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Newsletter-Archiv des DESC

Newsletter 2009-09-07

Newsletter des DESC ... Nr. 36 / 2009,  Montag, 07. Sept. 2009 
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01. Michael Schirmer: Im Open 2009 jetzt schon 115 ... und Du ?? 
02. Friedrich Irmer: Pyramidäre Schachspielerschwemme ... 
03. Josef Schmitz: Mannschaftspyramide 
04. Helmut Hirscheider: Das Open 2008, Gruppe 10 
05. Joerg Kracht: Das Siegerturnier STS090 
06. Robert Klein: Neue Partien im Archiv zum Download 
07. Josef Schmitz & Joerg Kracht: Der Gardeschweizer GS.07 
08. Admins: Neue & vorübergehend entfleuchte Mitglieder 
09. Josef Schmitz: Einzelspiele 
10. Irres, Wirres und Theoretisches aus der Welt < da draußen > 

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Leider nicht zu ändernder Redaktionsschluss ist Sonntag um 20:00 h. 
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01. Michael Schirmer: Im Open 2009 jetzt schon 115 ... und Du ?? 

Liebe Schachfreunde, zum Jubiläumsopen 2008 hatten sich sage und 
schreibe 128 Spieler angemeldet. Eigentlich schon eine stolze Zahl. 

So langsam entwickelt sich aber das Open 2009 rekordverdächtig. 

Bis heute haben sich bereits 115 Spieler angemeldet und es sind noch 
12 Tage Zeit bis zum Anmeldeschluss. [Oh, da muss ich ja bald meine 
„Nachfasser“ mail in die Welt rausdonnern! -rm-] 

Der Bekanntheitsgrad unseres Open steigt offenbar unaufhörlich an, 
denn wenn man einen Blick auf die Teilnehmerliste wirft, sieht man 
viele Namen, die nicht auf der Mitgliederliste des DESC stehen. 

Dank der unermüdlichen Promotion des großen Friesen aus Bremen, 
wird unser Teilnehmerfeld auch immer internationaler. 

=> Wenn also auch DU ein Teil der großen Open-Familie sein 
möchtest, melde Dich bitte zügig im Turnierbüro an! Und das ist hier: 
http://www.desc-online.de/turnierbuero/anmeldung.php 
Näheres zum Turnier: http://www.desc-online.de/turniere/open/2009/ 


02. Friedrich Irmer: Schachspielerschwemme ... 

Ich bitte alle, sich zu erheben und mit donnerndem Applaus Neuzugang 
Stefanie Beer zu begrüßen, die sich für den steinigen Weg nach oben 
entschieden hat! Herzlich willkommen und viel Spaß und Erfolg bei 
den Partien! Als erste Gegner wählte sie sich Uwe Schierle, mit dem 
sie ab 19.09. die Partie P2009.091 um den Platz auf Ebene 14 spielt. 

Die Partien P2009.007 und P2009.075 wurden beendet. In der ersten 
verlor Verteidiger Peter Fiedler Partie und Platz auf Ebene 10 gegen 
Thomas Ripke. Besonders hart traf es Peter, weil Thomas zuvor seine 
Verteidigungspartie verloren hatte und Peter damit statt auf Ebene 12 
sich urplötzlich auf Ebene 14 wiederfand. 

Weniger dramatisch die Partie P2009.075. Hier trennten sich Uwe 
Jansen und Christian Wrede nach nur einem Monat Spielzeit Remis. 
Uwe bleibt damit auf Ebene 12, Christian auf Ebene 8. 

Und auch zwei neue Herausforderungen sind zu vermelden: 
Gerd Schuster will mit Jakob Oppelender ab 15.09. die Verteilung 
der Plätze auf Ebene 13 und 12 neu regeln und in der Partie Ludger 
Schultz gegen Werner Wittal stehen ab 20.09. die Plätze auf Ebene 
11 und 9 zur Disposition. 

Nun kommen wir zu denen, die heute Geburtstag hatten. Weil es gleich 
4 (in Worten: vier!) Schachspieler sind, und es der Chefredakteur nicht 
gerne sieht, wenn ich den Newsletter mit überlangen Beiträgen füttere 
(es gibt da so ein mystisches 12 Seiten Limit) entfällt eine ausführliche 
Würdigung 

+ von Königin Elisabeth I. (*1533) - Stichwort: Shakespeare 
+ des Schriftstellers Elia Kazan (*1909) - Jenseits von Eden 
+ des Mitbegründers von HP David Packard (*1912) 
+ des Physikers James van Allen (*1914) - der mit dem Gürtel 
+ des Musikers Buddy Holly (*1936) 
+ des Drogistens Dirk Roßmann (*1946) 
+ und des Fernsehmoderators Jörg Pilawa (*1965) 
[So sehr viele Partien habe ich von denen aber nicht gefunden! -rm-] 

Dafür haben wir den 1726 geborenen französischen Komponisten, der 
zu seiner Zeit als bester Schachspieler der Welt galt: François-André 
Dunican Philidor. Seine Musikstücke sind zwar inzwischen nahezu 
unbekannt - anders als sein Werk L'analyse du jeu des échecs (1749), 
das erste Buch das Eröffnung, Mittelspiel und allg. Schachstrategie 
behandelte und die theoretischen Grundlagen des Positionsspiels legte. 

Besonderen Wert legte er auf die Bauernstruktur, was im Grundsatz 
'Les pions sont l'ame du jeu', zu deutsch: 'die Bauern sind die Seele des 
Schachspiels' gipfelte. 

Er begann seine Schachkarriere als Schüler von Legall de Kermeur, 
des besten französischen Schachspielers, der im Café de la Régence 
als Berufsspieler tätig war. 

1747 besiegte er den berühmten Syrer Philipp Stamma in einem 
Wettkampf auf zehn Partien deutlich mit 8-2. 

Stamma, Philipp - NN, Composition ab 7.Zug Weiß, 1737 [C50] 
1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bc4 Bc5 4.d3 d6 5.Ng5 Qf6 6.Bxf7+ Kf8 
7.Qe2 h6 8.Bxg8 Nd4 9.Qd2 hxg5 10.Bc4 Nf3+ 11.gxf3 Qxf3 
12.Rf1 Rxh2 13.c3 Bh3 14.d4 Bxf1 15.Bxf1 exd4 16.cxd4 Re8 
17.Nc3 Bb4 0-1 

1749 und 1751 war er Gast in Potsdam am Hofe Friedrichs II. und 
spielte, damals eine kaum glaubliche Sensation, an drei Brettern 
gleichzeitig Blindschach. Ab 1770 verbrachte er im neugegründeten 
Schachclub < Salopian Coffee House > in Charing Cross für ein   
Jahreshonorar die jährliche Saison (Februar bis Juni) in London. 

1774 wechselte er zum London Chess Club in < Parsloe's >, in der 
St. James's Street. Dort war er fest angestellter Berufsspieler des 
Hauses und stand er dem Verein als Schachlehrer zur Verfügung; 
er gab Blindschach-Vorstellungen, spielte um Wetteinsätze gegen 
Besucher und gab nebenher Musikstunden. Ab 1792 durfte er wegen 
des Revolutionskriegs aus England nicht nach Paris zurückkehren 
und starb im am 31. August 1795 in London [Das eine muss nicht 
unbedingt Ursache des anderen gewesen sein, -rm-] . 

