5 30.Nc1 e5 31.fxe5+ Kxe5 32.h4 Ne6 
33.Nd3+ Kf6 34.Nf4 Nxf4 35.Kxf4 Bf7 36.a3 c5 37.Bc6 Bc4 
38.Bd7 Be2 39.Bxf5 Bd1 40.c3 Bb3 41.Bd7 Bc2 42.Be8 Bd1 
43.Ke4 Ke6 44.Bb5 Bg4 45.Bc4+ Kf6 46.Kf4 Bd1 47.Bd3 Ba4 
48.Be2 Be8 49.g4 hxg4 50.Bxg4 Bg6 51.Bf3 1–0 

Eigentlich sollte die Eröffnung nicht „Französische Verteidigung“ 
sondern „Französischer Angriff“ heißen, fand ich einmal in einem 
Forum. Ganz falsch scheint das nicht zu sein: 

Bell Jr. (1976) – Wilder (1849) Absolute corr ch, 2002 [C14] 
1.e4 e6 2.d4 d5 3.Nc3 Nf6 4.Bg5 Be7 5.e5 Nfd7 6.Bxe7 Qxe7 7.f4 a6 
8.Nf3 c5 9.Qd2 Nc6 10.0–0–0 b5 11.dxc5 Qxc5 12.g4 0–0 
13.Bg2 Bb7 14.Qd3 Rfc8 15.Ng5 Nf8 16.Rhf1 b4 17.Na4 Qa5 
18.b3 h6 19.Nf3 Ne7 20.Nd4 Bc6 21.Nxc6 Rxc6 22.h4 Rac8 
23.Rf2 Qc7 24.Rdd2 Nd7 25.h5 Nc5 26.Nxc5 Rxc5 27.Kb1 a5 
28.Qe2 a4 29.bxa4 Qc6 30.Qe3 Qxa4 31.Qb3 Qa5 32.Qb2 Rc3 
33.Rd1 Qc5 34.Rdf1 Nc6 35.Rd2 Na5 36.Qc1 b3 
{alles in http://archive.uschess.org/cc/dunne/alexjan03.html } 0–1 

van Willigen (2363) – Knudsen,John (2485) corr ICCF 2001 [C18] 
1.e4 e6 2.d4 d5 3.Nc3 Bb4 4.e5 c5 5.a3 Bxc3+ 6.bxc3 Ne7 7.Qg4 Qc7 
8.Qxg7 Rg8 9.Qxh7 cxd4 10.Ne2 Nbc6 11.f4 Bd7 12.Qd3 dxc3 
13.Rb1 d4 14.Nxd4 Nxd4 15.Qxd4 Nf5 16.Qf2 Bc6 17.Rg1 0–0–0 
18.Bd3 Rxd3 19.cxd3 Qd8 20.Rb4 Qxd3 21.Qe2 Qd5 22.Qc4 a5 
23.Qxd5 exd5 24.Rb3 d4 25.g4 b5 26.Kf2 Ne7 27.f5 Kc7 28.h4 Kb6 
29.Bg5 Nd5 30.Rbb1 Kc5 31.Rbe1 b4 32.e6 fxe6 33.axb4+ axb4 
34.fxe6 b3 35.Bc1 b2 36.g5 bxc1Q 0–1 

Mamedov (2626) - Andreikin (2659), Lubbock (8) 2009 [C67] 
1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bb5 Nf6 4.0–0 Nxe4 5.d4 Nd6 6.Bxc6 dxc6 
7.dxe5 Nf5 8.Qxd8+ Kxd8 9.Nc3 Ke8 10.h3 Ne7 11.Be3 Ng6 
12.a3 h6 13.Rfe1 Be7 14.Rad1 Nh4 15.Nxh4 Bxh4 16.Ne2 Be7 
17.Nd4 a6 18.e6 Bxe6 19.Nxe6 fxe6 20.Bf4 Rd8 21.Bxc7 Rxd1 
22.Rxd1 Bf6 23.b3 Ke7 24.a4 Rc8 25.Bd6+ Kf7 26.Bc5 Rd8 
27.Rxd8 Bxd8 28.Kf1 remis 

