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Newsletter-Archiv des DESC

Newsletter 2009-08-10

Newsletter des DESC ... Nr. 32 / 2009,  Montag, 10. August 2009 
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01. Admins: Der DESC geht neue Wege ! Komm mit ! 
02. Friedrich Irmer: Die Pyramide, immer anders als man denkt 
03. Josef Schmitz: Mannschaftspyramide 
04. Micha Schirmer: Doppelt schwierig: Das SZ Turnier. SZ078. 
05. Winfried Verbesek: Anekdote um Richard Teichmann 
06. Thomas Urlau: Das Open 2007, die Runde 2 der Gruppe D 
07. Micha Schirmer: Das Open 2007, die Runde 2 der Gruppe F 
08. Josef Schmitz: Gardeschweizer 
09. Ralf Mulde: Links ... und rechts. Schach im Internet. 
10. Frank Wagner: Neue & vorübergehend entfleuchte Mitglieder. 
11. Micha Schirmer. Ein Mann und seine Statistik. 
12. Robert Klein: Pech im Thematurnier T0193 ... vorne. 
13. Hans Krebs: Gerhard Schroeder siegt im Dreier D0582 
14. Ralf Mulde: Mannschaften & Kämpfe Deines DESC 
15. Josef Schmitz: Einzelspiele 
16. Irres, Wirres und Theoretisches aus der Welt < da draußen > 

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Leider nicht zu ändernder Redaktionsschluss ist Sonntag um 20:00 h. 
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01. Micha Schirmer:  Der DESC geht neue Wege ! 

Lieber Schachfreund, ich möchte Dich heute einmal zu einer 
gemeinsamen Meditation auffordern. Dazu schließ bitte die Augen 
und bilde gemeinsam mit mir den Laut O ! 

Also: OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO 

Sehr schön hast Du das gemacht :-) 
Und jetzt wiederholen wir das Ganze, lassen das OOOOOOO dann 
aber ausklingen in ein sanftes: PEN! 

Also: OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOpen ... 

Toll! Jetzt öffne wieder die Augen und begib Dich direkt zum 
Turnierbüro oder zum Anmeldeformular und schreib Dich für das 
Open 2009 ein, das nämlich schon am 01.Okt.2009 starten wird ;-) 

Ich danke Dir für diesen Moment der inneren Einkehr und erwarte 
nun Deine Meldungen voll innerer Gelassenheit und Sanftmut :-O 

Sri Micha OOOOOOOOOOOOOOOOOpen 

PS: Und wer sich nicht anmeldet kriegt ne Watschn, da is nämlich 
Schluss mit Sanftmut und Gelassenheit :-( 


02. Friedrich Irmer: 1. kommt es anders und 2. als man denkt 

Diese Woche endeten drei Partien, in denen jeweils der Verteidiger 
seinen Platz behaupten konnte: 

P2009.051: Lange, Steffen (9) ... Dietrich, Udo (7)  0-1 
P2009.039: Roewekamp, Kai (9) ... Bruening, Ralf (6) 0-1 
P2009.004: Hellmann, Dieter (4) . Weber, Daniel (3)  remis 

Man denkt, dass sich die betroffenen Spieler jetzt in den Sommerurlaub 
zurückziehen könnten. Irrtum! So einfach ist es in der Pyramide nicht. 
[Das klingt nach Magath ...! -rm-] 

Steffen bereitete sich auf eine längere Wartezeit vor und ließ sich 
deshalb auf die Ewige Warteliste setzen. Und die schlug natürlich 
sofort zurück und bescherte uns die Partie 
P2009.082: Lange, Steffen (9) gegen Bruening, Ralf (6) , 
die ab dem 17.08.09 laufen wird. 

[äh ... hier gibt es Listen, die zurückschlagen? Von sich aus? Mit 
einem Eigenleben? Nagut, wir haben früher C.W.Ceram (eig. Kurt 
Wilhelm Marek) gelesen. Wir ahnten also viel über den Fluch der 
Pyramiden. Aber so was ... brrrrr! -rm-] 

Kai Roewekamp verabschiedete sich mit den Worten, dass er sich 
jetzt auf die Liga konzentrieren wolle. Bis später - I'll be back. Zurück 
war er früher als erwartet. Matthias Kluwe konnte nicht zusehen, dass 
Kai so unbeschäftigt ist : und so spielen sie ab dem 20.08.09 eine 
Partie um die Plätze auf Ebene 9 und 10. 

Und schließlich - wenn auf den oberen Plätzen ein Herausforderer 
abgewehrt wird, wartet immer schon der nächste. Und so muß auch 
Daniel Weber seinen Platz auf Ebene 3 in der Partie P2009.084 
gegen Hans-Juergen Isigkeit, der eine Ebene höher will, ab dem 
21.08.09 verteidigen. 

Einzig Dieter Hellmann bekommt etwas Ruhe. 
Er nimmt Hans-Juergens Platz auf der Warteliste ein. 

Völlig überrascht wurde ich aber dann aber von der Herausforderung 
von Hans Krebs (Ebene 12) gegen Roland Schmid (Ebene 11). 

Keiner der beiden hatte diese Woche eine Partie beendet. Die 
Verblüffung hat mich dann sogar so stark gelähmt [Das war die Hitze. 
The Summerwind. Sinatra. -rm-], dass ich 55 Minuten, nachdem ich 
erfahren hatte, dass die Partie begonnen hat, immer noch keine 
Partienummer vergeben hatte und die von den Spielern angemahnt 
werden musste! Übrigens, die Partie hat die Nummer P2009.083 
und beginnt am 21.08.09. 

Und damit wieder zum Geburtstagskalender: 

Zwei Anmerkungen zum letzten Mal: 

Erstens, den 1811 geborenen Schachmeister Wilhelm Hanstein : 
Erfinder der Hanstein Variante im Königsgambit dürfte wohl früher 
oder später jeder gefunden haben. 
[Jaja, schon gut, sogar der Mulde ... schluchz! .. -rm-] 

Zweitens, auch wenn Chefredaktör Ralf ihn nicht kennt : 
Perry Rhodan ist ein Fernschachspieler. Wie in Heft 2295 berichtet 
wird, spielte und verlor er eine Fernschachpartie gegen den 
Fernschachmeister und Oberstleutnant der Flotte Joseito Olbanez. 
[Wer kennt schon Spieler, die verlieren? -rm-] Die Notation zu dieser 
Partie ist aber leider noch nicht auf chessgames.com zu finden, weil 
sie erst im Jahr 4920 gespielt werden wird. 
[Man muss eben warten können. -rm-] 

=> Und damit zu den Geburtstagskindern dieser Woche [wieso heißen 
die eigentlich immer ...kinder? Gut, bei Sängern und Sportlern versteht 
man es ja. Aber sonst? -rm-]: 

Neben jeder Menge mir unbekannter Fußballspieler : Anscheinend 
beginnt die Bundesliga wieder ... 