Seine < Philidor - Verteidigung > 1.e4 e5 2.Nf3 d6 lädt zu vielen 
Fallen und Kurzpartien ein, zum Beispiel dem Seekadettenmatt, auch 
< Matt des Légal > genannt, Morphys Opernpartie oder auch dieser 
Partie: 

Rodzynski – Aljechin, Alexander, Paris 1913 
1. e4 e5 2. Nf3 d6 3. Bc4 Nc6 4. c3 Bg4 5. Qb3 Qd7 6. Ng5 Nh6 
7. Bxf7+ Nxf7 8. Nxf7 Qxf7 9. Qxb7 Kd7 10. Qxa8 Qc4 11. f3 
Bxf3 12. gxf3 Nd4 13. d3 Qxd3 14. cxd4 Be7 15. Qxh8 Bh4# 0-1 

Zu Ehren seines Geburtstage hier noch eine Partie des Meisters selbst; 
zwar nicht seine eigene Eröffnung (sondern, was auch sonst, ein flottes 
Königsgambit) in der er sein Können zeigt: 

Philidor, François André – NN, 1790 
1. e4 e5 2. f4 exf4 3. Bc4 Qh4+ 4. Kf1 d6 5. Nf3 Bg4 6. d4 g5 
7. Nc3 Qh5 8. h4 h6 9. Kf2 Bxf3 10. gxf3 Qg6 11. hxg5 Qxg5 
12. Ne2 Nd7 13. Nxf4 Qd8 14. c3 Nb6 15. Bd3 Qd7 16. Be3 O-O-O 
17. a4 Kb8 18. a5 Nc8 19. b4 c6 20. b5 cxb5 21. a6 b6 22. Qb3 
Nf6 23. Bxb5 Qc7 24. d5 Bg7 25. Bc6 Nd7 26. Nd3 Ne5 27. Nxe5 
Bxe5 28. f4 Bg7 29. Bd4 Bxd4+ 30. cxd4 Qe7 31. Kf3 Rdg8 
32. Rac1 Rg6 33. Bb7 Rhg8 34. Rxc8+ Rxc8 35. Bxc8 Kxc8 
36. Rc1+ Kb8 37. Qc4 Qd7 38. f5 Rg8 39. Qc6 Qxc6 40. dxc6 Kc7 
41. d5 h5 42. Rh1 Rh8 43. Rg1 Rh7 44. Rg8 b5 45. Ra8 Kb6 
46. Rb8+ Kc7 47. Rb7+ Kd8 48. e5 dxe5 49. d6 Kc8 50. d7+ Kd8 
51. Rb8+ Kc7 52. d8=Q+ 1-0 

Als nächster, der etwas [in der Tat ... -rm-] weniger bekannte, 1805 
geborene ungarische Schachmeister Joszef Szén. Er erlernte das 
Schachspiel in den Cafés von Pest,wurde 1830/31 Meister des Cafés 
Wurm in Pest und galt bald darauf als < Philidor Ungarns > . 
1836 bis 1839 spielte er in Frankreich, England und Deutschland 
gegen die stärksten Schachmeister dieser Länder Wettkämpfe und 
Gelegenheitspartien. 1839 gründete er den Pester Schachclub mit, der 
1842 bis 1845 mit ihm, Johann Jacob Löwenthal und Vince Grimm 
ein vielbeachtetes Fernturnier gegen den Pariser Cercle d'Échecs, 
angeführt vom Schachmeister Pierre Saint-Amant, gespielt hat. 

Der Sieg von Pest mit 2:0 war damals eine Sensation. Die von den 
Pestern in ihren Schwarzpartien angewandte Verteidigung ging in die 
Schachtheorie als < Ungarische Verteidigung > ein, so dass Szén also 
Miterfinder dieser Eröffnung 1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bc4 Be7 war. 
1851 wurde er deshalb von Howard Staunton nach London, zum 
ersten internationalen Schachturnier der Schachgeschichte eingeladen. 

Szén wurde dort Fünfter, obwohl er bereits in der 2. Runde des im 
KO-Systems ausgetragenen Turniers auf den späteren Sieger Adolf 
Anderssen traf und ihm mit 2-4 unterlag. Der schätzte Szén aber so 
hoch ein, dass sie sich vor dem Wettkampf darauf einigten, dass der 
Sieger dem Verlierer ein Drittel seines späteren Preisgeldes abgeben 
sollte. [Eine Prisenversicherung: Ging also damals schon los. -rm-] 

Von ihm eine Partie Königsgambit, die er leider verlor: 
Harrwitz, Daniel – Szén, Jozsef, London 1851 
1.e4 e5 2.f4 exf4 3.Nf3 g5 4.h4 g4 5.Ne5 Nf6 6.Nxg4 Nxe4 7.Qe2 d5 
8.d3 Bxg4 9.Qxg4 Ng3 10.Rh3 Bd6 11.Bxf4 Qe7+ 12.Kf2 Bxf4 
13.Qxf4 Nxf1 14.Nc3 O-O 15.Kxf1 c6 16.Re1 Qd8 17.Rg3+ Kh8 
18.Qh6 Rg8 19.Re8 Qxe8 20.Qf6+ Rg7 21.Qxg7+ 1-0 

Es folgt der 1837 geborene polnisch / französische Schachmeister und 
Journalist Samuel Rosenthal. 1865 / 1867 war er ein sehr erfolgreicher 
Berufsspieler im Café de la Régence, wo er eine viele Turniere gewann. 

1867 nahm er als Vertreter Frankreichs anlässlich der Weltausstellung 
am großen internationalen Turnier in Paris teil und belegte den 9. Platz. 
1870 nahm er in Baden-Baden teil, wo er keinen Preis gewann, aber 
den Turniersieger Adolf Anderssen bezwang. 1873 in Wien wurde 
er Vierter, 1878 in Paris Siebter. 1880 hatte er seinen größten Erfolg, 
als er das Pariser Turnier gewann. 1883 wurde er in London Achter. 

Auch von ihm eine Partie Königsgambit: 
Rosenthal, Samuel – Steinitz, Wilhelm, 1870 
1.e4 e5 2.f4 exf4 3.Bc4 d5 4.Bxd5 Qh4+ 5.Kf1 Ne7 6.Nc3 g5 
7.d4 Bg7 8.Nf3 Qh5 9.h4 g4 10.Ng5 Nxd5 11.Nxd5 f3 
12.Nxc7+ Kd8 13.Nxa8 h6 14.Nxf3 gxf3 15.Qxf3 Bg4 16.Qg3 Na6 
17.Bf4 Re8 18.Re1 Re7 19.c3 Kc8 20.a4 b5 21.Qd3 Rb7 
22.axb5 Qxb5 23.Qxb5 Rxb5 24.b4 Be6 25.Ra1 Rb7 26.d5 Bd7 
27.Kf2 Nb8 28.Rhc1 Be8 29.Be3 a6 30.Nb6+ 1-0 

Der nächste in der Reihe ist der 1842 geborene deutsch-polnische 
Schachspieler Johannes Hermann Zukertort. Er begann als Schüler 
von Adolf Anderssen in Breslau, den er schließlich [das erscheint 
uns jetzt etwas undankbar -rm-] 1871 im Wettkampf besiegte. 

