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Newsletter-Archiv



Newsletter-Archiv des DESC

Newsletter 2008-11-24

Newsletter des DESC ... Nr. 47 / 2008, Montag, 24. Nov. 2008

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00. Korrektur, Editorial
01. Michael Schirmer: Die Meisterschaft 2009 ist ausgeschrieben!  
02. Frank Wagner: Mein Schachprogramm – wie funktioniert das? (1)
03. Friedrich Irmer: Pyramide mit Sizialinischer Murmeltier-Vesper.
04. Austritte und Eintritte – Willkommen !
05. Hans Krebs,  D0558: Werner Baer siegt auch in diesem Dreier
06. Steffen Lange: Dittmar Kornblum siegt! Hauptrd. 2008-Mst Gr. E
07. Helmut Hirscheider: Open 2006, Gruppe C: Es ist alles aus. 
08. Ralf Mulde: Der DESC und seine Teams
09. Günter John: Die Gruppe Z des DESC-Open 2005, Runde 3
10. Irres, Wirres und Olympisches aus der Welt „da draußen“

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Leider nicht zu ändernder Redaktions-Schluss ist Sonntag um 20:00 h. 
---------------------



00. Korrektur der letzten Ausgabe NL / 46 – 2008 

Hans-Joachim Quednau ist nicht, wie irrtümlich gemeldet wurde, 
aus der Revisionskommission ausgeschieden (in der er nie tätig 
war), sondern aus dem Wertungsgremium. Ich bitte, den Fehler zu
verzeihen und danke Hans-Joachim natürlich sehr für seine Tätigkeit 
in diesem wichtigen Bereich des DESC. -rm-.



01. Michael Schirmer: Die Meisterschaft 2009 ist ausgeschrieben!

Liebe Schachfreunde, es ist wieder an der Zeit, die Figuren in Stellung 
zu bringen und sich für DAS Turnier im DESC schlechthin bereit zu 
machen ;-)

Ab sofort könnt Ihr Euch für die Meisterschaft 2009 anmelden, die so 
wie jedes Jahr unterteilt ist 
in Meisterturnier
http://www.desc-online.de/st/meisterschaft/2009/set.htm 
und Hauptturnier
http://www.desc-online.de/st/meisterschaft/2009/hauptturnier.htm 

Die genauen Qualifikationsbedingungen könnt Ihr auf diesen Seiten 
nachlesen.

Anmeldeschluss ist am 05.01.2009, Turnierstart am 15.01.2009!

Ich würde mich natürlich freuen, wenn wir auch in diesem Jahr
wieder den Teilnahme-Rekord steigern könnten ;-) Mach mit! 
Mir Dir schaffen wir es! Melde Dich an! ... Jetzt! 

Michael Schirmer, Turnierdirektor der DESC-Meisterschaften 



02. Frank Wagner: Wie bewertet ein Schachprogramm Züge? (1)

Die Frage nach „Aufbau und Funktion von Schachprogrammen“ fiel 
genau in die Woche, in der mich ein Azubi fragte, ob wir in „JAVA“ 
nicht selber ein Schachprogramm schreiben könnten. Nun ja... einen 
Zug-Generator zu entwickeln, der, ausgehend von einer Stellung, eine 
Liste aller möglichen Züge ermittelt (und damit testen kann, ob ein 
Zug korrekt ist) ist nicht unbedingt das Problem. 
Aber die Bewertungsfunktion und der Suchalgorithmus... nee danke!!

Dass da nach wie vor sehr viel empirisches Wissen, sehr viel Erfahrung 
drin steckt, mag folgendes Beispiel verdeutlichen: die (theoretische) 
Stärke der Figuren. 
Das Fazit vorweg... die nachfolgenden Überlegungen fließen und 
flossen in keinerlei Schachprogramm ein. Doch der Reihe nach:

Offensichtlich ist eine Figur um so stärker, je mehr Felder sie 
attackieren kann. 
Dass diese Anzahl von der Position der Figur auf dem Brett abhängig 
ist, ist unstrittig. 
Deshalb die Idee:
1.) Man berechne für jede Figur und für jedes Feld die Anzahl der 
Felder, die diese Figur von dort aus bedroht und erhält so die Summe 
der möglichen Züge S(Figur).
2.) Dividiert man diese Summe durch die Anzahl der möglichen Felder, 
erhält man die Beweglichkeit P(Figur).
3.) Um wie gewohnt in "Bauerneinheiten" zu rechnen, nimmt man nun
„P(Figur) geteilt durch P(Bauer)“.

Beispiel 1: Der Bauer
a) Auf a2 hat er genau 3 mögliche Züge (a3 oder a4 oder axb3)
b) Auf a3 bis a7 hat er jeweils 2 mögliche Züge (eins vor oder auf b 
schlagen)
c) Auf b2 bis g2 hat er jeweils 4 mögliche Züge

Und so weiter... (ich glaube eine Fahrzeug-Zählung ist auch nicht viel 
langweiliger).

Insgesamt S(Bauer) = 10x2 + 32x3 + 6x4 = 140
Weil der Bauer 48 Felder hat (alle außer der 1. und der 8. Reihe), ist 
die Beweglichkeit P(Bauer) = 140/48, also rund 3.

Für den Läufer ergibt sich so S(Läufer) = 280 und bei 32 möglichen 
Feldern eine Beweglichkeit P(Läufer) = 8,75. 

"Alles Paletti" denkt jetzt der Mathematiker: ein Läufer ist rund 3 
Bauern wert. Auch für den Turm ist alles hübsch: P(Turm) = 14... ein 
Turm ist rund 5 Bauern wert.