Maillard (2419) – Duliba (2552) Absolute corr ch 1998 [C68] 
1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bb5 a6 4.Bxc6 dxc6 5.0–0 Qd6 6.Na3 b5 
7.b3 Bg4 8.h3 Bh5 9.Bb2 f6 10.Re1 Rd8 11.Nb1 Qc5 12.c3 Qb6 
13.d3 Ne7 14.Re3 c5 15.Nbd2 Nc6 16.Qc2 Be7 17.Nf1 c4?! 
{Encouraged by White's apparent lack of aggression, Black 
overextends his queenside.} 
18.dxc4 Bc5 19.Re2 bxc4 20.b4 Be7 21.Ne3 Bxf3 22.gxf3 Nb8 
23.Rd2 0–0 24.Rad1 Qe6 25.Rxd8 Bxd8 26.Qd2 Be7 
{If Black munches with 26...Qxh3, White plays  27.Qd5+ Kh8} 
27.Qd5 Kf7 28.Nxc4 c6 29.Qxe6+ Kxe6 30.Bc1 c5 31.a3 cxb4 
32.cxb4 Rc8 33.Nb6 Rc6 34.Nd5 Bd6 35.Be3 Rc4 36.Kf1 f5 
37.exf5+ Kxf5 38.Bh6!? 
{This leads to an endgame with three isolated Black pawns.} 
38. ... Rh4 39.Bxg7 Rxh3 40.Kg2 Rh5 41.Bf6 Ke6 42.Nc3 Rh6 
43.Ne4 Rg6+ 44.Kf1 Bf8 45.Bg5 Nd7 46.Rc1 Kf7 47.Rc7 Ke8 
48.Ke2 h6 49.Bh4 Rb6 50.Ra7 Rc6 51.Kd3 h5 52.Ng3 Rd6+ 
53.Ke2 Rc6 54.Kf1 Rb6 55.Kg2 Rd6 56.Kh3 Rd3 57.Rxa6 Rxf3 
58.Kg2 Rf4 59.Bg5 Rg4 60.Be3 Kf7 61.Kh3 Be7 62.Nf5 
{White forces off another enemy piece.} 
62. ... Bf8 63.Nh6+ Bxh6 64.Bxh6 Rg1 65.a4 Rh1+ 66.Kg2 Rb1 
67.b5 Nc5 68.Ra7+ Ke6 69.Be3 Kd5 70.Bxc5 Kxc5 71.Rh7 Kb4 
72.Rxh5 e4 73.Rh4 Kxa4 74.Rxe4+ Kxb5 75.Kg3 Kc6 76.Rd4 Rg1+ 
77.Kh4 Kc5 78.Rd2 Rf1 79.Kg5 Rg1+ 80.Kf5 Rg2 81.Ke4 Kc6 
82.Ke3 Rh2 83.Rd8 Rh7 84.f3 Re7+ { remis ... 
According to Maillard, at this point he contacted the USCF to 
inquire about the end of the tournament. "Soon," he was told.} 
85.Kf4 Rf7+ 86.Kg4 Rg7+ 87.Kh5 Rf7 88.Rd3 Rf8 89.Kg5 Rg8+ 
90.Kf5 Rf8+ 91.Ke6 Re8+ 92.Kf7 Re5 93.Kf6 Re8 94.f4 Rf8+ 
{This position is a win as given on page 220 of Secrets of Rook 
Endings by John Nunn. - At this point the tournament was declared 
over and the game was ruled a draw, and with the draw, Duliba and 
Maillard were declared the 1998 Absolute co-champions.} 