1867 zog er nach Berlin und Mitglied der Berliner Schachgesellschaft 
und übernahm die Redaktion der Neuen Berliner Schachzeitung, 
deren offizieller, aber nicht praktizierender [das ist ja wie in einigen 
politischen Ämtern! -rm-] Hauptredakteur Adolf Anderssen war. 

1872 zog er weiter nach London, wo er den Großteil seiner Karriere 
als Berufsspieler verbrachte. 1886 unterlag er Wilhelm Steinitz im 
ersten jemals gespielten Wettkampf um die Schachweltmeisterschaft. 
Neben dem Zukertort-System 1.Nf3 d5 2.d4 Nf6 3.e3 e6 4.b3 
spielte auch er Königsgambit: 

Zukertort, Johannes – Anderssen, Adolf, Breslau 1865 
1.e4 e5 2.f4 exf4 3.Nf3 g5 4.Bc4 g4 5.O-O gxf3 6.Qxf3 Qf6 
7.e5 Qxe5 8.d3 Bh6 9.Nc3 Ne7 10.Bd2 c6 11.Rae1 Qc5+ 
12.Kh1 d5 13.Bxd5 cxd5 14.Nxd5 Be6 15.Nf6+ Kd8 16.Qxb7 Nec6 
17.Rxf4 Bc8 18.Rd4+ Nxd4 19.Ba5+ Qxa5 20.Qe7# 1-0 

+ Und schließlich der 1907 geborene Nenad Petrovic, ein kroatischer 
Schachkomponist: Er veröffentlichte er über 650 Originale aus allen 
Bereichen der Schachkomposition, 121 davon wurden in die FIDE - 
Alben aufgenommen. 1947 wurde er Weltmeister im Lösen von 
Schachaufgaben und erhielt 1978 den Titel eines Großmeisters für 
Schachkompositionen. 

Er beschäftigte sich auf diesem Feld auch mit weniger bekannten 
Gebieten wie etwa der Schachmathematik und Konstruktionsaufgaben, 
z.B. der Frage, wie viele verschiedene Schachpartien theoretisch 
möglich seien. 1948 meinte er übrigens, es seien 1.018.900 [und 
seitdem zählt der noch mal durch? -rm-] oder er konstruierte 1954 eine 
legale Stellung, in der Weiß 218 mögliche Züge hatte. Auf dem 
< Problem Database Server > findet man seine Kompositionen unter 
http://www.softdecc.com/pdb/search.pdb?expression=A=%27Petrovic%27%20and%20FIRSTNAME=%27Nenad%27 

Übrigens, 1936: Benjamin, der letzte lebende Beutelwolf (auch 
Tasmanischer Wolf), starb 1936 in der Nacht vom 6. auf 7. Sept. im 
Beaumaris Zoo in Hobart, Australien. [Mein Freund der Wolf. Mir ist 
noch unklar, ob der Schach spielte, aber ... ich mache ja alles mit. -rm-] 


03. Josef Schmitz: Mannschaftspyramide 

Just hatte sich Blockade 06 gegen Western Lights mit 2-1 nach hartem 
Kampf durchgesetzt und freute sich auf einen Pyramidenplatz in der 
dritten Reihe. Die Freude war aber leider nur von kurzer Dauer, denn 
sozusagen gleichzeitig kämpfte Springergabel eben diese Bockade 06 
ebenfalls mit 2-1 nieder und musste demnach den Platz an der Sonne 
der Mannschaft Springergabel überlassen. 

Blockade 06 fand sich demzufolge gar in der 5. Ebene wieder! Fatales 
Ereignis! Wie ich die Kämpfer von Blockade 06 kenne, wird aber 
sicher schon wieder an einem Aufstieg gebastelt und die nächste 
Herausforderung lässt nicht lange auf sich warten. Springergabel 
befindet sich demzufolge nunmehr auf Ebene 3 ! und hat sich auf die 
Warteliste für die Ebene 2 setzen lassen. Von dort wird versucht, das 
Unmögliche möglich zu machen.  [Das Leben in und an Pyramiden 
ist eben hart. Das wusste damals schon so manches Team, das danach 
nur noch in der Bibel erwähnt werden konnte. -rm-] 

Springergabel (5) vs Blockade 06 (4) 2-1 
MP68.1 .. Papenfuss, Ingo .. Urlau, Thomas .. remis 
MP68.2 .. Holtorf, Peter ... Milde, Lars .... remis 
MP68.3 .. Schmitz, Josef ... Bieker, Peter .. 1-0 

Herzlichen Glückwünsch an die Springergabel als siegreiches Team! 
Ich w‘Œœ—šßºŠœ—߈š–‹š—–‘߉–š“߬ž ߊ‘›ßº™“˜ßš–ߺŠš‘߯ž‹–š‘ß–’ßòõ»º¬¼ßŠ‘›ß“š–‹ßž”‹–‰ßš–ß›šß²ž‘‘Œœ—ž™‹Œ†ž’–›šÞòõòõª‘›ß›–šß·šžŠŒ™›šŠ‘˜ŒŠ‘›šßÉÆß›šß²ž‘‘Œœ—ž™‹Œ†ž’–›šßˆŠ›šßòõž’ßÌÎѾŠ˜ŠŒ‹ßÍÏÏÆߝšš‘›š‹Ñßòõòõ½“œ”ž›šßÏÉß×ËÖ߉Œß¨šŒ‹š‘ß³–˜—‹Œß×ÌÖßÍÒÎòõ²¯ÉÆÑÎßÑÑߪ“žŠÓß«—’žŒßÑÑß²–‘‹šÓß»–š‹šßÑÑÑÑßÏÒÎòõ²¯ÉÆÑÍßÑÑß½–š”šÓ߯š‹šßÑÑß¹–š›“šÓ߯š‹šßÑÑÑßÎÒÏòõ²¯ÉÆÑÌßÑÑß²–“›šÓ³žŒßÑÑÑÑÑ߬œ—’–›‹Óß­“ž‘›ßÑÑßÎÒÏòõ—‹‹ÅÐЈˆˆÑ›šŒœÒ‘“–‘šÑ›šÐ‹Š‘–ššÐ’ž‘‘Œœ—ž™‹Œ†ž’–›šÐ’†™›šÑ—ßòõòõòõÏËÑß·š“’Š‹ß·–Œœ—š–›šÅß»žŒß°š‘ßÍÏÏÇÓ߸ŠšßÎÏòõòõ¶‘ß›–šŒš’ß«Š‘–šßˆŠ›šß‘Š‘ßžŠœ—ß›–šß“š‹…‹šß¯ž‹–šßšš‘›š‹Ñߪ‘›ß›–šŒšßòõ¬–š“šß•Šš“‘ßžŠ™ß›š’߬–š˜š›šŒ‹ÅßòõòõÎÑÖß´š““šÓß»Ñ߸š‹ßÑÑÑÑÑßËÑÊ߯”‹ÑßÑÑßÎÎÑÊÏòõÍÑÖß³Ššœ”šÓß©“”’žßÑÑÑÑÑÑßËÑÊ߯”‹ÑßÑÑßÎÏÑÈÊ߬нòõÌÑÖß´–““šÓß°“–‰šßÑÑÑÑÑÑÑßÌÑÊ߯”‹ÑßÑÑÑßÇÑÈÊ߬нòõËÑÖß»”žÓß²–œ—žš“ßÑÑÑÑÑÑÑßÌÑÊ߯”‹ÑßÑÑÑßÈÑÊÏ߬нòõÊÑÖ߬œ—‘š–›šÓß»–š‹’žßÑÑÑßÌÑÏ߯”‹ÑòõÉÑÖß¹–š›“šÓ߯š‹šßÑÑÑÑÑÑÑßÍÑÏ߯”‹ÑòõÈÑÖß½žžŒÓß·“˜šßÑÑÑÑÑÑÑÑÑßÏÑÏ߯”‹ÑòõòõòõÏÊÑßµš˜ß´žœ—‹Åß»žŒß¬–š˜š‹Š‘–šß¬«¬ÏÆÏòõòõ»žŒß«Š‘– 
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Œß–œ”šlnd für eines Herausforderer, wenn er 
einen Korb bekommt (das kennen wir doch alle irgendwie, oder !!!) 