Und trotzdem ist das alles Humbug. Die ganze Kalkulation ist Müll, 
weil sie vergisst, dass die Beweglichkeit durch gegnerische Figuren 
stark eingeschränkt wird. Und weil offensichtlich bereits P(Bauer) 
falsch ist ... nimmt man wieder die allseits bekannten Erfahrungswerte.

Von daher: Einfach wird der Blick hinter die Kulissen eines 
Schachprogramms nicht. Aber falls Du, lieber Leser, es wünschst, 
können wir uns gerne 'ne passende Brille suchen und den Blick wagen.

- - - So weit der erste Teil der Reise in die Frage: Wie bewertet denn
eigentlich ein Computer eine Stellung? - - - Fortsetzung folgt (wohl). 



03. Friedrich Irmer: Sizialinische Vesper in Einzel-Pyramide

Die (Einzelspieler-)Pyramide: Die Ergebnisse der Woche - 
Merkwürdiges und Scherzhaftes. 

Wieder erreichte mich diese Woche  eine Herausforderung, die auch 
am 2. Februar  in Punxsutawney, Pennsylvania hätte abgeschickt 
werden können:

Am Montag um 18:40 Uhr schrieb Udo Totorat - wer auch sonst, 
wenn es um Hochgeschwindigkeitsphänomäne geht:

"Hallo Guenter! Wuensche uns eine schoene und faire Partie !!! 
Ihr Zug : 1. e4
Mein Zug: 1... c5"

Damit die Partie nicht ganz in der Luft hängt, antwortete Günter John 
dankenswerterweise um 18:50 Uhr:

"Hallo Udo,
hiermit fordere ich dich zu einer Pyramidenpartie heraus. 
Hier mein Eröffnungszug: e4"

Unter Missachtung von Ursache und Wirkung konnte ich nur noch 
feststellen: Ich habe eine Herausforderung und ihre Annahme, und 
so beginnt die Partie P2008.103 zwischen Günter John auf Ebene 9 
und Udo Totorat auf Ebene 8 offiziell am 01.12.08.

Und bevor jemand fragt - nein, die Mails, in denen beide ihr Ergebnis 
gemeldet haben sind NICHT vorher angekommen.

Damit kommen wir zu einem anderen Sizilianer, der nicht ganz so 
schnell verlief. In der Partie P2007.077 trennten sich Ulf Venus und 
Jürgen Kessler nach einem Jahr Spielzeit mit einem Remis.

Bemerkenswert ist, daß Ulf frühzeitig ein Remis angeboten hatte: 
"... da ich nun nicht gerade ein Schnellspieler bin, wollte ich Jürgen 
dann auch frühzeitig die Langeweile nehmen,..." (O-Ton Ulf).

Jürgen packte aber das sizilianische Fieber und er meinte: 
"... ich bin eigentlich angetreten um zu gewinnen, auch wenn ich das 
als Herausgeforderter nicht brauche..." (O-Ton Jürgen).

Nach 52 Zügen mußte er dann doch "zaehneknirschend ... einwilligen".

Ganz so langweilig war die Partie dann wirklich nicht, wie man im 
folgenden sieht:

Venus – Kessler, P2007.077, Beginn Sept. 2007
1.e4 c5 2.c3 Nf6 3.e5 Nd5 4.d4 cxd4 5.Nf3 Nc6 6.cxd4 d6 7.Bc4 dxe5 
8.dxe5 Be6 9.O-O g6 10.Qe2 Qc7 11.Rd1 Rd8 12.Na3 a6 13.Qe4 Bf5 
14.Qe1 Be6 15.Bb3 Bg7 16.Qe4 Ndb4 17.Bf4 Bxb3 18.axb3 Rxd1+ 
19.Rxd1 O-O 20.e6 Qc8 21.exf7+ Rxf7 22.Bg3 Qf5 23.Qe2 b5 
24.h3 e5 25.Qe3 Bf6 26.Nb1 e4 27.Ne1 Nd5 28.Qd2 Rd7 29.Nc2 Nb6 
30.Qe2 Rxd1+ 31.Qxd1 Bxb2 32.Qd6 Qd7 33.Nd2 Qxd6 34.Bxd6 a5 
35.Nxe4 a4 36.bxa4 bxa4 37.Ba3 Be5 38.Bd6 Bb2 39.Ba3 Bg7 
40.Nd6 Nd5 41.Nb5 Nc3 42.Nxc3 Bxc3 43.Kf1 Kf7 44.Ke2 Nd4+ 
45.Kd3 Nxc2 46.Kxc2 Bd4 47.f3 Ke6 48.Kd3 Kd5 49.Bb4 Be5 
50.g4 g5 51.Be7 Bd4 52.Kc2 Kc4 53.Bxg5 a3 54.Bc1 a2 55.Bb2 a1=Q 
56.Bxa1 Bxa1 57.Kd2 Kd4 58. Ke2 Ke5 59.Kf2   remis

Und am Schluss die Erkenntnis: "Auch wenn ich alle drei Bauern 
gewinnen sollte, richtige Reihenfolge vorausgesetzt, schafft Weiß 
offensichtlich immer ein Remis/Patt wegen des einzigen schwarzen 
RANDbauerns :-("

Jürgen verabschiedete sich dann mit den Worten: "Auf ein Neues"

Als Pyramidenwächter war mir dieser Wunsch natürlich Befehl. 
Und weil ich auf den reichen Fundus der Warteliste zurückgreifen 
kann, hat er auch gleich einen neuen Gegner bekommen. 
Die Partie zwischen Holger Hentze (Ebene 3) und Jürgen Kessler 
(Ebene 2) beginnt ebenfalls am 01.12.08.