+ Johann von Luxemburg (1296), König von Böhmen und Erbkönig 
von Polen : Erdkunde war damals anscheinend noch kein Schulfach 

+ Johann Friedrich Wentzel (1570), deutscher Maler und Radierer : 
Sein Leitspruch war wahrscheinlich < Baue auf und reiße nieder, hast 
du Arbeit immer wieder >. [Sage ich doch auch immer zu meiner 
Bauernstruktur! -rm-] 

+ Henri Nestlé (1814), der sich nach seiner Apothekerlehre mit seiner 
Firma (in zeitlicher Reihenfolge) mit der Produktion von Essig, Likör, 
Öl, Senf, Mineraldünger und Flüssiggas aus Pflanzenöl versuchte, bis 
er mit dem Milchpulver < Henri Nestlés Kindermehl > Erfolg hatte. 

Die heutigen (zugekauften) Produkte der Firma scheinen aber nicht 
mehr so viel mit der ursprünglichen Produktpalette gemein zu haben: 
Nes-cafe/tea/quick, Schöller, Maggi, Buitoni, Herta, KitKat, Lion, 
Nuts, Smarties, After Eight, Choco Crossies, ... 
[Wer hier eine Marke vermisst: Die gehört dann zu Kraft. -rm-] 

+ Sam Warner (1887), der jüngste der drei Warner Brothers 

+ Leo Fender (1909), Instrumentenbauer : Wer kennt nicht die 
Telecaster (für Country-Fans) und Stratocaster (DIE Rockgitarre) ... 

+ Ian Anderson (1947), Querflötist (!), Sänger und Songschreiber 
der britischen Band Jethro Tull 

+ und,  anschließend an den Tarzan der letzten Woche: 
Diese Woche der El Zorro, der Spanier Antonio Banderas (1960) 
[Der war eher was für meine Schwester, glaube ich. -rm-] 

Gesucht wird diese Woche ein Großmeister, der am 10.08.1877 in 
New York City geboren wurde. 1900 teile er sich im Meisterturnier 
von Paris zusammen mit Harry Nelson Pillsbury den zweiten Platz, 
nachdem er den Weltmeister Emanuel Lasker geschlagen hatte. Sein 
größter Erfolg in internationalen Turnieren war der Sieg in Cambridge 
Springs 1904 vor eben diesem Emanuel Lasker. 1907 verlor er aber 
den Wettkampf um die Schachweltmeisterschaft gegen ihn deutlich, 
mit 3,5 : 11,5 (8 Niederlagen, 7 Remis, 0 Siege). 

1906 gewann er das Meisterturnier in Nürnberg (15. Kongress des 
Deutschen Schachbundes) 
1908 das Turnier in Düsseldorf (16. Kongress des DSB). 
1916 spielte er gar als erster Schachspieler überhaupt gegen einhundert 
Gegner gleichzeitig. [Anscheinend versucht das ab und an auch im 
Fernschach mal jemand: Respektlos gegenüber den Partnern. -rm-] 
Bei allen vier Siegen der USA bei den Schacholympiaden in den 
dreißiger Jahren 1931 in Prag, 1933 in Folkestone, 1935 in Warschau 
und 1937 in Stockholm) war er [im wahrsten Sinne des Wortes -rm-] 
mit von der Partie. 

Mit einem der spektakulärsten Züge der Schachgeschichte beendete 
er folgende Partie: 

[Event "DSB Kongress XVIII"] 
[Site "Breslau"] 
[Date "1912.07.21"] 
[EventDate "?"] 
[Round "6"] 
[Result "0-1"] 
[White " Levitsky, Stepan M."] 
[Black "Geburtstagskind"] 

1.d4 e6 2.e4 d5 3.Nc3 c5 4.Nf3 Nc6 5.exd5 exd5 6.Be2 Nf6 
7.O-O Be7 8.Bg5 O-O 9.dxc5 Be6 10.Nd4 Bxc5 11.Nxe6 fxe6 
12.Bg4 Qd6 13.Bh3 Rae8 14.Qd2 Bb4 15.Bxf6 Rxf6 16.Rad1 Qc5 
17.Qe2 Bxc3 18.bxc3 Qxc3 19.Rxd5 Nd4  20.Qh5 Ref8 21.Re5 Rh6 
22.Qg5 Rxh3 23.Rc5 Qg3 !! 0-1 

Zöge stattdessen die weiße Dame weg, führte 24. Rc7 Rf7 
25. Rc8+ Rf8 26. Rc7 nur zum Remis durch Zugwiederholung. 
Nach 23. ... Qg3 aber bleibt nur 24. Qxg3 Ne2+ 25. Kh1 Nxg3+ 
26. Kg1 Nxf1 und Schwarz gewinnt wegen 
a) 24. hxg3 Nd4-e2# oder 
b) 24. fxg3 Ne2+ 25. Kh1 Txf1# 

Die Zuschauer sollen von diesem Partieschluss derart begeistert 
gewesen sein, dass sie Goldmünzen auf das Schachbrett warfen. 
[In Breslau? Die hatten die so massenweise bei sich? -rm-] 

Nun frage ich mich, ob meine Partien auch so gut sind, weil täglich 
irgendwelche Bankmanager, Militärs,  Verwaltungsbeamte, ... mir 
Millionen und Abermillionen überweisen wollen. Nur: Warum haben 
die immer eine EMailadresse bei yahoo/gmail/web.de und ähnlichen 
Freemailern? Können sich ihre Firmen wegen der Wirtschaftskrise 
etwa keinen eigenen Mailserver mehr leisten? 

Und nicht zu vergessen mein Freund < Markuss367 >, der mir täglich 
einen 100 Euro Gutschein für 6 Online Casinos zukommen lässt. 

Leider finde ich neben meinen Partien nicht mehr die Zeit, diese 
gutgemeinten Geschenke einzulösen. [Man muss ja auch erst mal die 
vielen Einladungen für nette, gratis Kaffeefahrten abreisen. -rm-] 


03. Josef Schmitz: Die Pyramide der Mannschaften 

Die Herausforderungsrunde 72 der Mannschaftspyramide wurde am 
06.08.2009 beendet. Die Mannschaft < DESC Chess Analysators > 
verteidigte ihren Platz in der 4 Ebene durch einen 2 - 1 Erfolg gegen 
den Herausforderer < Chess Knights >. Herzlichen Glückwunsch. 