Eine kurze Mail an josef@desc-online.de genügt. 


10. Irres, Wirres und Theoretisches aus der Welt < da draußen > 

Wer bin ich? Ich spielte vor und nach dem II. Welkrieg Nahschach. 
Ich wurde siebenmal Meister meines Landes und repräsentierte es 
achtmal bei Schacholympiaden. Mein bestes Ergebnis erzielte ich 
als Sieger in einem europäischen Zonenturnier. Danach begann ich 
Fernschach zu spielen, mit besseren Resultaten als im Nahschach. 

Darüber hinaus wurde ich auch internationaler Schach-Schiedsrichter 
und war so in zwei Weltmeisterschaften jeweils im Finale tätig. Ich 
wurde von meinem Land für meine Verdienste um das Schach mit dem 
Orden der Goldenen Palme der Krone ausgezeichnet und vermutlich 
würden Sie meinen Namen nicht mit dem Land in Verbindung bringen, 
in dem ich lebe. Wer bin ich? 
http://www.chessville.com/misc/History/Mad_Aussie_Trivia_Archive_Five.htm 

< Das Fernschach gibt die Möglichkeit, die meisten schachlichen 
Probleme fast unfehlbar zu lösen. Es ist somit nicht nur eine Kunst, 
sondern auch eine Wissenschaft! > (Unser noch Unbekannter, zitiert 
nach: Fritz Baumbach: '52 - 54, stop: Fernschach', Berlin 1990) 

Das Raten soll ja Spaß machen; wenden wir uns also vor der Lösung 
erst noch etwas anderem zu. Zuerst ist es auch etwas zum Raten: 
Welche Partie in einer Weltmeisterschaft war die längste und welche 
war zugleich die einzige, die mit einem  P a t t  endete? 
Na klar: Kortschnoi - Karpow, Baguio City 1978, 124 Züge ... patt. 
http://www.chessville.com/misc/History/Mad_Aussie_Trivia_Archive_Five.htm 

Isaac Kashdan ( http://www.chesshistory.com/winter/winter44.html ) 
beschrieb, wie Paul Keres abends krank wurde, aber gegen Benkö und 
Panno jeweils noch eine Hängepartie zu bestreiten hatte, beide mit 
Gewinnstellung für Keres. Als klar wurde, dass Keres nicht spielen 
können würde, gaben beide Opponenten die Partien sofort auf. Das 
könnte der erste Fall der Schachgeschichte sein, in dem ein Spieler um 
eine Vertagung bat und mit zwei vollen Punkten beschieden wurde. 

+ In Montreal ging heute ein Turnier zu Ende. Mehr im nächsten NL. 
+ In Amsterdam wurde bis Ende August das reizvolle "Duell" 
< Experience > vs < Rising Stars > ausgetragen, in dem die "Opas" 
die "Jugend" geradezu vorführten und mit 27.5 : 22.5 eine hoffentlich 
kostenlose Lehrstunde erteilten. 
+ Eine Fundgrube für das Gesamtwerk eines Spielers als zip-pgn ist 
dieser Link: http://www.chessopolis.com/chessfiles/pgn_players.htm 
+ In Bilbao spielen gerade vier (!!) Großmeister einen Grand Slam 
der FIDE, also zwei kümmerliche Einzelmatches, was von denen 
nun auch noch "Turnier" genannt wird - spaßig, aber keiner weiteren 
Erwähnung wert. 
+ In Russland wird noch bis zum 13.Sep. die Liga ausgetragen, mit 
57 Beteiligten ist das schon ein richtiger Wettbewerb. 

+ In Kolkata, Indien, spielen 126 Spieler bis zum 10.Sep. ein Turnier. 
Was im Fernschach egal wäre, zuerst lustig wirkt und vielleicht doch 
ein bedrückendes Schicksal eines Alkoholikers streift: 

Der französische Schachgroßmeister Vladislav Tkachiev erschien in 
Kolkata / Indien betrunken am Brett, schlief während der Partie ein 
und überschritt auf diese erschreckende Art das Zeitlimit von 90 Min. 

Der in Moskau geborene 35-Jährige Europameister von 2007 kam laut 
lokalen Medienberichten derart  b e t r u n k e n  zu seiner Partie gegen 
den Inder Praveen Kumar, dass er sich kaum auf dem Stuhl halten 
konnte und nach elf Zügen mit dem Kopf auf dem Tisch einschlief. 

Fotos in indischen Zeitungen zeigen, wie die Veranstalter vergeblich 
versuchten, den sanft schlummernden Tkachiev zu wecken. 
[Diese Bilder sind im Internet ... zum Glück ... nicht zu finden. -rm-] 
Vom Ausrichter wurde Tkachiev anschließend verwarnt, er darf aber 
weiter an dem Turnier teilnehmen.  Quelle: Focus, 4.Sep. 2009, 
http://www.focus.de/sport/mehrsport/indien-grossmeister-tkachiev-schlaeft-bei-schachspiel-ein_aid_432664.html 
http://www.indianexpress.com/news/drunk-chess-player-dozes-off-concedes-match-at-kolkata-open/512570/ 
http://www.chessvibes.com/reports/drunken-tkachiev-falls-asleep-behind-the-board-makes-the-headlines/ 
http://schach.twoday.net/stories/5920809/ 

Ganz nebenbei kann man sagen, dass „ die Veranstalter“ hier einen 
klaren Regelverstoß begingen, als sie den Spieler (ja wohl während 
der Partie) zu wecken versuchten. Die FIDE Regeln sind da ganz klar: 

13.6 (...) Der Schiedsrichter unterlässt es, einem Spieler mitzuteilen, 
dass sein Gegner einen Zug ausgeführt oder dass der Spieler die Uhr 
nicht betätigt hat. 
13.7  a) Zuschauer und Spieler anderer Partien dürfen nicht über eine 
Partie reden oder sich auf andere Weise einmischen. - - - 


=> Einen Hinweis auf die Spuren des alten Adelsgeschlechts unseres 
Protagonisten gibt uns  http://www.irishroots.com/id4004.htm 
O'Kellys Vorfahren stammen aus Irland. 1720 wanderte John O'Kelly 
nach Lüttich aus und dieser Vorfahr unseres Großmeisters erhielt den 
erblichen belgischen Adelstitel < Ecuyer >, den eben auch Albéric trug. 