Sutovsky (2676) - Stefanova (2527), Antwerpen (9) 2009 [C78] 
1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bb5 a6 4.Ba4 Nf6 5.0–0 b5 6.Bb3 Bc5 7.c3 d6 
8.a4 Bg4 9.axb5 axb5 10.Rxa8 Qxa8 11.h3 Bh5 12.d3 Na5 13.Bc2 b4 
14.Ba4+ c6 15.g4 Bg6 16.Qe1 Qa6 17.d4 exd4 18.e5 dxe5 
19.Qxe5+ Be7 20.Qb8+ Bd8 21.Re1+ Ne4 22.Qe5+ Kd7 
23.Qxd4+ Kc8 24.Rxe4 Bb6 25.Qxg7 Rd8 26.Re1 Qa7 27.Nd4 bxc3 
28.bxc3 Bxb1 29.Bg5 Bxd4 30.cxd4 Qxd4 31.Qxf7 Bg6 32.Qe6+ Rd7 
33.Bxc6 Nxc6 34.Qxc6+ Kb8 35.Bf4+ 1–0 

Das Blackmar Diemer Gambit kommt außerhalb deren Gemeinde nur 
selten vor. Der Schrecken, den dieses Gambit unter vielen verbreitet, 
mag auch damit zusammenhängen, dass eigentlich immer nur tolle 
Siege, noch dazu richtig mit krawumm! oder Furcht erregende (das 
hätte auch Dir passieren können!) Kurzsiege in den Zeitungen, im 
Internet etc. veröffentlicht werden; wenn Schwarz gewinnt, indem er 
trocken seinen Mehrbauern verwertet, ist das eben weniger interessant. 
Gleichwohl: Das Gambit ist und bleibt lustig und chancenreich. 

Cullen (2393) – Duliba (2552) Absolute corr ch 1998 [D00] 
{Edward Duliba loves gambit play and attacking chess, but he shows in 
this game the defensive skills necessary to play at the top of the heap.} 
1.d4 Nf6 2.Nc3 d5 3.e4 dxe4 4.f3 exf3 5.Nxf3 Bf5 6.Ne5 e6 7.g4 Bg6 
8.Qf3 c6 9.g5 Bh5 10.Qf4 Nfd7 11.Be2 Nxe5 12.Bxh5 Ng6 
13.Bxg6 hxg6 14.0–0 Qd7 15.Ne4 Na6 16.c3 c5 17.Be3 Nc7 
18.dxc5 Nd5 19.Qf2 Nxe3 20.Qxe3 Qc7 21.Rf2 Rd8 22.b4 Rd5 
23.c4 Rf5 24.Rd1 Be7 25.Qd4 Rxf2 26.Qxf2 0–0 27.Qg3 Qc6 
28.Qe3 Qc7 29.Qg3 Rc8 30.Nd6 Rd8 31.Qf4 Bf8 32.Rd4 Rd7 
33.Nb5 Qxf4 34.Rxf4 a5 35.a3 e5 36.Re4 f6 37.Kf2 Kf7 38.Ke2 Ke6 
39.Re3 axb4 40.axb4 f5 41.Rd3 Be7 42.h4 Rxd3 43.Kxd3 Kd7 
44.Nc3 Bd8 45.Nd5 Bc7 46.Nxc7 Kxc7 47.b5 Kd8 48.Ke3 e4 
49.Kf4 Kc7 remis 

Middelveld – Bensdorp, NKV 2009 Haaksbergen (6) [D21] 
1.d4 d5 2.c4 dxc4 3.Nf3 a6 4.a4 Nf6 5.e3 Bg4 6.Bxc4 e6 7.0–0 Nbd7 
8.Nc3 c5 9.Be2 Qc7 10.h3 Bh5 11.Qb3 Bd6 12.Bd2 0–0 13.Rac1 Rac8 
14.Rfd1 Rfd8 15.Be1 Qb8 16.d5 exd5 17.Nxd5 Nxd5 18.Rxd5 Bg6 
19.Bc3 Qc7 20.Rcd1 Nf6 21.Bxf6 gxf6 22.Qc4 Be7 23.Nh4 Rxd5 
24.Rxd5 Rd8 25.Nxg6 hxg6 26.Bf3 Kg7 27.Rxd8 Bxd8 28.g3 Be7 
29.Kg2 Qd7 30.Qd5 Qxd5 31.Bxd5 b5 32.axb5 axb5 33.Bc6 remis 