Noch einen Fall für die Warteliste, diemal für die Ewige Warteliste, 
gab es. Nachdem sich Roland Watson und Felix Hoegerl in der Partie 
P2008.084 mit einem Remis getrennt hatten, war es diesmal nicht der 
Verteidiger, sondern der Herausforderer, dem keine Pause gegönnt 
wurde. Da Knut Litz auf Ebene 7 gerade frei war, muß sich Roland 
gleich mit ihm auseinandersetzen. Ihre Partie P2008.104 beginnt 
offiziell am 02.12.08.

Und schließlich ist noch von zwei gewonnenen Partien zu berichten:

Patrick Muhl aus der sonnigen Bay Area (San Francisco, California) 
gewann die Partie P2008.058 gegen André Schmitten aus dem 
winterlich-trüben NRW und steigt damit auf Ebene 8 auf.

Last but not least: Kirstin Auburger konnte ihren Platz auf Ebene 8 
mit einem Sieg gegen Roland Schmidt in der Partie P2008.078 
verteidigen.

Abschließend wieder die Frage: Welcher Film wurde diesmal verwurstet? 



04. Austritte und Eintritte – Willkommen !

Pause. Die Datenbank meldet nichts, was wir dem Leser nicht schon 
in der letzten Woche anvertraut hätten. Also: Demnächst wieder mehr. 



05. Hans Krebs,  D0558: Werner Baer siegt auch in diesem Dreier 

Hallo Schachfreunde! Das Turnier D0558 wurde beendet.

Gewinner dieses Turniers ist Werner Baer! Herzlichen Glückwunsch! 

Schachfreund Baer profitierte vom Remis seiner beiden Mitstreiter in 
der Partie Paulicks – Harbs. Dieser halbe Punktverlust kostete nun aber 
Berthold Harbs den geteilten 1. Platz. Die Remispartie war bereits nach 
19 Zügen beendet, ein typisches Schnellremis, was ja in Dresden bei der 
Olympiade nicht erlaubt ist. Vielleicht sollten wir das auch mal einführen 
:-) ???

1. Baer, Werner (2084) ... 3,0 Pkt. 
2. Harbs, Berthold (-) ... 2,5 Pkt. 
3. Paulicks, Frank (-) ... 0,5 Pkt. 

Der Sieg dieses Turniers bewirkt die Qualifikation zu einem 
Siegerturnier, also nicht vergessen: ANMELDEN! 


06. Steffen Lange: Dittmar Kornblum siegt! Hauptrd. 2008-Mst Gr. E

Das Turnier MH2008 Gruppe E ist beendet. Es waren für jeden nur 
fünf Partien zu spielen, weil nur sechs Teilnehmer am Start waren. 
Dittmar Kornblum gratuliere ich recht herzlich zum Turniersieg. Er 
erzielte zwar ebenso wie Achim Hauschild 5.0 Punkte, wies aber mit 
11.5 gegenüber 11.0 hauchdünn die bessere Feinwertung auf. 




07. Helmut Hirscheider: Open 2006, Gruppe C. Zu dritt ins Ziel!

Im Turnier O2006, Gr.C wurden nun auch die letzten beiden Partien 
nach Abschätzung beendet.

Folgende Spieler haben es auf das Siegerpodest geschafft, und sind 
also eine Runde weiter!

1. / 2. Dieter Kappes / Frank Fritsche 4,5 Punkte + 10,50 Feinwertg.
3. .... Ulli Reyer ................... 4,5 Punkte + 10,25 Feinwertg.

Herzlichen Glückwunsch an Sieger Dieter Kappes, Frank Fritsche und 
Ulli Reyer! Die ersten beiden waren sogar nach Feinwertung komplett 
gleichauf im Ziel. 

Der Turnierleiter wünscht allen Teilnehmern viel Spaß und Erfolg für 
die zukünftigen Partien und Turniere  z.B. im Siegerturnier.  



08. Ralf Mulde: Der DESC und seine Teams

Inzwischen ist das Mannschafts-Pokal-Turnier des BdF (irgendwas 
mit k.o. ist der eigentliche Titel, was aber einem Pokalwettbewerb stets
 immanent sein mag) richtig in die Gänge gekommen, mehr noch: 
die erste Partie von einem unserer Mannen ist bereits beendet worden. 
Es blieb DESC-2 vorbehalten, das erste Ergebnis vorweisen zu können 
– und was für eines! 

Da trat Hans Krebs mit Weiß gegen den Internationalen Meister des 
Fernschachs, Thomas Neuer, IM an. Meister Neuer hat sich im BdF 
ein wenig getarnt (so sind sie, die IM!) und firmiert dort „nur“ mit 
einer FWZ, also einem Rating von 2088. 

Nicht, dass wir uns missverstehen: Auch das ist schon riesig gut. Aber 
im internationalen Bereich, da dreht Im Mahling erst so richtig ab ... 
äh ... auf. Im ICCF sehen wir ihn mit einem Rating von 2435 !!! 
Damit war jedem klar, dass Hans überhaupt keine Chance hatte ... und 
er nutzte sie formidable! Das Ergebnis Krebs vs Neuer lautet 0.5 – 0.5. 

Als Erklärung hörten wir etwas wie „so viel musste ich gar nicht ... war 
ja bis zum ... alles Theorie ... dann nur noch ein paar ...“. Tja, Remis. 
Wirgratulieren Hans Krebs zu diesem außergewöhnlichen Erfolg und 
feuern zugleich die anderen an, es ihm mindestens gleich zu tun ! 