Es geht um Alberic Ecuyer O'Kelly de Galway, der vom 17. Mai 1911 
bis 3. Oktober 1980 lebte. Gestorben ist er übrigens (kleiner Vorgriff) 
nicht in Mexiko-City, wie viele schreiben: Der an Leukämie leidende 
3. Fernschach Weltmeister wurde gerade noch nach Brüssel gebracht 
werden. Geboren wurde O'Kelly in Ruisbroek (nahe Brüssel); 
er war also natürlich ein „ganzer“ Belgier. 

Es handelt sich bei < Ecuyer > also nicht um einen zweiten Vornamen, 
wie es http://dic.academic.ru/dic.nsf/dewiki/45915 vermuten lässt, aber 
dann gewohnt präzise in Alfred Diel: Der immer korrekte O'Kelly, 
in Kaissiber Nr. 30 / Jan.-März 2008, S.75. 

O'Kelly zählte seit den 30er Jahren für Jahrzehnte zu den führenden 
belgischen Schachmeistern. Seltsamerweise wird im Internet zumeist 
beim Stichwort < Meister in Belgien > auch auf den dort lebenden 
Akiva Rubinstein verwiesen, der aber ab 1932 keine Turnier mehr 
spielte; zumindest  sollten aber wohl George(s) Koltanowski (1903 – 
2000) & Edgard Colle (1897 – 1932) hier mit erwähnt werden. Mit 
Rubinstein wechselte O'Kelly wohl mehrere hundert freie Partien, 
von denen aber nur wenige erhalten geblieben sind. 

Ein belgischer Meister war O'Kelly aber ganz gewiss: 1937, 1950, 
1954, 1956, 1960, 1962, 1964 und 1968  wurde er Landesmeister! 
Im Januar 1957 betrug O'Kellys beste historische Elo-Zahl 2675. 
1947 teilte er in Teplice den ersten Platz mit Vasja Pirc und wurde 
im selben Jahr im schönen Venedig geteilter Zweiter. 

Gleich zwei Eröffnungssysteme wurden nach O'Kelly benannt, erstens 
ein sonderbarer Sizilianer: 1.e2-e4 c7-c5 2.Sg1-f3 a7-a6 und zweitens 
im Blackmar Gambit: 1.d4 d5 2.e4 dxe4 3.Nc3 Nf6 4.f3 c6 . 
Stefan Buecker schreibt, dass es 1956 war, als O'Kelly diese Variante 
Emil J. Diemer zeigte, was auch immer das heißen mag (im Stehen, so 
nebenbei, an einem gerade nicht gebrauchten Brett?); zumindest ich 
als nicht spezialisierter Spieler kann keine entspr. Partie finden. Quelle 
ist http://www.chesscafe.com/text/kaiss42.pdf , Stefan Buecker. 
Wer Näheres über das Abspiel wissen möchte, kann auch bei unserem 
früheren DESC Mitglied Volker Hergert nachschlagen: < Die O’Kelly 
Verteidigung im Blackmar – Diemer – Gambit >, Düsseldorf 1993 . 

Aber auch zu dem System in der Sizilianischen Verteidigung ist etwas 
erschienen und zwar in meiner geliebten SOS Reihe: Jeroen Bosch, 
Sicilian: the O’Kelly Variation, in: SOS - Secrets of Opening Surprises, 
Vol.7, New In Chess 2007 . 

O’Kelly galt als Gentleman unter den Schachspielern, stets freundlich, 
charmant und korrekt, und besonders die Frauen schätzten ihn wohl 
ganz außerordentlich, wie uns zum Glück Paul W. Wagner wissen 
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2004/0228/magazin/0101/index.html 
lässt. Gute Manieren und strahlendes Auftreten ließen ja auch u.a. 
Keres,Capablanca, Najdorf und Rossolimo auf diesem wichtigen 
Lebensgebiet in angenehme Umstände kommen. Seltsam ist, dass in 
den Beiträgen im Internet kaum über O'Kellys Charakter gesprochen 
wird, über seine Vorlieben, seine Interessen usw. Der große und stets 
als erste Nachschlagstelle dienende Edward Winter bleibt sogar beim 
gesamten Thema O'Kelly nahezu stumm. 

Seinen größten Erfolg erlebte O'Kelly 1946 in Beverwijk und 1947 
mit dem Sieg im europäischen Zonenturnier in Hilversum; am 
folgenden Interzonenturnier Saltsjöbaden 1948 mochte er jedoch nicht 
teilnehmen. Die Gründe dafür sind mir nicht bekannt geworden. Der 
1950 zum Internationalen Meister und 1956 zum Großmeister erklärte 
O'Kelly siegte weiter: São Paulo 1948 (vor Eliskases & Rossetto ... 
das war kein Urlaubsturnier am Strand) Dortmund1951, Dublin 1954, 
Ostende 1956, Utrecht 1961, in Málaga 1963 und 1967. Folglich 
vertrat er sein Land auch bei den Schacholympiaden 1937 bis 1968. 

O'Kelly begann mit 12 Jahren mit dem Schach. Noch als er Schüler 
war, spielte schon regelmäßig im Brüsseler Schachklub L'Echiquire 
mit den belgischen Spitzenspielern Frits van Seters, Paul Devos und 
Paul Limbos . 

Seit 1937 spielte O'Kelly auch mit großem Erfolg Fernschach; mitten 
im II. Weltkrieg wurde er wiederholt belgischer Fernschachmeister, 
nämlich 1942/43 und 1943/44. Es wäre einer Nachforschung wert, auf 
welche Weise in diesem Chaos eigentlich die Züge übermittelt wurden. 

Beim zwischen 1959 und 1962 ausgetragenenen Dr.Dyckhoff – Memo   
wurde er Zweiter (hinter Lothar Schmid) und bei der 3. Fernschach 
WM, 1962 bis 1965, gelang ihm tatsächlich der Sieg. O'Kelly war der 
dritte Fernschachweltmeister! Im Ragosin Gedenkturnier belegte er 
1966 Platz 2 hinter Horst Rittner. 

Der polyglotte O'Kelly de Galway sprach und schrieb mit Französisch, 
Holländisch, Deutsch, Englisch, Spanisch, Russisch  s e c h s  (!!!) 
Sprachen fließend und Italienisch eben so ein bisschen, was ihm ganz 
sicher im < diplomatischen Einsatz > als Internationaler Schiedsrichter 
der FIDE (seit 1962) geholfen hatte. 