Beginn: 13.02.2009 - Ende: 06.08.2009, Ergebnis 1 – 2 
Chess Knights (5) gegen DESC ChessAnalysators (4) 
MP72.1 ... Donev, Danail ..... Engelhard, Christof remis 
MP72.2 ... Genov, Blagoy ..... Achatz, Michael ... 0-1 
MP72.3 ... Kalchev, Nikola ... Auburger, Kirstin . remis 

Die Pyramide hat die Farben gewechselt: 
http://www.desc-online.de/turniere/mannschaftspyramide/mpyramide.php 

Das Neueste: Die Herausforderung MP.78 um den Thron hat begonnen. 
http://www.desc-online.de/turniere/mannschaftspyramide/mpyforder.php 


04. Micha Schirmer: Fast Königsdisziplin: Das SZ Turnier. SZ078. 

Das Turnier SZ078 ist beendet! Der Sieg von Peter Holtorf stand ja 
schon seit einiger Zeit fest [hee .. bei den Eintrittspreisen ... da darf 
man doch ein bisschen Spannung erwarten, oder?? -rm-], aber erst 
mit einem Sieg in der letzten Turnierpartie sicherte sich Steffen Lange 
den zweiten Platz. 

1.) Holtorf, Peter .... 10.0 Pkt. 
2.) Lange, Steffen ..... 9.0 Pkt. 
3.) Pech, Jaroslav ..... 8.0 Pkt. 
4.) Sistemich, Josef ... 7.5 Pkt. 
5.) John, Guenter ...... 4.5 Pkt. 
6.) Kuipers, Dustin .... 3.0 Pkt. 
7.) Kramer, Jonas ...... 0.0 Pkt. 

[Diesmal nix mit diesem Sonneheinz Berger ...? Beruhigend. -rm-] 


05. Winfried Verbesek: Bewegung ist uncool 

Über einen Teilnehmer am Schachturnier Sankt Petersburg 1909 

Richard Teichmann (1868-1925 ) war ein breitschultriger Mann mit 
finsterer Miene und einer Binde über dem blinden Auge, den man 
allgemein nur Richard den Fünften nannte, da er in den großen 
Turnieren gewöhnlich auf dem fünften Platz oder in der Nähe landete. 

Im Großen und Ganzen war Teichmann ein Sonderling. Am liebsten 
hielt er sich auf seinem Platz auf und gab sich dem Nirwana hin. 
Niemand konnte ihn bewegen, einen überflüssigen Schritt zu tun. 
Selbst der kleinste Spaziergang war ihm zuwider. Er war vollkommen 
zufrieden, wenn er das Hotel, in dem er wohnte und wo auch das 
Schachturnier stattfand, nicht verlassen mußte. 

War er aber nicht in dem Gebäude untergebracht, wo das Turnier 
stattfand, betrachtete er es als ein persönliches Unrecht und ging 
selbstverständlich niemals zu Fuß hin. So auch seinerzeit in Petersburg. 

Teichmann kannte nur den Namen der Gasse und des Gebäudes, wo 
gespielt wurde. Gleich am ersten Tag das Turniers trat er vor sein 
Hotel, winkte einem Iwostschik ( russ.: Droschkenkutscher -wv) und 
sagte ihm, er solle ihn zu der angegebenen Adresse fahren. Es war 
nicht gerade ein kurzer Weg, aber nach fünfzig Minuten langte der 
Gaul doch am Ziel an. 

Richard V. begab sich nicht zum Schachtisch, sondern eilte zur 
Turnierleitung und forderte schroff, ihm sofort ein anderes Hotel, und 
zwar eines ganz in der Nähe zuzuteilen. 

Die Funktionäre wunderten sich zuerst ein wenig über so einen 
Wunsch, dann aber führten sie den erregten Meister zum Fenster und 
zeigten ihm, dass das Hotel direkt gegenüber - nur ein paar Schritte 
entfernt – liege. 

Am nächsten Tag rief Teichmann wiederum einen Iwostschik und 
nannte ihm kurz den Namen des Gebäudes, vor das er gebracht 
werden wollte. Auch dieser unternehmenslustige Droschkenkutscher 
dachte, es könne sicher nicht schaden, so einen einäugigen Fremden 
ein wenig durch die Stadt spazierenzufahren. Ein Peitschenhieb, und 
das Pferd setzte sich in entgegengesetzter Richtung in Bewegung. 

Aber da pflanzte sich schon Richard V. wie ein furchtbarer 
R a c h e g o t t   im Wagen auf und veranlaßte den Kutscher durch 
einige Stockhiebe, die geplante Richtung zu ändern. Zehn Sekunden 
später hielt die Droschke vor dem Turniersaal. 

Die Kunde von dem sonderbaren Mann mit der Binde über dem Auge 
und dem Stock in der Hand verbreitete sich schnell unter den 
Petersburger Iwostschiks, und seither fuhr Teichmann stets auf dem 
kürzesten Weg über die Gasse. 
( nach: Houska und Opocensky, < Heiteres aus der Welt des Schachs >, 
1961, ARTIA PRAHA) 


06. Thomas Urlau: Das Open 2007, die Rd.2 der Gruppe D 

Das Turnier O2007/Gr.7 ist beendet. Es war bis zum Schluss spannend. 
Die ersten drei Spieler ziehen in die nächste Runde ein. Es sind die 
Schachfreunde Koslowski, Hoeppenstein und Malewicz. 

Beim Frank Malewicz musste das Los entscheiden, weil er die gleiche 
Punktzahl und die gleiche Feinwertung [das ist dieses Ding mit den 
S/B, siehe letzter NL, -rm-] wie Sergej Zielinski. Und weil die beiden 
sich auch noch in ihrer Partie auf ein Remis geeinigt hatten, wurde die 
Superzahl der Lottozahlen als Entscheidung genommen. 

Ich gratuliere allen drei Spielern, die in der nächsten Runde sind und 
bedanke bei allen Spielern für die reibungslose Zusammenarbeit. 

1.) Koslowski, Volker ....... 4.5 Pkt. ... 12.00 S/B 
2.) Hoeppenstein, Michael ... 4.5 Pkt. ... 11.25 
3.) Zielinski, Sergej ....... 3.0 Pkt. ... 8.25 
4.) Malewicz, Frank ......... 3.0 Pkt. ... 8.25 
5.) Kessler, Marcel ......... 3.0 Pkt. ... 6.00 
6.) Borrmann, Fritz ......... 1.5 Pkt. ... 4.50 
7.) Wittal, Werner .......... 1.5 Pkt. ... 3.75 

Redaktion rm, nach Erhalt der Meldung, fassungslos, per e-mail: 
< Ja, wie ... und jetzt hören die einfach auf ??? > 

Turnierleiter, sofort antwortend: 
> Ich hatte ja auch schon überlegt, wie ich sie zwingen kann noch ein 
paar Partien zu meiner Erbauung zu spielen. Aber dann hätten sie 
bestimmt den Obermufti eingeschaltet. ... > 


07. Micha Schirmer: Das Open 2007, die Runde 2 der Gruppe F 

Munjong Kolss hat dieses Turnier souverän und ohne Niederlage 
gewonnen, herzlichen Glückwunsch! 