- - Der brasilianische CXV hat uns zum mittlerweile 5. Wettkampf an
die Bretter gebeten. Das Ganze wird aller Voraussicht nach aber erst 
am 1.Januar 2009 starten. Die Verhandlungen, wie viele Spieler und 
beidseits mit ca. welchem Rating loslegen sollen, dauern noch an. 

Weil Paarungen mit ungefähr gleich starken Spielern erzielt werden 
sollen, wird es nur Einladungen und nicht einen allg. Aufruf an die 
Spieler des DESC geben können. 

„Friend Half, (sic!) - The CXV (Club of Virtual Chess) come now to 
invite you for one *5º match* ... Yours truly, Milton Marim ...“ 
4º Match DESC 7,5 x7,5 CXV“ 

Zugleich haben wir die US-amerikanische CCCL (Correspondence 
Chess League of America) angefragt, ob die denn nicht auch ... es tut 
sich also etwas. Zudem wurde auch die SCCA (Social Correspondence 
Chess Association),  England, ausgeguckt, aber noch nicht kontaktiert.

- - - Im Wettkampf gegen den IECC steht es mittlerweile 7.0 – 5.0
für uns (für wen auch sonst ...?), nachdem Dieter Minte seinem im 
DESC noch gut bekannten Gegenüber Andy Wosch zwei Remisen
gewährte. 



09. Günter John: Das DESC Open 2005, Gruppe Z

Bei nur noch drei laufenden Partien, nämlich 

O2005.645 ... G. Högerl – S. Auch
O2005.660 ... F. Högerl – T. Schmidt
O2005.670 ... F. Fritsche – G. Högerl

sieht es tabellenmäßig wie folgt aus:


1. Stefan Auch ... 5,0 Pkt. ... 3 Siege ... 4 Rem. ... 0 verl. ... 1 offen

2. Ulf Venus 4,5 Pkt. ... 2 Siege ... 5 Rem. ... 1 verl. ... 0 offen

2. Frank Fritsche 4,5 Pkt. ... 2 Siege ... 5 Rem. ... 0 verl. ...  1 offen

4. Holger Hentze 4,0 Pkt. ... 1 Siege ... 6 Rem. ... 1 verl. ... 0 offen

5. Ulli Reyer 3,5 Pkt. ... 1 Sieg ... 5 Rem. ... 2 verl. ... 0 offen
5. Gerd Högerl 3,5 Pkt. ... 2 Siege ... 3 Rem. ... 1 verl. ... 2 offen
5. Oliver Killer 3,5 Pkt. ... 1 Sieg ... 5 Rem. ... 2 verl. ... 0 offen

8. Thomas Schmidt 3,0 Pkt. ... 0 Siege ... 6 Rem. ... 1 verl. ... 1 offen

9. Felix Högerl 1,5 Pkt. ... 0 Siege ... 3 Rem. ... 4 verl. ... 1 offen



10. Irres, Wirres und Olympisches aus der Welt „da draußen“

Eine erschütternde Leserzuschrift erreichte uns: „Hallo Ralfi! Beim 
letzten NL fehlte mir etwas. Das größte Schachereignis der Welt und 
der Deutschen Schachgeschichte überhaupt wurde mit keinem Wort 
erwähnt.“ 

Der Lesser meinte vermutlich nicht das Open des DESC, sondern die 
Schacholympiade Dresden. Das mit dem „nicht erwähnen“ war zwar 
nicht ganz so, aber ... jetzt ist die Zeit gekommen, sich gleichsam 
„volle Pulle“ diesem Großereignis zu widmen, nachdem die Paarungen 
von Kongo gegen HongKong (falls die überhaupt mitspielen) der Kunst 
der ganz, ganz Großen Platz gemacht haben. Einen empfehlenswerten 
Link gab uns der engagierte Leser, der vorne ebenso wie ich und hinten 
so wie dieser DESC-Admin-Sprecher heißt, auch noch mit auf den Weg: 

http://schachlive.dresden2008.de/live.team.games.m.eng.html 

Das kann noch nicht alles gewesen sein ... 

Nach der Runde vom Sonnabend schreibt der DSchB (Hoppe / Lais) 
auf seiner Homepage „Bei den Damen punktete zwar Brett 4 (Melanie 
Ohme) zum ersten Mal voll (damit 2 aus 9), doch dafür Trauerflor im 
Oberhaus. Elisabeth Pähtz und Ketino Kachiani-Gersinska verloren 
gleich beide. 2:2 am Ende auch dank Marta Michna. 

Bedenklich nur, dass der Gegner Luxemburg hieß (waaaas??? -rm-). 
Dank unserer ersten Damenriege kommt nun am heutigen Sonntag ein 
weiterer schachlicher Zwerg in den Genuß auf der Bühne zu spielen - 
die Philippinen.“ 

Wie sagte aber doch schon Max Weber: „Wir sind nur Zwerge, die auf 
den Schultern von Riesen stehen – aber weil wir da oben stehen, sehen 
wir weiter als jene.“ So viel zu den Schachzwergen der Philippinen. 

Schach.com fasste am Samstag, 22.11. zusammen: „Dresden: Runde 9.
Heute ein hart erkämpftes 2:2 der deutschen Topolympioniken gegen 
Polen. Khenkin mit Kurzremis gegen Wojtaszek, dann zaubert 
Gajewski Gustafsson unter Qualitätsopfer vom Brett [der Hexer! -rm-], 
bevor nach dem Remis zwischen Naiditsch und Socko Fridman das 
interessante KSB gegen KS Endspiel gegen Bartel gewinnt. 