O’Kelly leitete 1966 und 1969 die Weltmeisterschaftsfinale zwischen 
Tigran Petrosjan und Boris Spasski sowie das gewiss nicht leicht zu 
„pfeifende“. Kandidatenfinale 1974 zwischen Anatoli Karpow und 
Viktor Kortschnoi. Zu O'Kelly als Schiri finde ich noch diese Notiz: 

< Petrosjans Sekundant und Hauptratgeber war auch diesmal wieder 
Boleslawski, der von Furman und Suetin unterstützt wurde. Spassky 
arbeitete mit Bondarewski und Krogius zusammen. Das Match um 
die Weltmeisterschaft, wiederum im Moskauer Estradentheater, dauerte 
vom 14. April bis 17. Juni 1969. Das Interesse war noch größer als drei 
Jahre zuvor. 

Hauptschiedsrichter war der belgische Großmeister Alberic O'Kelly . 
Spassky eroberte den Weltmeisterthron mit 12,5 : 10,5 Punkten. Für 
diesen Erfolg erhielt Spassky 1.400 Dollar. 
http://www.koenig-plauen.de/Rubriken/Weltmeister/spassky.htm 

[Ob die damals wenigstens Leibwächter für Spassky angeheuert hatten, 
damit er diesen doch ganz ungeheuren Preisfonds zumindest sicher zur 
Bank bringen konnte? Da sieht man erst, wie wichtig Bobby Fischer 
für das Schach war, dessen Forderungen letztlich für ein angemessenes 
Auskommen der Spieler sorgten.] 

Was bleibt, sind oftmals die Bücher. Unter Fernschachspielern wird 
O'Kellys Buch 34 mal Schachlogik noch heute wärmstens empfohlen. 
http://ancients.correspondencechess.com/index.php?topic=160.0 
Eine weitere wichtige Quelle, die ich hier benutzt habe, ist: 
http://www.remoteschach.de/wiki/index.php?SID=&SUID=75d1e&title=Alberic_O%27Kelly_de_Galway 

=> Dass die folgende Partie wegen der ECO den Anfang bildet, ist 
zwar Zufall, aber mit dem Damenopfer ist sie glänzend geeignet: 

Devos, Paul - O'Kelly de Galway, A. E., Brüssel 1937 [A15] 
1.Nf3 Nf6 2.c4 c6 3.b3 g6 4.Bb2 Bg7 5.g3 0-0 6.Bg2 d5 7.0-0 Na6 
8.d3 Be6 9.Nbd2 Qc8 10.Re1 Bh3 11.Bh1 h5 12.Rc1 Qf5 13.a3 Bh6 
14.b4 Ng4 15.cxd5 cxd5 16.b5 Nb8 17.Rc5 Ne3 18.Qb3 Nd7 
19.Rc7 e5 20.Qc3 d4 21.Nxd4 Qxf2+!! 22.Kxf2 Ng4+ 23.Kf3 e4+! 
24.Kxe4 Ndf6+ 25.Kf3 Ne5+ 26.Kf2 Nfg4+ 27.Kg1 Be3 matt! 0-1 

Wir wollen uns nicht ausschließlich an O'Kelly festhalten. Was manche 
Großmeister so an Eröffnungen auf die Platte schleudern: wunderlich. 

Sandipan (2611) - Short,Nigel (2706), Kolkata Open (6) 2009 [A40] 
1.d4 Nc6 2.c4 e5 3.d5 Nce7 4.Nc3 Ng6 5.g3 Bb4 6.Bd2 a5 7.e4 d6 
8.Bd3 Nf6 9.Qc2 Nd7 10.h4 Nc5 11.h5 Ne7 12.h6 g6 13.0–0–0 0–0 
14.f4 c6 15.a3 cxd5 16.exd5 Bf5 17.Ne4 Bxe4 18.Bxe4 Bxd2+ 
19.Rxd2 Nc8 20.Kb1 Nb6 21.fxe5 dxe5 22.d6 Rc8 23.Bd5 Kh8 
24.Nf3 f6 25.g4 Ncd7 26.Qe4 a4 27.g5 Nc5 28.Qe3 e4 29.Nh2 Nb3 
remis 

Swapnil (2407) - Mamedyarov (2721), Kolkata Open (6) 2009 [A40] 
1.d4 e6 2.c4 b6 3.Nf3 Bb7 4.e3 f5 5.Bd3 Nf6 6.0–0 Be7 7.Nc3 0–0 
8.Qc2 Qe8 9.e4 Qh5 10.Qe2 fxe4 11.Nxe4 Nxe4 12.Bxe4 Nc6 
13.Be3 Qg4 14.Bxh7+ Kh8 15.h3 Nxd4 16.Bxd4 Bxf3 17.Qxf3 Qxf3 
18.gxf3 Kxh7 19.Kg2 Rf4 20.Rad1 Bd6 21.b3 Raf8 22.Rd3 R8f5 
23.Re1 Rg5+ 24.Kf1 Rh4 25.f4 Rgh5 26.Rg3 g5 27.Kg2 Bxf4 
28.Rd3 Kg6 29.Be5 Rh7 30.Bxf4 Rxf4 31.Re2 Kf6 32.Rde3 Re7 
33.Re1 Rh7 34.Kg3 Rhh4 35.Rd3 Rd4 36.Red1 Rxd3+ 37.Rxd3 d6 
38.Rf3+ Ke7 39.Kg2 Rd4 40.Rg3 Kf6 41.Rf3+ Rf4 42.Rd3 a5 
43.Rd2 e5 44.Rd3 Kf5 45.Re3 e4 46.Re2 Rf3 47.Rd2 Kf4 48.Re2 Rd3 
49.Rb2 Ke5 50.Re2 Rc3 51.Rd2 c6 52.Rb2 b5 53.cxb5 cxb5 
54.Rd2 d5 55.Re2 d4 56.Rd2 b4 57.Rb2 d3 58.Rb1 Kf4 0–1 

Poulsen, Christian – O'Kelly, Dubrovnik ol (9) 1950  [B28] 
1.e4 c5 2.Nf3 a6 3.d4 cxd4 4.Nxd4 Nf6 5.Bd3 Nc6 6.Nxc6 bxc6 
7.O-O e5 8. c4 Bc5 9.Nc3 d6 10.Rb1 Rb8 11.Bg5 O-O 12.Kh1 h6 
13.Bh4 g5 14.Bg3 h5 15. h4 Ng4 16.Qd2 gxh4 17.Bh2 Qf6 
18.Nd1 h3 19.f4 hxg2+ 20.Qxg2 exf4 21.Rxf4 Qh4 22.Be2 f5 
23.Bxg4 fxg4 24.Qg3 Qxg3 25.Rxf8+ Kxf8 26.Bxg3 Be6 
27.b4 Rxb4 0-1 