Auch Dieter Mintes Qualifikation für das Semifinale stand recht 
frühzeitig fest, aber um den dritten Platz wurde hart gekämpft. Erst 
mit einem Remis in der letzten Turnierpartie zwischen Heinz-Roland 
Send und Joan Canal Oliveiras fiel die Entscheidung über den 
letzten Qualifikationsplatz. 

1.) Kolss, Munjong ......... 5,0 Punkte 
2.) Minte, Dieter .......... 4,5 Punkte 
3.) Send, Heinz-Roland ..... 4,0 Punkte 
4.) Canal Oliveras, Joan ... 3,5 Punkte 
5.) Kornblum, Dittmar ...... 2,5 Punkte 
6.) Ganzer, Michael ........ 1,5 Punkte 
7.) Fricke, Dirk ........... 0,0 Punkte 

Munjong, Dieter und Heinz-Roland möchte ich an dieser Stelle ganz 
herzlich zum Einzug in die 3.Runde gratulieren, die am 01.Dez.2009 
gestartet wird! 


08. Josef Schmitz: Gardeschweizer 

Leute, meldet Euch an. Geht nicht über Los. Streicht keine 4.000 Mark 
ein (oder mehr?). Jetzt, endlich, ist Eure Chance gekommen: 
=> Im Turnier GS.18 sind nur noch wenige Plätze frei! 
http://www.desc-online.de/turniere/gardeschweizer/ 


09. Ralf Mulde: Links ... und rechts. Schach im Unternet. Internet. 

Einer meiner rastlosen Streifzüge durch die nächtlichen Schatten des 
Internets brachte eine interessante Seite zutage: 
http://www.steffans-schachseiten.de/ 
Gut aufgebaut, flotte und aktuelle Informationen aus ganz Deutschland. 

Ein weiterer Satz zu einem Link: Lars Balzer hat uns geschrieben und 
sehr freundlich meinen Blick darauf gelenkt, dass ich mich wohl öfters 
mal im Bereich von Fontanes < Irrungen und Wirrungen > bewege. 
Gut, wenn es einem endlich mal einer sagt! 

Es geht um einen Irrtum im vorletzten Newsletter. Bedauerlich falsch 
ist der Satz : < ... kostenlosen Download jetzt (wie lange noch?) von 
Partien mittels Suchbrett nur noch auf der ehemaligen Seite von 
Lars Balzer, die er anscheinend verkauft hat. 
http://www.chesslab.com/PositionSearch.html > 

Richtig ist, dass die Seite nie etwas mit Schachfreund Balzer zu tun 
hatte (und trotzdem gut ist) und   r i c h t i g   ist vor allem seit über 
zehn Jahren, dass Schachfreund Balzer eine einfach großartige Seite 
im Netz hat, nämlich  http://www.chessgameslinks.lars-balzer.info 

< ChessGamesLinks gibt es seit ueber 10 Jahren, wird es weiter 
geben (natuerlich umsonst) und sie zeigt auf, dass man sehr wohl 
noch gratis an Partien im Netz kommen kann.> Lars Balzer. 

[Eine weitere Möglichkeit dazu ist übrigens das Archiv des DESC ... ] 
Ich habe mich sehr über die nette Reaktion von ihm gefreut. Weiter so! 


10. Frank Wagner: Neue & vorübergehend entfleuchte Mitglieder. 

Die Austritte von Norbert Hickl und Dieter Kappes werden durch die 
Neueinsteiger Veit Griesche und Luis Andrés-Lange < kompensiert >. 

Alles Gute unseren beiden neuen Mitgliedern! 


11. Micha Schirmer. Ein Mann und seine Statistik. 

Auf den Sieger-Seiten wurden die Statistiken für die Sonderturniere 
des DESC (Pokal, Liga, Open, Meisterschaft) auf den neuesten Stand 
gebracht. Wenn es Dich interessiert, wer in diesen Turnierformen 
bisher besonders erfolgreich abgeschnitten hat, guckst Du hier: 
http://www.desc-online.de/service/sieger/set.htm 
[Zu Fragen der Statistik auch etwas für den  L i t e r a t u r freund: 
http://www.zeit.de/2009/33/L-S-Glueckskalkuel ... -rm-] 


12. Robert Klein: Pech im Thematurnier T0193 ... vorne. 

Wieder einmal wurde ein Turnier beendet. Gewonnen wurde das 
Turnier zum Thema Skandinavisch, T0193, von Jaroslav Pech ; 
ohne Verlustpartie mit 6,5/8 ! Dazu herzlichen Glückwunsch. 

Joerg Kracht erwartet Deine Anmeldung zum Siegerturnier. 

1.) Pech, Jaroslav ... 6.5 Pkt. 
2.) Henke, Simon ..... 5.5 Pkt. 
3.) Kunze, Holger .... 4.0 Pkt. 
4.) Ster, Peter ...... 3.0 Pkt. 
5.) Neumann, Frank ... 1.0 Pkt. 
http://www.desc-online.de/turniere/thema/turniertabelle.php?turnier=tab0193 


13. Hans Krebs: Gerhard Schroeder siegt im Dreier D0582 

Im Turnier D0582 konnte sich Gerhard Schröder als Elofavorit nur 
knapp durchsetzen. Ausschlaggebend für den Gewinn und damit der 
Berechtigung zum Siegerturnier zu melden, war die Weißpartie gegen 
Ulf Neumann: 
Ein freier Mehrbauer reichte Gerhard zum Sieg. Am Ende opferte er 
die Qualität, um alles klar zu machen. 

Schroeder, Gerhard (HAM) (2137)... 3,5 Pkt. 
Neumann, Ulf (SLH)... (----)...... 2,5 Pkt. 
Kahraman, Joerg (SAC) (----)...... 0,0 Pkt. 

Der Sieg dieses Turniers bewirkt die Qualifikation zu einem 
Siegerturnier, also nicht vergessen: ANMELDEN! 


14. Ralf Mulde: Mannschaften & Kämpfe Deines DESC 

Diese atemberaubende Truppe, die da für den DESC gegen die SCCA 
kämpft, führt jetzt ... ach, das kann ich hier jetzt nicht so ... naja, dann 
doch, ich sage wie es ist: Wir führen mit 21.0 – 5.0 !!! 