[Gemeint war nicht „Kreissparkasse Baunatal“, sondern wohl eher 
König / Springer / Bauer ... wobei das mit dem König ja noch keine 
Sensation sein kann. -rm-]

Eine schwere Schlacht auch im Spitzenspiel Armenien-Israel, nach 
Siegen von Rodshtein und Gelfand kann Sargissian (nun 8/9 !) für 
Armenien verkürzen, Roiz und Akopian liefern sich zum Abschluß 
eine Seeschlange im Turmendspiel mit Mehrbauer für den Israeli, 
Remis nach 131 Zügen. 

Die Ukraine kann das Prestigeduell gegen Russland mit 2,5:1,5 
gewinnen, Matchwinner ist hier Efimenko an Brett 4 gegen 
Morozevich. Deutschland 2 remisiert gegen Kanada, gleiches Resultat 
für Deutschland 3 gegen Brasilien. Starker serbischer Auftritt heute, 
je ein 2,5:1,5 Sieg bei den Männern gegen Aserbeidschan und bei den 
Frauen im Topduell gegen China. 

Und ungebremst weiter in Schach.com: ... 
Sonntag, 23.11., Dresden: Vorschlussrunde

Im Spitzenspiel schlägt die Ukraine Israel mit 2,5:1,5, Matchwinner 
ist wieder Efimenko mit seinem Sieg gegen Postny. 

Deutschland 1 unterliegt der USA mit 1,5:2,5 und muss alle 
Medaillienträume begraben. Naiditsch remisiert zwar gegen Kamsky 
in der spanischen Abtauschvariante, doch Khenkin verliert gegen 
Nakamura und Baramidze wird völlig chancenlos von Shulman 
zusammengeschoben, da nützt der von Fridman im Turmendspiel fein 
vorausgespielter Sieg gegen Onischuk nichts mehr. 

Armenien deklassiert Serbien mit 3,5:0,5 und führt mit 17 
Mannschaftspunkten dank klar besserer Sonneborn-Berger Feinwertung 
vor der Ukraine. 

Deutschland 2 gewinnt mit 2,5:1,5 gegen Portugal, Deutschland 3 
kommt gegen nur drei Spieler Costa Ricas nur zu einem 2:2 (man 
glaubt es ja wohl nicht ...!-rm-) . 

Bei den Frauen führt Polen mit einem Punkt Vorsprung auf die Ukraine, 
Georgien und Serbien, hier liegt Deutschland 1 trotz heutigem 3:1 
Sieg gegen die Philippinen immer noch unter den Erwartungen auf 
Platz 23. 
( Quelle: http://www.schach.com/ie4/index.htm )

Zwar ist die Teilnehmerzahl von Turin (dort 148 Männer- und 106 
Frauenteams) von der Dresdner Schacholympiade nicht überboten 
worden, an der tatsächlich, also absagenbereinigt, bei den Männern
146 und bei den Frauen 111 Teams teilnehmen, aber das ist nun ja 
wirklich komplett egal: Es handelt sich um ein unglaubliches Fest des 
Schachs, das da an der Elbe stattfindet und uns jeden Tag wieder zum 
Jubel und zum Stauen anregt, neín: zwingt. 

Wer unbedingt Kritisches dazu lesen möchte, um das jedem Deutschen
gewohnte Haar in der Suppe aufspüren zu können, schlage nach bei 
http://rankzero.de/?p=4015 . Wer das nicht möchte, freue sich einfach 
an einem fröhlichen, friedlichen, sympathischen Fest des Schachspiels. 

Dankbar macht der Newsletter des DESC nun von IM Malcolm Pein's 
Anmerkungen (dem zum Dank dafür eine kostenlose Mitgliedschaft im 
DESC angeboten sei) in „The Week in Chess“ Gebrauch, Quelle: 
http://www.chesscenter.com/twic/twic.html 


L Aronian - Caruana Olympiad (1) Dresden 
1.d4 d5 2.c4 c6 3.Nf3 Nf6 4.Nc3 e6 5.Bg5 h6 6.Bh4 dxc4 7.e4 g5 
8.Bg3 b5 9.Ne5 Bb7 10.h4 g4 11.Nxg4 Nxg4 12.Qxg4 Qxd4 
13.Rd1 Qg7 14.Qf4 

[In an endgame White would be a pawn down for no compensation 
but with queen's on, Black's king is vulnerable] 

14. ... Na6 15.Be2 Be7 16.0-0 Nc5 17.e5 Qg6 18.Rd4 Rd8
19.Rfd1 Rd5! 20.Qe3 

[20.Nxd5 cxd5 gives Black a very strong pawn centre and White's 
rook are blocked.]

20. ... h5 21.Bf3 a6 22.b4! cxb3 

[22...Nd3 23.Be4 Qh6 24.Qxh6 Rxh6 25.Nxd5 exd5 26.Bxd3 cxd3 
27.R1xd3]

23.axb3 a5 

[23...Nxb3 24.Nxd5 Nxd4 25.Nc7+ Kd8 26.Nxb5 axb5 
27.Qxd4+ Kc8 28.Qd7+]

24.Ne4 Nxe4 25.Bxe4 Qh6 26.Bf4 Qg7 27.Bxd5 exd5 28.Bg5 Rg8 
29.f4 Qg6 

[29...Bc5 30.Kh2 Qf8]

30.R4d2 c5 31.Bxe7 d4 32.Bg5!  1-0


Wer bei den nächsten beiden Spielern so was wie „kenne ich nicht“ 
murmelt, befindet sich vermutlich bei der Mehrheit der Schachwelt.