Deepan (2524) - Mamedov (2626) Kolkata Open (6) 2009 [B38] 
1.e4 c5 2.Nf3 Nc6 3.d4 cxd4 4.Nxd4 g6 5.c4 Bg7 6.Be3 Nf6 7.Nc3 0–0 
8.Be2 d6 9.0–0 Nxd4 10.Bxd4 Be6 11.Qd2 Rc8 12.b3 a6 13.Rfd1 Nd7 
14.Bxg7 Kxg7 15.Qd4+ Nf6 16.f4 Kg8 17.Bf3 Qa5 18.e5 dxe5 
19.fxe5 Rcd8 20.Qe3 Rxd1+ 21.Rxd1 Ng4 22.Bxg4 Bxg4 23.Rd5 Qa3 
24.h3 Be6 25.Rd1 b5 26.cxb5 axb5 27.Rd2 b4 28.Ne2 Bf5 29.Kh2 Qa5 
30.Nd4 Bd7 31.Nf3 Bc6 32.Nd4 Bd7 33.Nf3 Bc6 34.Nd4 Bd7 remis 

Wer die Namen der folgenden beiden Spieler sieht, der weiß: Das ist 
eine Fernpartie auf Weltniveau. Dabei saßen die sich direkt gegenüber: 

O'Kelly – Penrose, Dr. Jonathan, Varna ol 1962 [B47] 
1.e4 c5 2.Nf3 Nc6 3.d4 cxd4 4.Nxd4 e6 5.Nc3 Qc7 6.Be2 a6 
7.O-O Nf6 8.Be3 Bb4 9.Nxc6 bxc6 10.Bd3 d5 11.exd5 cxd5 
12.Bd4 Be7 13.Re1 O-O 14.Qf3 Bb7 15.Re3 Rfe8 16.Rae1 Rad8 
17.Qh3 Ne4 18.Qh5 Bf6 19.Nxe4 Bxd4 20.Qxh7+ Kxh7 
21.Nf6+ Kh6 22.Rh3+ Kg5 23.Nh7+ Kg4 24.Be2+ Kf4 
25.Bd3 Kg4 26.Be2+ Kf4 27.Bd3 Kg4 remis 

O'Kelly – Heemsoth, Hermann, Oldenburg 1949 [B73] 
1.e4 c5 2.Nf3 Nc6 3.d4 cxd4 4.Nxd4 Nf6 5.Nc3 d6 6.Be2 g6 
7.Be3 Bg7 8.O-O O-O 9.Qd2 d5 10.exd5 Nxd5 11.Nxd5 Nxd4 
12.c4 Nxe2+ 13.Qxe2 e6 14.Nc3 Bd7 15.Rad1 Qc7 16.Bd4 Bc6 
17.Bxg7 Kxg7 18.Qe3 b6 19.Rd2 Rad8 20.Rfd1 Rxd2 21.Qxd2 Re8 
22.Qd6 Qb7 23.f3 Re7 24.Ne4 f6 25.Rd4 Bxe4 26.fxe4 Qc7 
27.b4 Kf7 28.g3 Qc6 29.e5 fxe5  30.Qxe5 Kg8 31.c5 bxc5 
32.bxc5 Qc7 33.Rd6 Qb8 34.Kg2 Kf7 35.g4 Qb4 36.Rd4 Qb7+ 
37.Kg3 Qc7 38.Rd6 h6 39.h4 Qa5 40.Rd3 Qc7 41.Rd6 Qa5 
42.Rd3 Qc7 43.Qd6 Rd7 44.Rf3+ Kg7 45.Qxc7 Rxc7 46.Rc3 Kf6 
47.Kf4 e5+ 48.Ke4 Ke6 49.Ra3 Rxc5 50.Ra6+ Kf7 51.Rxa7+ Kf6 
52.g5+ hxg5 53.Ra6+ Kf7 54.hxg5 Rb5 55.a3 Rc5 56.a4 Ke7 
57.a5 Kf7 58.Rf6+ Kg7 59.a6 Ra5 60.Rb6 Kf7 61.Rf6+ Kg7 
62.Rd6 Kf7 63.Rb6 Ra4+ 64.Kxe5 Ra5+ 65.Kd6 Rxg5 66.Kc7 Ra5 
67.Kb7 Kg7 68.a7 Rxa7+ 69.Kxa7 Kh6 70.Ka6 Kh5 71.Kb5 g5 
72.Kc4 Kg4 73.Kd3 Kf3 74.Rf6+ Kg3 75.Ke2 1-0 

Obwohl beide Spieler im Fernschach ihre größten Erfolge feierten, 
gelingt es mir nicht, eine Partie der beiden im ICCF nachzuweisen. 
Nein, man traf sich im beschaulichen Oldenburg, nicht allzu weit von 
Bremen, wo Heemsoth lebte, vielleicht nicht ganz zufällig im 
Gründungsjahr des SK Union Oldenburg. 

Wie es kam, dass an dem Turnier mit Baruch Wood, Alberic O'Kelly 
und Hermann Heemsoth mindestens drei große Fernschachspieler 
teilnahmen, weiß ich (noch) nicht. Aber Tony J. Gillam schrieb 2001 
ein Turnierbuch, das uns vielleicht Aufschluss bietet: 2002 wurde es 
von Matthias Burkhalter besprochen: 
http://www.scr-kuppenheim.de/bubu/0202.htm 

Besonders beeindruckend siegte hier David Bronstein d.Ä. gegen 
unseren belgischen Protagonisten: 

Bronstein, David I - O'Kelly de Galway, A., Beverwijk 1963 [C00] 
1.g3 Nf6 2.Bg2 d5 3.Nf3 e6 4.O-O Be7 5.d3 c5 6.Nbd2 Nc6 7.e4 O-O 
8.Re1 Qc7 9.e5 Nd7 10.Qe2 b5 11.h4 a5 12.Nf1 Ba6 13.N1h2 b4 
14.h5 Rfc8 15.h6 g6 16.Bf4 Qd8 17.Ng4 a4 18.Qd2 c4 19.dxc4 Bxc4 
20.Bg5 a3 21.b3 Ba6 22.Rac1 Na7 23.Bxe7 Qxe7 24.Ng5 Nb5 
25.Bxd5 Rd8 26.Bxa8 Nxe5 27.Qxd8+ Qxd8 28.Rxe5 Nc3 29.Bf3 f5 
30.Nxe6 Qd2 1-0 Da nutzen auch keine belgischen Pralinen mehr. 