Wer jetzt fragt, wo denn die fünf Punkte herkommen, der gucke hier: 
http://www.desc-online.de/treffpunkt/forum/yabb/YaBB.cgi?board=geV4R2t;action=display;num=1231952665;start=15 
Diese Rubrik des Forums ist sozusagen die Live-Berichterstattung der 
Team-Wettkämpfe, direkt aus der Grotenburg-Kampfbahn ... oder so. 
http://www.ultras-krefeld.net/unten/grotenburg.html 
Huch! Die liegt ja doch nicht in Bremen ... egal. 


15. Josef Schmitz: Einzelspiele 

Die neuesten Ergebnisse und Spiele siehe: 
http://www.desc-online.de/turniere/einzel/einzel2009.php 


16. Irres, Wirres und Theoretisches aus der Welt < da draußen > 

Eher unbeholfene und eröffnungstheoretisch wenig beschlagene 
Spieler wie der Autor fragen sich gelegentlich: Was spiele ich gegen 
1.Sf3? Was gegen Königsindisch im Anzug oder Kings Indian Attack, 
kurz KIA (naja, etwas Werbung ... wir waren das der Autobrache ... 
äh ... -branche schuldig)? Die Antwort lauert unter den Hufen des Sc6. 

Drasko (2533) - Nyback (2644), EICC Budva (4) 2009 [A07] 
1.Nf3 d5 2.g3 Nc6 3.d4 Bg4 4.Bg2 Qd7 5.h3 Bxf3 6.exf3 0–0–0 
7.f4 f5 8.c3 Nf6 9.Nd2 e6 10.0–0 h6 11.Nf3 Ne4 12.Kh2 g5 
13.Ne5 Qg7 14.Qe2 Bd6 15.Be3 Rdg8 16.Rg1 h5 17.Bf3 Qh7 
18.h4 gxh4 19.gxh4 Qe7 20.Kh3 Bxe5 21.dxe5 Qf7 22.Rg2 Ne7 
23.Rxg8+ Qxg8 24.Rh1 Ng6 25.Bxe4 fxe4 26.f3 Qf7 27.fxe4 Nxf4+ 
28.Bxf4 Qxf4 29.Rf1 Qxe5 30.Qf3 dxe4 31.Qf6 Qxf6 32.Rxf6 Kd7 
33.Rf4 e5 34.Rxe4 Ke6 35.Rb4 b6 36.Ra4 a5 37.b4 axb4 
38.cxb4 Rg8 39.b5 Kd5 40.Ra7 Rg7 41.Ra8 e4 42.Rh8 e3 
43.Rxh5+ Kd4 44.Rh8 Re7 0–1 

Ob gut oder schlecht, werden die meisten wohl eher d3 als d4 ziehen: 

Leon Hoyos (2428) - Bruzon (2650), Cuernavaca (8) 2006 [A07] 
1.Nf3 d5 2.g3 Nc6 3.Bg2 e5 4.d3 Nf6 5.0–0 Be7 6.c4 0–0 
7.cxd5 Nxd5 8.Nc3 Nb6 9.Be3 Bg4 10.a4 a5 11.Rc1 Re8 12.h3 Bf5 
13.Nd2 Be6 14.Nb3 Nd5 15.Bc5 Nxc3 16.Rxc3 Bd5 17.Bxe7 Rxe7 
18.Nc5 Bxg2 19.Kxg2 Nb4 20.Ne4 b6 21.Rc4 c5 22.Nc3 Raa7 
23.Qc1 Rad7 24.Qg5 h6 25.Qh5 Rd4 26.Rc1 Re6 27.Nb5 Rd7 
28.Nc3 Nc6 29.Qh4 Qe8 30.Qe4 Rd4 31.Qe3 e4 32.Nxe4 f5 
33.Rxd4 Nxd4 34.Nf6+ gxf6 0–1 


In einem Simultanspiel gelang Canal eine faszinierende Miniatur mit 
doppeltem Turm- und Damenopfer: die Partie wurde in Anlehnung an 
Anderssen – Kieseritzky oftmals die „Peruanische Unsterbliche“   
(http://en.wikipedia.org/wiki/Esteban_Canal ) genannt. 
Manch einer fand hier sogar ins Religiöse gehende Vergleiche, 
http://www.dharlanwilson.com/dreampeople/issue30/creativenonfictiondominowski.html ; 
mir scheint das alles ein bisschen übertrieben für eine allerdings 
wunderschöne und (heutzutage) verblüffend unbekannte Partie zu sein. 
Dabei ist die Eröffnung doch brandaktuell, man sehe: 

Canal - N.N., Skandinavisch, Budapest 1934 [B01] 

1.e4 d5 2.exd5 Qxd5 3.Nc3 Qa5 4.d4 c6 5.Nf3 Bg4 6.Bf4 e6 
7.h3 Bxf3 8.Qxf3 Bb4 9.Be2 Nd7 10.a3 O-O-O?? 11.axb4!! Qxa1+ 
12.Kd2! Qxh1 13.Qxc6+! bxc6 14.Ba6# 1-0 [Wenn einer NN heißt ...] 

Zwei Vorschläge der Kapazitäten zur Partie:   [Klar besser sei 
10. .... Ngf6, Jakov Neistadt ... aber wer rechnet auch mit so was??] 

[Und vorzuziehen war 12. ... Ne5 13.Bxe5 Qxh1 14.Qxf7 Rd7 
(lustig gewesen wäre 14. ... Ne7 15.Qxe6+! Rd7 16.Bg4 Rhd8 17.Qd6! 
und matt) 
15.Qe8+ Rd8 16.Qxe6+ Rd7 17.Qd8+ Rd8 18.Bg4#! Reinfeld.] 

Stellt sich die Frage: Wie wird das heute mit Schwarz vorgetragen? 

So, Wesley [2540] – Megaranto [2561], Jakarta (3) 2008 [B01] 
1. e4 d5 2. exd5 Qxd5 3. Nc3 Qa5 4. d4 c6 5. Nf3 Nf6 6. Bc4 Bf5 
7. Bd2 e6 8. Nd5 Qd8 9. Nxf6+ gxf6 10. c3 Nd7 11. Nh4 Bg6 
12. Qf3 Qc7 13. O-O Bd6 14. g3 O-O-O 15. a4 f5 16. a5 a6 
17. Rfe1 Nf6 18. Bg5 Be7 19. Ng2 Ne4 20. Bxe7 Qxe7 21. Nf4 e5 
22. dxe5 Rd2 23. Re2 Rhd8 24. h4 h5 25. e6 Rxe2 26. Bxe2 Qf6 
27. exf7 Bxf7 28. Qe3 Re8 29. Qa7 Rg8 30. Kh2 Rd8 31. Bd3 Nd2 
32. Rd1 Ne4 33. Re1 Bd5 34. Re2 Qf7 35. f3 Nd6 36. Nxd5 Qxd5 
37. Qe3 Qxa5 38. Qe5 Qxe5 39. Rxe5 b5 40. b4 Rf8 41. Re7 Rh8 
42. Kg2 Rh6 43. Kf2 Kd8 44. Ra7 Kc8 45. Ke3 Re6+ 46. Kf4 Re1 
47. Rxa6 Kb7 48. Ra2 Kb6 49. Rc2 c5 50. Bxf5 c4 51. Bg6 Kc6 
52. Bxh5 Nc8 53. Bg6 Kd6 54. h5 Ne7 55. Be4 Rh1 56. g4 Ke6 
57. Kg5 1-0 

Esteban Canal wurde am 19.April 1896 in Chiclayo, Peru, geboren. 
Nachdem ihm 1950 der IM Titel verliehen worden war, erklärte die 
FIDE 1977 (in einem ihrer wenigen lichten Momente) den 81jährigen 
zum Verdienten Großmeister, sozusagen honoris causa. Er war damit 
aber immerhin der jüngste (nämlich einzige) peruanische Großmeister. 