Aljechin,Alex. – Trompowsky,Octavio, Montevideo (13) 1938 [E01] 
1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.g3 d5 4.Bg2 c6 5.Nf3 Nbd7 6.O-O Ne4 
7.Nfd2 Nxd2 8.Nxd2 f5 9.f3 Nf6 10.Kh1 Be7 11.e4 dxe4 12.fxe4 Qxd4 
13.Qe2 Qd8 14.e5 Ng4 15.h3 Nh6 16.Nf3 Nf7 17.g4 g6 18.gxf5 gxf5 
19.Bf4 Qb6 20.Rad1 Bd7 21.Nd4 c5 22.Nb5 O-O-O 23.Kh2 a6 
24.Nd6+ Bxd6 25.exd6 e5 26.Bd5 exf4 27.Bxf7 Rhf8 28.Bd5 Kb8 
29.Qf2 Rde8 30.b4 Re3 31.Qxf4 cxb4 32.Bf3 Ra3 33.Qd2 Qa5 
34.Qd4 Rxa2+ 35.Kh1 Rc8 36.Rg1 Qa3 37.Rd3 b3 38.Qb6 1-0 

Sasikiran (2661) - Timman (2588), Antwerpen (9) 2009 [E21] 
1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nc3 Bb4 4.Nf3 c5 5.g3 Bxc3+ 6.bxc3 Qa5 7.Bd2 b6 
8.Bg2 Bb7 9.0–0 0–0 10.d5 Qa6 11.Bg5 Ne4 12.Qc2 f5 13.Bf4 Qxc4 
14.Ne5 Qa6 15.dxe6 dxe6 16.Rfd1 Nc6 17.Rd7 Nxe5 18.Bxe5 Rf7 
19.Rad1 Bd5 20.Rxf7 Kxf7 21.c4 Qxc4 22.Qxc4 Bxc4 23.Rd7+ Kf8 
24.Bf3 g6 25.Rxh7 remis 

Die folgenden Partie ist schon ein dolles Ding. Zeitnot führte dazu, 
dass ich die Kommentare von GM Kavalek, Washington Post, heute 
leider nicht übersetzen konnte. 

Nakamura - Svidler, Amsterdam, Aug. 2009 [E60] 

1.d4 Nf6 2.c4 g6 

{The Tango 2. ... Nc6 had been played by the Mexican Carlos Torre 
against the German Fritz Samisch in Baden-Baden 1925. 
After 3.d5 Ne5 4.e4 Ng6 5.f4 e5? 6.f5 black had problems. 
Instead of 5. ... e5? black should play 5. ... e6!? and GM Georgi Orlov 
showed the black knights in full glory with the following line: 
6.Bd3 exd5 7.e5 Ne4 8.cxd5 Qh4+ 9.g3 Bb4+ 10.Bd2 Nxg3 
11.Nf3 Bxd2+ 12.Nbxd2 Nxf4! 13.Bf1 Qh3!! 14.Ng5 Qg2!! 
15.Bxg2 Nd3 mate. 
However, the followers of the black knights dance were not very 
happy about the solid preventive move 3.Nf3.} 

3.f3 Nc6!? 