W So - Ni Hua Olympiad (1) Dresden Ruy Lopez Berlin Wall 
1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bb5 Nf6 4.0-0 Nxe4 5.d4 Nd6 6.Bxc6 dxc6 
7.dxe5 Nf5 8.Qxd8+ Kxd8 9.Nc3 Ke8 10.h3 b6 11.Ne4 

[11.Bf4 Bb4 12.Ne4 Ba6 13.Rfc1 Be2 is very annoying, 
Shirov-Kramnik Moscow Blitz 2007 ... naja, eine Blitzpartie ... -rm-]

11...Be6 12.g4 Ne7 13.Re1 h6?! 

[13...h5 14.Nd4 Bd5=]

14.Nd4 Bd5 15.Bf4 Kd7 16.Rad1 Kc8 17.Bg3 Kb7 18.e6! Rd8 

[18...fxe6 19.Nc3 Ng6 20.Nxe6 19.Nc3 f6 20.Nxd5 cxd5 21.Nb5 Rc8 
22.c4! a6 23.Nxc7 Rxc7 24.cxd5 Nc8 25.Bxc7 Kxc7 26.Rc1+! Kd8 
27.Rxc8+! Kxc8 28.e7 Bxe7 29.Rxe7 Rd8 30.Rxg7 Rxd5 31.Rg6 
White wins easily by creating three connected passed kingside pawns.]

31. ... Rd2 32.Rxh6 Rxb2 33.Rxf6 Kd7 34.a4 Ke7 35.g5 Rb4
36.Kg2 a5 37.Kg3 Rxa4 38.Rxb6 Ra1 39.Ra6 a4 40.Kg4 a3 41.f4 a2 
42.Kf5   1-0 


L Schandorff - D Howell 38th Oly. Dresden (2) English Opening
1.Nf3 Nf6 2.c4 g6 3.Nc3 d5 4.cxd5 Nxd5 5.Qa4+ 

White avoids the Gruenfeld Defence after 5.d4 Bg7 and plays for a 
small advantage

5...Bd7 6.Qh4 Bc6 7.Ne5 [7.Qd4!?] 7. ... Bg7 8.Nxc6 Nxc6 9.e3 

[9.g3 Ndb4!]

9. ... 0-0 White has the bishop pair but Black has superior development.
10.Be2 e6 11.Qa4 Nce7! Black intends to gain more space with c7-c5
12.d4? c5! 

[Any Gruenfeld player would make this move instantly. 
The bishop on g7 becomes a fearsome piece.]

13.Nxd5 Nxd5 14.dxc5 Nc3! 15.Qb4 

[15.bxc3 Bxc3+ wins the rook.]

15...Nxe2 16.Kxe2 Qg5 17.g3 Rac8 

[With his king in the middle and only his queen in play White's 
chances of survival are minimal.]

18.Bd2 Rxc5 19.Qxb7 

[19.Bc3 Bxc3 20.bxc3 Rb5 21.Qe4 Rb2+ 22.Kf3 Rd8 23.Rhd1 Rxd1 
24.Rxd1 Qh5+ 25.Qg4 Rxf2+]

19...Qg4+ 20.Qf3 

[20.f3 Qh3 21.Rag1 Rc2]

20. ... Qc4+ 21.Ke1 Bxb2 22.Rd1 Rd8 23.Qe2 Qxe2+ 24.Kxe2 Rc2
  0-1

Was es vielleicht (!) im DSchB, ganz gewiss aber im DESC nicht gibt: 

"Mir fällt immer die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen im 
Schach und insbesondere in unserem Schachbund auf. Ich weiß, dass 
Geldmangel herrscht. Aber immer werden die Männer bevorzugt, das 
ist ungerecht", kritisiert Elisabeth Pähtz, Nummer eins des deutschen 
Damenteams, im DNN-Interview den deutschen Schachbund. 

Die Männer hätten mit Großmeister Christopher Lutz einen zweiten 
Trainer bekommen. "Bei Frauen ist dafür keine Position vorgesehen, 
obwohl es vorher ausgemacht wurde", so Pähtz. Sie selbst habe sich um 
einen zweiten Trainer bemüht und ihn in dem Georgier Davit Shengelia 
gewonnen. Er lebt in Wien und spielte mit Pähtz im Herren-Bundesliga-
team in Berlin. Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten, 24.11.2008, 
http://www.dnn-online.de/aktuell/content/79368.html 

V Akopian - H Ziska 38th Olympiad Dresden (3) Philidor Defence
1.Nf3 d6 2.d4 Nf6 3.Nc3 Bg4 4.e4 Nbd7 5.e5 dxe5 6.dxe5 Bxf3 
7.Qxf3 Nxe5 8.Qxb7 e6 9.Bb5+ Ned7 10.Bg5 Qc8 11.Qf3 Rb8 
12.Bxf6 gxf6 13.0-0-0 Bd6 14.Rhe1 Ke7 15.Nd5+ Kf8 16.Bxd7 Qxd7 
17.Qxf6 Rg8 18.Qh6+ Rg7 19.Nf6 Qb5 20.Nxh7+ Kg8 21.Nf6+ Kf8 
22.b3   1-0


L Johannessen - D Howell Chess Olympiad Dresden (4) 
1.Nf3 Nf6 2.c4 g6 3.Nc3 d5 4.cxd5 Nxd5 5.Qa4+ Bd7 6.Qh4 Bc6 
7.Qd4 

7.Ne5 Bg7 8.Nxc6 Nxc6 9.e3 e6 Schandorff-Howell round 2

7...Rg8! 