Canal wanderte mit 27 Jahren von Peru nach Venedig, Italien aus 
(wer hat da jetzt gerade etwas von < Canale Grande > gesagt?) und 
spielte 1950 für Peru bei der Schacholympiade. 17 Jahre zuvor gelang 
ihm 1933 der Sieg in den Ungarischen Meisterschaften. Ernesto Canal 
spielte mit 85 Jahren am 14.Feb.1981 seinen letzten Zug.   

Quellen: http://www.chessgames.com/perl/chessplayer?pid=20061 
und: http://www.chess.com/chessopedia/view/canal-esteban 
http://www.chesshistory.com/winter/index.html 6248. (C.N. 5831) 

Canal ist auch in die Schachgeschichte eingegangen, weil er ein 
< eigenes > Gambit, eine Variante des Tarrasch-Damengambits, 
bekannt gemacht hat: 
1.d4 d5 2.c4 e6 3.Nc3 Nf6 4.Bg5 c5 5.cxd5 Qb6?! 

Edwar Winter erwähnt, dass Canal dieses Gambit erstmals in seiner 
Partie gegen Tartakower im Turnier zu Venedig am 15.Okt. 1948 in 
die Praxis eingeführt habe. Es ist heute aber nicht mehr so richtig 
populär, obwohl u.a. Schachfreund Leisebein (mit A. Bangiev) für 
das Chess Base Magazin 76 darüber veröffentlicht hat. 

Das mit dem < erstmals > ist nur halb richtig, denn eine Partie von 
S.Tartakowers Bruder Arthur (von dem ich bisher  noch etwas gehört 
hatte) wurde erheblich früher gespielt, wie Richard Forster (Winterthur) 
herausfand und die wir (neben anderen) unten bei ECO [D50] finden. 

Mosquera [2393] – Leitao [2610], PanAmeric.Teams Ch 2009 [B46] 
1. e4 c5 2. Nf3 Nc6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 e6 5. Nc3 a6 6. Be3 Nf6 
7.f3 Qc7 8.Qd2 Be7 9.g4 O-O 10.O-O-O b5 11.h4 Bb7 12.h5 Nxd4 
13.Bxd4 b4 14.Na4 Rac8 15.Bd3 d5 16.e5 Nd7 17.Qe3 Qa5 18.b3 Bc6 
19.Nb6 Nxb6 20.Bxb6 Qxa2 21.Kd2 Bb5 22.Ra1 Qb2 23.Bd4 Rc3 
24.Rhb1 Rxd3+ 25.Qxd3 Bg5+ 26.Kd1 Qxb1+ 27.Rxb1 Bxd3 
28.cxd3 Rc8 29.Ra1 g6 30.Bb2 gxh5 31.gxh5 Ra8 32.Bd4 Kg7 
33.Ke2 Rc8 34.Rxa6 Rc2+ 35.Ke1 Rd2 36.Rb6 Rxd3 37.Rxb4 Rxf3 
38.Rb8 Rf4 39.Bc5 Re4+ 40.Kd1 Kh6 41.b4 Bf4 42.Rf8 Kg7 
43.b5 Bxe5 44.b6 Ra4 45.b7 Ra1+ 46.Kc2 Ra2+ 47.Kc1 Rb2 
48.h6+ Kf6 0-1 

Wie geht es denn eig. dem Najdorf? Nein, keine Auferstehung, es ist 
nicht schon wieder Ostern; gemeint ist das System, nicht der Spieler. 

Ganguly - Quan Zhe, Kanada Op.Edmonton(8)2009, Najdorf [B81] 
1.e4 c5 2.Nf3 d6 3.d4 cxd4 4.Nxd4 Nf6 5.Nc3 a6 6.h3 e6 7.g4 b5 
8.Bg2 Bb7 9.0-0 h6 10.Re1 Nbd7 11.e5 Bxg2 12.exf6 Bb7 
13.fxg7 Bxg7 14.Nf5 Be5 15.Nxd6+ Bxd6 16.Qxd6 Qh4N 
17.Nd5 Bxd5 18.Qxd5 Rc8 19.Bf4 Qf6 20.Bg3 Rxc2 21.Rad1 Qd8 
22.Rxe6+! 1-0 krawumm ... ! 

Gary Lane wies anhand folgender Partie auf die Idee hin, die weiße 
Dame nach d3 zu stellen und von da aus nach d3 / h3 zu schwenken. 
http://www.chesscafe.com/text/lane94.pdf 
(Warum setzen diese Leute eigentlich nie Punkte hinter die Zugzahl? 
Die Notation so nutzbar zu machen, ist ausgesprochen mühsam.) 

Pajzer, Istvan – Kojovic, Dragan, Senta 2006, [B97] 
1.e4 c5 2.Nf3 d6 3.d4 cxd4 4.Nxd4 Nf6 5.Nc3 a6 6.Bg5 e6 7.f4 Qb6 
8.Qd3 Qxb2 9.Nb3 Nbd7 10.Rd1 Qa3 11.Be2 Be7 12.0–0 Nc5 
13.Qh3 Ncxe4 14.Nxe4 Nxe4 15.Bxe7 Kxe7 16.Qh4+ Nf6 17.f5 e5 
18.g4 Qb4 19.c4 Qb6+ 20.c5 dxc5 21.Bc4 Qb4 22.g5 b5 23.gxf6+gxf6 
24.Rd6!? Rg8+ 25.Kf2 Kxd6 26.Qxf6+ Kc7 27.Qxe5+ Kb6 
28.Qd6+ Ka7 29.Bd5 Rb8 30.Nxc5 Qd2+ 31.Kf3 Qg2+ 32.Ke3 Re8+ 
33.Ne6 Qc2 34.Rf2 Qc3+ 35.Ke4 fxe6 36.fxe6 Bxe6 37.Bxe6 Rxe6+ 
38.Qxe6 Qe1+ 39.Kd5 Rd8+ 0–1 