{The square f3 is taken by a pawn and the delayed Tango gains in 
force.} 

4.d5 

{Nakamura goes for it. Other moves do not present danger. 
For example, the game Anand-Carlsen, Linares 2009, continued 
4.Nc3 d5 5.cxd5 Nxd5 6.e4 Nxc3 7.bxc3 e5 8.Bb5 Bd7 9.Ne2 Bg7 
10.Be3 0-0 11.d5 Na5 12.Bd3 b6 and black equalized. 
Another point comes after 
4.e4 e5! 5.d5 Nd4 6.Be3 c5 7.dxc6?! dxc6! and black protects his 
strong knight in the center.} 

4...Ne5 5.e4 d6 6.Ne2 

{Leaving his queenside pieces sleeping, but after the usual 6.Nc3 Bg7 
white has problems developing the kingside.} 

6...Bg7 

{The undermining 6. ... c6 7.Nec3 Qb6 makes it harder for white to 
castle.} 

7.Nec3 0-0 8.Be2 e6 9.f4 

{Playing aggressively. After 9.0-0 or 9.Be3, black can assail the center 
with 9. ... exd5 10.cxd5 c6.} 

9...Ned7 10.0-0 

{Keeping the space makes white's center vulnerable. 
After 10.dxe6!? fxe6 11.Be3 white has a slight edge.} 

10...exd5 11.cxd5 Re8 12.Bf3 Nc5 13.Re1 h5 14.h3 b5! 

{Threatening to destroy the center with 15. ... b4 and forcing white 
to play sharply.} 

15.e5!? 

{After 15.a3 Bb7 black is fine.} 

15...dxe5 16.fxe5 Nfd7 17.e6 Ne5 18.Nxb5 

{After 18.exf7+ black can simply play 18. ... Nxf7, for example 
19.d6 Rxe1+ 20.Qxe1 Bb7; or 19.Be3 Rxe3! 20.Rxe3 b4 with 
a good game.} 

18...Ncd3?! 

{Tempting, but too complicated. The simple 18. ... Nxf3+ 
19.Qxf3 fxe6 seems better.} 

19.exf7+ Kxf7 20.Rf1 Kg8 21.Be4? 

{Nakamura's queenside pieces have not moved, but with 21.d6!? 
he would have been still in the game. For example, after 21. ... Nxf3+ 
22.Qxf3 black should avoid 22. ... Nxc1 23.Rxc1 Be6! 24.dxc7! Qg5 
25.N1c3 a6 26.Re1! Qe7 27.Qc6 axb5 28.Nxb5 and white has an 
overwhelming pressure, but after 22. ... Bf5 23.Nxc7 Qxd6 
24.Nxe8 Rxe8 25.Nc3 black still has to equalize.} 

21...Nxc1 22.Qxc1 c6? 

{The more efficient 22. ... Ba6! could have netted black a piece, 
for example 23.N1c3 c6 24.dxc6 Nxb5 25.Nxb5 Qb6+; 
or 23.a4 c6 24.dxc6 Bxb5 25.axb5 Qd4+.} 

23.N5c3 Ba6 24.Re1 

{Allowing a quick storm, but even after 24.Rd1, covering the 
square d4, black's attack succeeds: 24. ... Qh4 25.dxc6 Ng4! 
26.hxg4 Be5 and white is getting mated.} 

24...Ng4! 25.Qd2 

{On 25.hxg4 Bd4+ 26.Re3 Qg5 27.Kf2 Qf4+ wins.} 

25...Qb6+ 26.Kh1 Nf2+ 

{The computers suggest 26. ... Bh6! 27.Qc2 Nf2+ 28.Kh2 Bd3 and 
black wins, for example 29.Qb3 Bf4+ 30.g3 Ng4+! 31.Kh1 Qf2, 
mating soon.} 

27.Kh2 Nxe4 28.Nxe4 Rxe4 29.Rxe4 Qxb2 30.d6 Rd8! 

{Svidler could have played 30. ... Qxa1, but the rook move excludes 
tricks and secures victory.} 

31.d7 Be5+ 32.g3 

{Running into a cross-pin that leaves black a piece up.} 

32...Rxd7! 

{Game over after 33.Qxb2 Bxb2. 0-1 White resigned. Quelle: 
http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2009/09/07/AR2009090700541.html } 


– Ralf Mulde – 

Zuletzt geändert am 08.10.2011