7...f6 8.e4 Nxc3 9.bxc3 Qxd4 10.Nxd4 Bxe4? 11.Ne6!

8.Ne5 e6 9.Nxc6 Nxc6 10.Qa4 Qd7 

Black can tolerate the inconvenience of Rg8 as he castles queenside

11.e3 0-0-0 12.Be2 

12.Bb5 Ndb4 13.d4 a6 14.a3 axb5 15.Qa8+ Nb8 is unclear

12...Ndb4! 13.0-0 

13.d4 Nxd4 14.Qxa7 is also a mess

13...Nd3 

White's king is safer but his development is hampered by this mighty 
steed

14.b4 Kb8 15.b5 Nce5 16.f4 Nxc1 17.Raxc1 Nd3 18.Bxd3 Qxd3 
19.Ne4 f5 20.Ng5 Qxd2 21.Nf7 

Black is doing well and White makes an error in calculation
 if 21.Rfd1? Qxe3+

21...Rd5! 22.b6 axb6 23.Qe8+ Ka7 24.Nh6 Ba3! 25.Nxg8 Qxe3+ 
26.Kh1 Bxc1 27.Ne7 Qxf4! 28.Rg1 

[28.Rxf4 Rd1+ 29.Rf1 Rxf1 mate. ... unschön für Weiß. -rm-.]

28...Ba3! 29.Nxd5 exd5 30.Qd7 Bd6 31.Qxh7 d4 
White's queen is tied to the defence of h2 so the d pawn advances
32.g3 Qe4+ 33.Rg2 d3   0-1


M Bluvshtein - J Rowson Chess Olympiad Dresden (4)
1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nc3 Bb4 4.f3 0-0 5.a3 Bxc3+ 6.bxc3 Nh5 7.g3 
[Preventing Qh4+]

7...f5 8.e4 d6 9.f4? [I would prefer 9.Nh3 Nf6 10.Nf2.]

9...Nf6 10.e5 Ne4 11.Ne2 b6! 

[A typical Nimzo Indian disaster for White who has to go to great 
lengths to defend c4.]

12.Bg2 Ba6 13.Qb3 Nc6  [Threat Nc6-a5.]

14.c5 d5 15.cxb6 cxb6 16.Qc2 

[16.Ra2 Bc4; 16.0-0 Bxe2 are disastrous.]

16...Rc8 17.Bb2 

[Castling is still impossible 17.0-0 Bxe2 18.Qxe2 Nxc3 19.Qd3 Nxd4 
20.Qxd4 Ne2+]

17...Na5 18.Bxe4 dxe4 19.0-0 Qd5 20.Bc1 e3! 21.Bxe3 Bb7 
22.Kf2 Qf3+   0-1


M Godena - N Short 38th Olympiad Dresden (5)
1.e4 Nf6 2.e5 Nd5 3.d4 d6 4.Nf3 dxe5 5.Nxe5 c6 6.Nd2 g6 7.Bc4 Bg7 
8.Ndf3 0-0 9.c3 Nd7 10.Nd3 a5 11.a4 b6 12.0-0 Bb7 13.Re1 e6 
14.Bg5 Qc8 15.Rc1 c5 16.Bb5 h6 17.Bh4 Bc6 18.Nde5 Bxb5 
19.axb5 cxd4 20.Nxd7 Qxd7 21.Nxd4 Nc7! 22.Nc6 Qxd1 
23.Rcxd1 Nxb5 24.Bd8 Re8 25.c4? Na7 26.Nxa7 Rexd8! 
27.Rxd8+ Rxd8 28.b3 Rd2 29.Nc6 Rb2 30.c5 Rxb3 31.cxb6 Rxb6 
32.Nxa5 Bc3 33.Nc4 Rb4   0-1

Nakamura - Khenkin 
1.g3 d5 2.Bg2 e5 3.d3 Nf6 4.Nf3 Nc6 5.a3 a5 6.O-O h6 7.b3 Bd6 
8.Bb2 O-O 9.Nc3 Re8 10.Nb5 Be6 11.c4 a4 12.Rc1 dxc4 13.bxc4 Qd7 
14.e3 Bf5 15.d4 exd4 16.exd4 Bg4 17.Re1 Rxe1+ 18.Qxe1 Re8 
19.Ne5 Nxe5 20.dxe5 Bc5 21.Kh1 Bh3 22.f3 Bxg2+ 23.Kxg2 c6 
24.Nc3 Bd4 25.f4 Ng4 26.Nd1 Ne3+ (here is where the game departs) 
27.Nxe3 Bxb2 28.Rd1 Qe7 29.Nf5 Qxa3 30.Qe2 Qb3 31.Rd7 a3 32.Qg4  
 1-0 

Wer jetzt fragt, für welche Nationen die beiden Spieler denn zugange 
waren, trifft, wie ich finde, ziemlich genau die Misere, in der sich vieles
im Schach befindet. Anscheinend können sich die Leute dort recht flott
aussuchen, für welches Land sie nun an den Start zu gehen belieben; die 
Staatsangehörigkeit wird mancherorts rasch geregelt, nähere Kenntnisse
der Landessprache sind nicht immer grundlegende Bedingung. Hier aber
ist es anders; Nakamura ist ein auf Hawaii geborener US-Amerikaner 
mit ersichtlich japanischen „irgendwann mal“ Wurzeln und Khenkin ist
seit ... Deutscher. 