=> Lane kommentiert in der pdf haupts. zwei weiße Verbesserungen: 
a) 23.Qg3! Qxc4 (23. ... Nd7 24.f6+ gxf6 25.gxf6+ Kd8 26.Bxf7 mit 
Angriff) 24.Qxe5+ Be6 (24. ... Kf8 25.Rd8+ Ne8 26.Rxe8 #) 
25.gxf6+ gxf6 26.Qd6+ Ke8 27.Qc6+ Ke7 28.Qb7+ + - 

b) 27.Bd5! Qf4+ (27. ... Rb8? 28.Qxe5+ + - oder 27. ... Ra7 
28.Qxf7+ Kb8 29.Qxg8 +/-) 28.Ke2 Qg4+ 29.Bf3 Qc4+ 30.Kf2 Qc2+ 
31.Ke3 Qc3+ 32.Kf2 + - 

Irgendwo in einer möglichst weit abgelegenen Gegend lässt die FIDE 
mal wieder ihre de luxe Großmeister einen Grand Prix auskicken: 

Cheparinov [2678] – Jakovenko [2760], GP Jermuk 2009 (1) [C49] 
1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Nc3 Nf6 4.Bb5 Bb4 5.O-O O-O 6.d3 d6 
7.Bg5 Bxc3 8.bxc3 Qe7 9.Re1 Nd8 10.d4 Ne6 11.Bd2 Rd8 12.Bd3 Nf8 
13.Nh4 c5 14.Qf3 h6 15.Nf5 Bxf5 16.exf5 Qc7 17.Qg3 Kh8 
18.dxe5 dxe5 19.c4 Re8 20.Bc3 N8d7 21.Re3 Re7 22.Qh4 Rae8 
23.g4 e4 24.g5 exd3 25.Rxe7 Rxe7 26.gxf6 Nxf6 27.Bxf6 gxf6 
28.Qxh6+ Kg8 29.Qxf6 Qe5 30.Qxe5 Rxe5 31.cxd3 Re2 32.a4 Rb2 
33.Kg2 Rb3 34.Rd1 Ra3 35.Kf3 Kg7 36.Ke3 Rxa4 37.Rb1 b6 
38.h4 Kf6 39.h5 Kg5 40.Rg1+ Kh6 41.f6 Ra2 42.Rg7 Kxh5 43.f4 1-0 

Steven Conquest überraschte seinen Widerpart in der Schlussrunde 
der Britischen Meisterschaften mit dem uralten (Preußischen) 
Zweispringerspiel. Mit vier Springern hätte es wohl Quadrigaspiel 
geheißen. David Howell war zwar übergerascht, aber deshalb 
keineswegs wehrlos. Auf diese Weise entschied sich das Championat. 

Conquest[2572] – Howell[2614], 96.Brit.ch,Torquay2009(10) [C58] 
1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bc4 Nf6 4.Ng5 d5 5.exd5 Na5 6.Bb5+ c6 
7.dxc6 bxc6 8.Bd3 Nd5 9.Ne4 f5 10.Ng3 Qf6 11.Be2 h5 12.h4 g6 
13.d3 Rb8 14.Bf3 Qd8 15.Nc3 Be7 16.Qe2 Bf6 17.O-O O-O 
18.Rd1 Re8 19.Qd2 Nxc3 20.bxc3 Bxh4 21.Re1 Re6 22.Ne2 Bf6 
23.g3 Bd7 24.Bg2 Be8 25.Nd4 Rd6 26.Nb3 Bf7 27.Qe3 Nb7 
28.Ba3 Re6 29.Rab1 Bg5 30.Qxa7 Ra8 31.Qxb7 Rxa3 32.Nc5 Re7 
33.Qxc6 Rxc3 34.Qb5 Rxc2 35.Rb2 Rxb2 36.Qxb2 Bf6 37.Qb5 Ra7 
38.a4 Ra5 39.Qc6 Ra7 40.Rb1 Kg7 41.Rb6 h4 42.gxh4 e4 43.h5 Bd4 
44.Rb4 e3 45.fxe3 Bxe3+ 46.Kh1 Qe7 47.h6+ Kh7 48.Bd5 Bxd5+ 0-1 

< Aus Niederlagen lernt man leicht. Schwieriger ist es, aus Siegen 
zu lernen. > [ Gustav Stresemann 10.Mai 1878 – 03.Okt.1929 ] 
http://www.zitat-archiv.com/stresemann-gustav/autor/index.html 
[So viele Leute leben nun mal einfach nicht in Siegen. -rm-] 

Alekseev [2714] – Akopian [2712], FIDE Grand Prix Jermuk [C99] 
1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bb5 a6 4.Ba4 Nf6 5.O-O Be7 6.Re1 b5 7.Bb3 d6 
8.c3 O-O 9.h3 Na5 10.Bc2 c5 11.d4 Qc7 12.Nbd2 cxd4 13.cxd4 Nc6 
14.Nb3 a5 15.Be3 a4 16.Nbd2 Bd7 17.Rc1 Qb7 18.Qe2 Rfe8 
19.Bd3 Rab8 20.dxe5 Nxe5 21.Nxe5 dxe5 22.Bc5 Bc6 23.Nf3 Nd7 
24.Bxe7 Rxe7 25.Rc3 Nf8 26.Rec1 Be8 27.b4 f6 28.a3 Ne6 
29.Bb1 Rd8 30.Ba2 Bf7 31.Rc6 h6 32.g3 Kh8 33.Bd5 Nd4 
34.Nxd4 Bxd5 35.exd5 exd4 36.Qd3 Qd7 37.Qxd4 Qxd5 
38.Qxd5 Rxd5 39.R6c5 Rd3 40.R1c3 Re1+ 41.Kg2 Rxc3 42.Rxc3 g5 
43.Rc5 Ra1 44.Rxb5 Rxa3 45.Ra5 Kg7 46.b5 Rb3 47.Rxa4 Rxb5 remis 

Gelfand [2755] – Eljanov [2716], Grand Prix Jermuk 2009 [D12] 
1.d4 d5 2.Nf3 Nf6 3.c4 c6 4.e3 Bf5 5.Nc3 e6 6.Nh4 Be4 7.f3 Bg6 
8.Qb3 Qb6 9.Nxg6 hxg6 10.Bd2 Nbd7 11.O-O-O Qxb3 12.axb3 Bd6 
13.h3 Nh5 14.Bd3 Ng3 15.Rhe1 O-O 16.Kb1 a6 17.Rc1 Rac8 
18.Red1 Rfe8 19.Be1 g5 20.Rc2 Bb8 21.Bf2 g6 22.e4 dxe4 
23.Bxe4 Nf6 24.Bd3 Rcd8 25.Na4 Nf5 26.Bxf5 gxf5 27.Nc5 Re7 
28.g4 Ba7 29.b4 Bxc5 30.bxc5 f4 31.h4 Nh7 32.Re2 f6 33.d5 e5 
34.hxg5 Nxg5 35.Bh4 Nh7 36.d6 Re6 37.Rg1 Nf8 38.g5 f5 39.g6 Rd7 
40.Be7 Nxg6 41.Bg5 Kf8 42.Reg2 Kf7 43.Bh4 e4 44.Rg5 Nxh4 
45.Rg7+ Ke8 46.Rg8+ Kf7 47.R8g7+ Ke8 48.Rg8+ Kf7 remis 