Auch am Ende seiner langen Schachkarriere putzte der besagte Belgier 
noch immer manchen, durchaus ehrgeizigen Großmeister vom Brett: 

Karaklajic,Nikola – O'Kelly,A.E. London 1973 [C63] 
1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bb5 f5 4.d3 fxe4 5.dxe4 Nf6 6.Nc3 Bb4 
7.O-O Bxc3 8.bxc3 d6 9.Qd3 Bd7 10.Rb1 Na5 11.Ng5 Qe7 12.f4 b6 
13.Ba3 Bxb5 14.Qxb5+ Nd7 15.Bb4 Nb7 16.Qc6 O-O-O 17.Qd5 Rde8 
18.Nf7 Rhf8 19.fxe5 Nxe5 20.Nxe5 Rxf1+ 21.Rxf1 Qxe5 22.Rf7 Qxe4 
23.Qxe4 Rxe4 24.Rxg7 a5 25.Ba3 Re1+ 26.Kf2 Ra1 27.Kf3 Rxa2 
28.Bc1 Rxc2 29.Be3 a4 30.Rxh7 a3 31.Rh8+ Kd7 32.Ra8 Na5 
33.Bd4 a2 34.c4 Rxc4 35.Rg8 d5 36.Bb2 Rc2 37.Bf6 c5 38.Rd8+ Ke6 
39.Bh8 d4 40.Re8+ Kf7 41.Re1 Nb3 0-1 

Nur ein paar Jahre zuvor zeigte er mit Weiß, wie man es besser macht: 

O'Kelly,A.E. – Denker, Arnold, 1948 [C63] 
1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bb5 f5 4.Nc3 fxe4 5.Nxe4 d5 6.Nxe5 dxe4 
7.Nxc6 bxc6 8.Bxc6+ Bd7 9.Qh5+ Ke7 10.Qe5+ Be6 11.d4 exd3 
12.Bg5+ Nf6 13.O-O-O Kf7 14.Rhe1 Bxa2 15.Qa5 Be6 16.Bxf6 Qxf6 
17.Rxe6 Qxf2 18.Rxd3 Kxe6 19.Qd5+ Ke7 20.Qe5+ 1-0 

O'Kelly – Book, Eero Einar, Dubrovnik ol (11) 1950 [D05] 
1.d4 d5 2.Nf3 Nf6 3.e3 e6 4.Nbd2 c5 5.c3 Nbd7 6.Bd3 Bd6 
7.Qe2 Qc7 8.O-O O-O 9.e4 cxd4 10.cxd4 dxe4 11.Nxe4 Nd5 
12.Nxd6 Qxd6 13.Qe4 N7f6 14.Qh4 Bd7 15.Re1 Rfc8 16.Re5 g6 
17.Bd2 a6 18.Rae1 Ba4 19.b3 Bb5 20.Bb1 a5 21. Ng5 Re8 
22.Be4 Bc6 23.Bxd5 Bxd5 24.Nxe6 Nd7 25.Ng5 Nxe5 26.Qxh7+ Kf8 
27. dxe5 Qb6 28.e6 1-0 

Pirc – O'Kelly, Bled 1950 (6) [D78] 
1.Nf3 d5 2.g3 Nf6 3.Bg2 g6 4.O-O Bg7 5.d4 O-O 6.c4 dxc4 7.Na3 Na6 
8.Nxc4 c5 9.dxc5 Be6 10.Nce5 Nxc5 11.Be3 Rc8 12.Rc1 Nce4 
13.Qa4 a6 14.Nd3 Nd6 15.Nc5 Bd5 16.Rfd1 Qe8 17.Qxe8 Rfxe8 
18.b3 Bc6 19.Bh3 Rcd8 20.Nd4 Bd5 21.f3 e5 22.Nc2 Bc6 23.Nb4 Bb5 
24.Rc2 a5 25.Rcd2 axb4 26.Rxd6 Rxd6 27.Rxd6 Bxe2 28.Kf2 Ba6 
29.Nxa6 bxa6 30.Rxa6 Nd5 31.Bc5 Bf8 32.Bxf8 Kxf8 33.Bf1 e4 
34.fxe4 Nc3 35.Bg2 Nxe4+ 36.Bxe4 Rxe4 37.Ra4 f5 38.Ra8+ Re8 
39.Rxe8+ Kxe8 40.Ke3 g5 41.Kd4 Kf7 42.Ke5 Kg6 43.h3 h6 
44.Kd4 Kf6 0-1 

Onischuk (2699) - Bacrot (2721) Montreal (9) 2009 [E15] 
1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nf3 b6 4.g3 Ba6 5.Qc2 Bb7 6.Bg2 c5 7.d5 exd5 
8.cxd5 Nxd5 9.0–0 Be7 10.Rd1 Nc6 11.Qa4 Nf6 12.Nh4 g6 
13.Bh6 Bf8 14.Bf4 Be7 15.Bh6 Bf8 16.Bf4 Be7 17.Nc3 0–0 
18.Nb5 d5 19.Nc7 Nd4 20.Rxd4 cxd4 21.Nxa8 Qxa8 22.Qxd4 Nh5 
23.Bh6 Bf6 24.Qd2 Re8 25.Rd1 Ng7 26.e3 d4 27.Bxg7 Kxg7 
28.Bxb7 Qxb7 29.Ng2 Rd8 30.Qe2 dxe3 remis 

O'Kelly – Secchi, Eduardo, ICCF 3. corr Wch 1959 [E59] 
1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nc3 Bb4 4.e3 c5 5.Bd3 O-O 6.Nf3 d5 7.O-O Nc6 
8.a3 Bxc3 9.bxc3 dxc4 10.Bxc4 Qc7 11.Bb5 Rd8 12.Re1 a6 13.Bd3 e5 
14.Qc2 Bg4 15.Nxe5 Nxe5 16.dxe5 Qxe5 17.f3 Be6 18.Bf1 Nd5 
19.Bd2 c4 20.e4 Nf4 21.Be3 Nd3 22.Red1 Rac8 23.Kh1 Qc7 
24.Bd4 Nc5 25.Qf2 Nb3 26.Bb6 Qe5 27.Bxd8 Nxa1 28.Bb6 Nb3 
29.Qe3 Qb5 30.f4 Re8 31.h3 Qa4 32.Be2 h6 33.Qf2 f6 34.e5 fxe5 
35.f5 Bf7 36.f6 Qc6 37.fxg7 Kxg7 38.Be3 b5 39.Bg4 Qg6 40.Rd7 h5 
41.Bf5 Qf6 42.h4 1-0 

O'Kelly – Dubinin, ICCF 3. corr Wch 1959 [E80] 
1.d4 Nf6 2.c4 g6 3.Nc3 Bg7 4.e4 d6 5.f3 c6 6.Be3 a6 7.Qd2 b5 
8.Bd3 bxc4 9.Bxc4 d5 10.Bb3 dxe4 11.Nxe4 O-O 12.Ne2 a5 
13.O-O a4 14.Bc4 Nxe4 15.fxe4 c5 16.Bh6 Bg4 17.Bxg7 Kxg7 
18.Qc3 cxd4 19.Nxd4 e5 20.Nc2 Nd7 21.Ne3 Qb6 22.Rf2 Be6 
23.Rd1 Rac8 24.b3 axb3 25.axb3 f6 26.Rfd2 Nc5 27.Rd6 Qb8 
28.Bxe6 Nxe6 29.Rd7+ Rf7 30.Rxf7+ Kxf7 31.Rd7+ Ke8 
32.Qd2 Rc1+ 33.Qxc1 Kxd7 34.Nd5 Qa7+ 35.Kf1 f5 36.Qc4 Kd6 
37.Nf6 Qa1+ 38.Kf2 Nf4 39.g3 Qb2+ 40.Kf3 Qg2+ 41.Ke3 Qg1+ 
42.Kf3 Qd1+ remis 


- Ralf Mulde - 

Zuletzt geändert am 08.10.2011