Mark Crowther ... :
England's women, seeded 31 started with a narrow defeat to fourth 
seeds Georgia but have bounced back with four successive victories 
including 4-0 victories over New Zealand and Lithuania. 
IM Dagne Ciuskyte has won all five games. 

D Ciuksyte - V Feliciano 38th Olympiad Dresden (2)
1.b3 e5 2.Bb2 d6 3.g3 Nc6 4.c4 [The English Opening.]
4. ... f5 5.Bg2 Nf6 6.d3 g6 7.e3 Bg7 8.Ne2 0-0 9.0-0 Be6 10.a3 Qd7 
11.Qc2 Rae8 12.Nbc3 
Both sides have developed sensibly. White's position is a little more 
flexible and she has a nice square on d5. Now Nc6-d8 and c7-c6 is 
a plan.
12...g5 
Black decides to attack and f5-f4 could be dangerous so White 
counters
13.f4 Ng4 14.Nd5 Ne7 15.Qd2 Bxd5 
I don't like this move as it concedes the white squares. Readers may 
recall D'Costa-Short from the ECC at Liverpool in September where 
Black got into difficulties 15...c6
16.cxd5 gxf4 17.gxf4 Ng6 18.h3 Nf6 19.Kh2 exf4 [creating a 
weakness on f5, 19...Nh4.]
20.Nxf4 Nxf4 21.Rxf4 Bh6?! [This piece belongs on g7 21...Qe7.]
22.Rf3 Nh5 23.Rg1 Rf7 24.Qf2 Bg7 25.Bf1 Kh8 26.Bxg7+ Nxg7 
27.e4  [27.d4 and Bd3 was good here.] 27...Ref8 28.Qd4 fxe4? 
]28...Qe7!]    29.Qxg7+!   1-0 

Mark Crowther ...:
Vassily Ivanchuk converted bishop and rook against rook against 
Peter Leko [äh ... against ...? -rm-] in the only decisive game between 
the Ukraine and Hungary in 127 moves (the decisive blunder was on 
move 124! when Leko had a single move to draw). It was one of the 
last games to finish, but not the very last, there was a rook and knight 
vs rook ending in the women's event.

A Morozevich (2787) - G Jones (2548) Olympiad 2008 Dresden 
1.Nf3 Nf6 2.c4 g6 3.Nc3 Bg7 4.e4 d6 5.d4 0-0 6.h3 e5 7.d5 Nh5 
8.g3 a5 9.Be2 Na6 10.Nd2 

[a) 10.Be3 f5 11.exf5 gxf5 12.Nxe5 Nxg3 13.fxg3 Bxe5 with good 
counterplay; b) 10.Bg5) ] 

10...Nf6   [We have reached an original position in the King's Indian 
where White's moves g3 and h3 are not terribly useful and his bishop 
on c1 would rather be on e3 or g5 which compensates for Black's 
Ng8-f6-h5-f6.]

11.a3 Nc5 12.b3 Bd7 13.Rb1 

[White prepares the standard advance b3-b4 but there is a tactical flaw.]

13...Bh6!   [White cannot hold his e4 pawn.]
14.Qc2 Bxd2+ 15.Bxd2 Nfxe4! 16.Nxe4 Nxe4 17.Bh6 
[17.Qxe4 Bf5 wins the rook.]
17...Re8 18.h4 Nc5 19.Qc3 Qf6 20.Qe3 Bf5 21.Bg5 Qg7 22.Bh6 Qf6 
23.Bg5 Qg7 
[Jones could play for a win with 23...Qh8 24.Rc1 h5 but it's hard to 
turn down a draw with black against the world number.]
24.Bh6   draw

Mark Crowther writes:
16 year old Anya Corke playing on board one for Hong Kong found 
herself playing Gata Kamsky after the USA lost a match and went 
down a few boards. Her attack was fearless but in the end unsound. 

G Kamsky (2729) - A Corke (2301) 38th Oly. (5) Slav Defence 
1.d4 d5 2.c4 c6 3.Nf3 Nf6 4.e3 Bf5 5.Nc3 e6 6.Nh4 Bg6 7.Nxg6 hxg6 
8.a3 Nbd7 9.g3 Qc7 10.b3 dxc4 11.bxc4 e5 12.Bg2 0-0-0 13.0-0 Nc5 
14.Bb2 Be7 15.Rb1 exd4 16.exd4 Ne6 17.d5 Nf4 18.gxf4 Qxf4 
19.h3 Bd6 20.Re1 Qh2+ 21.Kf1 Rxh3 22.dxc6 Rh4 23.Qb3 bxc6 
24.Qa4 Qf4   1-0

Mark Crowther writes:
Germany were tied with Ukraine with the final game between 
Vassily Ivanchuk (probably my favourite current player) who got a 
big pull against Naiditsch from the opening but couldn't break through 
and a draw was agreed and it finished Germany 2 Ukraine 2. 
Magnus Carlsen is another big star to follow. Carlsen looked to have 
equalised against Nyback with black but the position was deceptive, 
and Nyback found a powerful piece sacrifice to which there seems no 
reasonable defence, Carlsen tried his best but went down all the same. 
The match finished 2-2.

Ansonsten gibt es stets einen flotten Kommentar bei den ChessNinja: 
http://www.chessninja.com/dailydirt/2008/11/dresden-olympiad-r9.htm 

Wer jetzt fragt: Und Montag? Was war heute? Dem sei gesagt: Heute 
war nichts. Genauer gesagt: Es war Pause. Ein Ruhetag vor dem Finale.



- Ralf Mulde - 
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Zuletzt geändert am 08.10.2011