Dusold, Hans – Tartakower, Hamburg, 19./.21 Juli 1910 [D50] 
1.d4 d5 2.c4 e6 3.Nc3 Nf6 4.Bg5 c5 5.cxd5 Qb6 6.Bxf6 gxf6 
7.dxe6 Bxe6 8.d5 Qxb2 9.Qc1 Qxc1+ 10.Rxc1 Bd7 11.Ne4 f5 
12.Nxc5 Bxc5 13.Rxc5 Na6 14.Rc4 Bb5 15.Rc2 Rd8 16.Rd2 O-O 
17.Nh3 Nb4 18.d6 Bc4 19.a3 Nd5 20.e4 Nb6 21.e5 Rfe8 22.f4 f6 
23.Bxc4+ Nxc4 24.Re2 fxe5 25.fxe5 Nxe5 26.O-O Rxd6 
27.Rfe1 Rde6 28.Nf4 R6e7 29.Kf1 Ng6 30.Ne6 Nf8 31.Nd4 Rxe2 
32.Rxe2 Rxe2 33.Kxe2 f4 34.Nb5 a6 35.Nd6 b5 36.Kd3 Ne6 
37.Ke4 Kf8 38.Ke5 Ke7 39.h4 Kd7 40.Ne4 Ke7 41.Nf6 a5 
42.h5 Kf7 43.Nxh7 b4 44.axb4 a4 45.Ng5+ Nxg5 46.Kd4 Ne4 
47.Kc4 Nd6+ 48.Kc5 a3 49.Kxd6 a2 0-1 

http://www.chesshistory.com/winter/winter14.html 
Heute spielt man das alles nur noch sehr, sehr selten ... etwa hier: 

Khurtsidze [2391] – Kalygin [2440], Aluschta 2004 (7) [D50] 
1.d4 d5 2.c4 e6 3.Nc3 Nf6 4.Bg5 c5 5.cxd5 Qb6 6.Bxf6 Qxb2 
7.Qc1 Qxc1+ 8.Rxc1 gxf6 9.Ne4 c4 10.Rxc4 Nd7 11.dxe6 Nb6 
12.exf7+ Kxf7 13.Rc7+ Kg6 14.e3 Nd5 15.Rc1 Bb4+ 16.Nd2 Bf5 
17.Bc4 Rac8 18.Ne2 Nb6 19.Bb3 Rxc1+ 20.Nxc1 a5 21.Ke2 a4 
22.Bd1 Rc8 23.Nd3 Bxd3+ 24.Kxd3 Rc3+ 25.Ke2 Kg7 26.e4 Ra3 
27.Bc2 Bxd2 28.Kxd2 Nc4+ 29.Ke2 Rxa2 30.Kd3 b5 31.Kc3 Ra3+ 
32.Kb4 Ra2 remis 

Die wie gewöhnlich unzuverlässige Wikipedia versucht uns eine völlig 
andere Eröffnung als < Canal Gambit > anzudrehen, das aber aus einer 
Italienischen stammt; nämlich 1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bc4 Nf6 4.d4 exd4 
5.0-0 Nxe4 6.Re1 d5 7.Nc3. 

Vielleicht geschah es, weil unser Mann in Venedig nun mal in Italien 
lebte? Oder weil man sich auf die obskure Seite 
http://www.vikingskak.dk/GambiteersGuild/Gambits/e4e5Nf3.htm 
stützte, die es liebt, vielerlei Zügen irgendwelche Phantasienamen zu 
geben (warum auch nicht ...)? Man soll eben nicht blind irgendwo 
abschreiben: Der Wiki Eintrag ist schlicht falsch. 
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Canal_gambit.png 

Kasimdzhanov [2672] – Karjakin [2717], Jermuk (1) 2009 [E15] 
1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nf3 b6 4.g3 Ba6 5.b3 Bb4+ 6.Bd2 Be7 7.Bg2 c6 
8.Bc3 d5 9.Ne5 Nfd7 10.Nxd7 Nxd7 11.Nd2 O-O 12.O-O Rc8 
13.e4 c5 14.exd5 exd5 15.dxc5 dxc4 16.cxb6 Nxb6 17.Re1 cxb3 
18.Qxb3 Re8 19.Rad1 Bf8 20.Nf1 Qc7 21.Rxe8 Rxe8 22.Ne3 Bb7 
23.Bxb7 Qxb7 24.Qb5 Rc8 25.Bd4 Rd8 26.Bxb6 Rxd1+ 
27.Nxd1 axb6 28.Nb2 Qe4 29.Na4 Qe1+ 30.Kg2 Qe4+ 31.Kg1 Qe1+ 
32.Kg2 Qe4+ remis 

Auch bei längstem Nachdenken ist es natürlich ganz unmöglich drauf 
zu kommen, worauf der Titel < The Closet Grandmaster > anspielt ... 
die Partie unten direkt von dort: http://closetgrandmaster.blogspot.com/ 

Laylo,Darwin - Megaranto,Susanto, Zone 3.3, Vietnam 2009 [E32] 
1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nf3 Bb4+ 4.Nbd2 b6 5.a3 Bxd2+ 6.Qxd2 Bb7 
7.g3 O-O 8.Bg2 d6 9.O-O a5 10.b3 Nbd7 11.Bb2 Qe7 12.Qc3 Rfe8 
13.Rad1 Be4 14.Rfe1 c6 15.Nd2 Bxg2 16.Kxg2 Rec8 17.e4 d5 
18.Qf3 Qd8 19.a4 Rab8 20.Ba3 dxe4 21.Nxe4 Nxe4 22.Rxe4 Nf6 
23.Rf4 b5 24.d5 cxd5 25.axb5 e5 26.Rf5 Qe8 27.Bd6 e4 28.Qf4 Rb6 
29.Bc7 Rb7 30.b6 a4 31.Rxf6 gxf6 32.cxd5 e3 33.bxa4 e2 
34.Re1 Qd7 35.d6 Qc6+ 36.Kg1 Qd5 37.Qg4+ 1-0 

- Ralf Mulde - 

Zuletzt geändert am 08.10.2011